Visuelle Kommunikation
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A Conversation About the Circulation of Paper

Mi. 18.01.2012 – 18:00 Uhr
Motto Berlin
Skalitzer Str. 68, im Hinterhof

The blank books in the first series of the Paper Rehabilitation Project are made of stock found at a warehouse of excess, rejected and damaged paper. Each book contains four different sheets and three different stocks for the covers – blue and gray with a linen finish, and a plum, with a sort of faux-leather finish. They were bound by Janutol Printing on Detroit’s East side.

The paper in these books was probably originally purchased by printers for their clients, but for one reason or another it was not used as intended. It ended up on the scrap market at a high-volume paper recycler, where there was a small chance it would be bought by another printer, or more likely it would be shredded and sold (by weight) to a paper mill where it would become the recycled content in a new sheet of paper.

It took us a long time to learn of the existence of this paper. Printers, paper distributors, and even many paper recyclers are reluctant to speak of this kind of surplus paper, perhaps because it threatens the commodity status of ‘clean’ paper. We had the feeling that by having it bound into a book we were causing a minor disruption in the circulation of paper. We captured these sheets at this particular moment in time, while they were available, and made 600 books that we will never again be able to reproduce.

http://internationaltypographicalunion.org/
http://www.mottodistribution.com/site/


16.01.2012 um 17:44 Uhr
Bis 13. Mai 2012
Universitätsbibliothek Amsterdam
Oude Turfmarkt 129
1012 GC Amsterdam

This exhibition/book brings together books to illustrate a canon of more than five hundred years of Western book design. It showcases book design in all its forms: reference works and works of art, ‘machines for reading’ and picture books, prestigious collector’s items and throwaway paperbacks. It includes work by famous printers of the hand-press period — Nicolas Jenson, Aldus Manutius, Christoffel Plantin, the Elzeviers, John Baskerville, Giambattista Bodoni — and trendsetting designers of the modern era — William Morris, El Lissitzky, Jan Tschichold, Paul Rand, Massin, Irma Boom. It also includes remarkable illustrated works by architects and artists such as Giovanni Battista Piranesi and Maria Sibylla Merian. Special attention is devoted to printers’ manuals, illuminating the printing process, and also to type specimens and writing masters’ copybooks, placing letterforms in a broader context.

http://www.bijzonderecollecties.uva.nl/bbc/object.cfm/18AF8BD0-65FC-4D3E-A97BFD974B0789FB


09.01.2012 um 15:26 Uhr
Trend List ist ein Blog, der aktuelle visuelle Trends im Grafik Design zu erfassen versucht. Center Aligned? Ja, richtig, irgendwie ist der Zentralsatz nach langer Zeit wieder in. Trend List beweist es. Dabei wird hier insbesondere Grafik Design aus und für den Kunst/Kultursektor gesammelt.

Warum allerdings dieser Trend nun da ist, da bleibt Trend List etwas wortkarg – zum Zentralsatz heisst es nur: "Massive simple typography usually appears in a single colour, aligned on center of format. This trend could be inspired by graphics from the begining of 20th century." Könnte sein. Oder ist es eine ironische Befreiung von der Schweizer Nachkriegs-Typografie?

Jedenfalls, das legt Trend List offen, gibt es sie weiterhin, die Moden im Grafik Design. Niemand soll sich mehr originell vorkommen, wenn er/sie Überschriften unterstreicht – vgl. http://www.trendlist.org/trends/underlined

http://www.trendlist.org


04.01.2012 um 14:13 Uhr
Workshop der DGTF Themengruppe Visuelle Kommunikation
20. Oktober 2011 – im Rahmen der 8. Jahrestagung der DGTF an der HfG Schwäbisch Gmünd

BERICHT

Unter der Leitung von Jan-Henning Raff wurde der Versuch unternommen, die wissenschaftlichen Grundlagen im Kommunikationsdesign abzuschreiten. Hintergrund dafür war der von allen Teilnehmern geteilte Eindruck, dass die Verwissenschaftlichung im Kommunikationsdesign viel weniger wahrnehmbar als etwa im Interaktionsdesign ist. Es zeigte sich – dies ein erstes Ergebnis des Workshops – dass die wissenschaftlichen Bezüge einerseits selbstverständlich erscheinen (etwa die aus der Gestaltpsychologie) andererseits vergessen oft sind (etwa die Errungenschaften der HfG Ulm).

Durch drei Teile hindurch zog sich das Prüfen von wissenschaftlichen Bezügen:

1. Wahrnehmung (psychologische Grundlagen)
2. Zeichen
3. Wissen

Resultate:

Die Psychologie stellt eine wichtige Bezugswissenschaft für das Kommunikationsdesign dar, da sie grundlegende visuelle Phänomene erforscht. Allerdings sind ihre Ergebnisse dem Designforscher wegen der avancierten (Labor-)Methodik oft unzugänglich. Die psychologischen Erkenntnisse erreichen den Designer daher nur vermittelt, etwa in popularisierenden Darstellungen, die oft einer biologistisch-deterministische Sichtweise Vorschub leisten (bspw. "Der Mensch kann sich nur 7 Dinge merken"). Dennoch sind einige Methoden der psychologischen Forschung auch ins Kommunikationsdesign diffundiert – wie etwa das Eyetracking.

Die Semiotik scheint viel mehr als die Psychologie eine dem Kommunikationsdesign angemessene Wissenschaft zu sein, ist ihr Gegenstand doch das Zeichen. Allerdings entfaltet sie ihr Potenzial vor allem als analytisches Werkzeug zum kritischen „Lesen“ von Kommunikationsdesign. Die zur Zeit (wieder) populäre Verlängerung der Semiotik in die Rethorik scheint vielversprechender für die Praxis zu sein. Zeichengefüge werden hier besprochen hinsichtlich ihrer rhetorischen Kraft.

Im Bereich des Wissensdesigns wurde an die Errungenschaften des Kartographen Jacques Bertin für die Visualisierung erinnert. Damit war das Feld eröffnet zur Diskussion über die Informationsvisualisierung, einer der wichtigsten Aufgaben des Kommunikationsdesigns heute: Information visuell aufbereiten und dadurch neue Erkenntnis zu ermöglichen. Hier haben Designer mit praktischen Arbeiten (u.a. Otto Neurath/Gerd Arntz, Richard Saul Wurman, Stephen Few)einiges geleistet. Aus anderen Disziplinen liefern etwa Martin Eppler (Universität Lugano) und Richard Mayer (University of California, Santa Barbara) wichtige Beiträge, etwa auch um hier liebgewordene Ansichten (wie sie bspw. Edward Tufte liefert) zu belegen oder zu kritisieren.

Zuletzt wurde diskutiert, ob der Gebrauch im Kommunikationsdesign nicht vernachlässigt wird, hier also eine „Print Usability“ erforderlich ist. Da allerdings, wo der Gebrauch offensichtlich ist – etwa bei Leitsystemen – gibt es auch schon entsprechende forschungsgetriebene Projekte (z.B. Legible London). Die wissenschaftlichen Bezüge hier müssten über die kognitve Psychologie hinausgehen, um breitere Nutzungskontexte zu erfassen. Als entsprechende Theoriebezüge wurden Distributed Cognition, Activity Theory, und die Phänomenologie vorgeschlagen.

Eine Bibliografie zur Forschung im Kommunikationsdesign ist im Aufbau unter:
http://kommunikationsdesignforschung.tumblr.com/



04.01.2012 um 14:01 Uhr
bis 15. Januar 2012
Museum für Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt am Main

Der Titel der Ausstellung Double lntensity steht für den Idealismus und die Passion der Verleger: von 1980 bis 1995 in der Personalunion Günter Karl Böse und Erich Brinkmann, von 1998 bis heute Erich Brinkmann und Rike Felka. Die typografische Subtilität der Bücher blieb über 30 Jahre stets konstant. Da­bei transformieren die gestalterische Vorstellungskraft, die handwerkliche Ausführung und die Qualität der Texte die Bücher zur Buchkunst.

http://www.angewandtekunst-frankfurt.de/deutsch/05_bb.html

Bild: Cover von Jan Tschichold: Schriften 1925 - 1974, Band 2 [1992]
06.12.2011 um 23:21 Uhr
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