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Call for Papers and Projects: 18. DGTF Jahrestagung 2022 “Design x Nachhaltigkeit”
18. Jahrestagung der DGTF
Donnerstag, 02.06. und Freitag, 03.06.2022
Tagungsort: Muthesius Kunsthochschule Kiel und online

Design × Nachhaltigkeit
Materialität, Systeme, Gerechtigkeit

Sprache: Deutsch und Englisch

Spätestens seit der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow 2021 können wir für den Zustand der uns umgebenden Welt feststellen: So geht es nicht weiter. Die Geschichte des Designs zeigt viele Überlegungen und Praktiken zur Gestaltung für Nachhaltigkeit, von den Deutschen Werkstätten Hellerau über Victor Papanek bis hin zum Circular Design Guide. Designer:innen gelten als besonders qualifiziert, ganzheitliche Lösungen für komplexe Probleme zu erarbeiten. Die Fähigkeit zum Umgang mit großer Unsicherheit birgt Potenzial, wertvolle Lösungsvorschläge für die ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen zu liefern. Doch blickt man auf die Umbrüche der Gesellschaft im Anthropozän, drängt sich die Frage auf, was Design wirklich zu leisten vermag. Design steht als Disziplin und als Forschungsfeld vor erheblichen Herausforderungen: Wie können wir ressourcenschonend gestalten, ohne dabei eine auf Ungleichheit beruhende Ordnung zu perpetuieren? Oder schließen Design und Nachhaltigkeit einander gar aus?

Design scheint also ein ambivalentes Verhältnis zur Nachhaltigkeit zu haben. So haben sich im Diskurs um Nachhaltigkeit im Design vielfältige Positionen ergeben, die versuchen, Teilhabe, Transparenz und Offenheit mit Blick auf die Folgen von Gestaltung für die Umwelt zu realisieren. Organisationen wie Extinction Rebellion bedienen sich gestalterischer Mittel und fordern auf ihren Demonstrationen zu Klimagerechtigkeit auf. Partizipation an der Produktion von Konsumgütern, wie beispielsweise in der Maker-Bewegung, sollen durch dezentrale Lösungen zur Nachhaltigkeit beitragen. Dies zeigt: Design kann Lösungen und Visionen für nachhaltige Zukünfte entwerfen und eine Schnittstellenfunktion übernehmen. Gleichwohl gilt es zu bedenken, dass Design immer noch einen Zug zum Elitären zu haben scheint. Konzepte wie Zero Waste oder neu gebaute klimaneutrale Stadtviertel scheinen eher auf die Bedürfnisse ohnehin schon Privilegierter zu schauen. Außerdem zeigt die Praxis, dass eine wirklich nachhaltig gestaltete Konsumkultur noch in den Kinderschuhen steckt. Wie kann ein Gleichgewicht zwischen Ressourcen, Wachstum und fair verteiltem Wohlstand gestaltet werden? Welche alternativen Vorschläge können wir entwickeln, um Muster, die zur Aufrechterhaltung von Missständen beitragen, zu brechen? Wo liegen die Grenzen dessen, wo Design etwas dazu beitragen kann?

Die Jahrestagung 2022 der DGTF wird sich deshalb mit zentralen Aspekten der Nachhaltigkeit beschäftigen, welche die Arbeitsfelder des Designs berühren. Was und wie kann Design zu nachhaltiger Entwicklung beitragen? Wie verändert der Nachhaltigkeitsdiskurs Auffassungen von Design, in Theorie und Praxis? Welche Auswirkungen haben Ansätze und Diskurse zu nachhaltiger Entwicklung auf die Designausbildung und ‑forschung?
Die Jahrestagung der DGTF 2022 ermöglicht einen aktiven Austausch über praktische Ansätze, theoretische Impulse und empirische Erkenntnisse in Form eines Kolloquiums mit Vortrags- und Workshop-Sessions. Die Beiträge sollen aktuelle Forschungs- und Studienprojekte beleuchten sowie zukünftige Szenarien explorieren. Wie kann Nachhaltigkeit in Lehre, Praxis und Forschung adressiert werden, um neue Impulse für gestalterisches Arbeiten zu setzen?

Beiträge können dabei unter anderem die folgenden Themen und Fragestellungen umfassen:

Materialität
Wie kann für materielle Kreisläufe gestaltet werden? Welche Grenzen und Potenziale liegen in Nischenlösungen der Circular Economy? Was kann aus dem End-of-Life für die Gestaltung von Produkten und Systemen gelernt werden? Brauchen wir mehr Wenigerdesign – im analogen wie im digitalen Raum? Sind wir in der Lage, auch weniger statt dazu zu entwerfen? Wie wird Wertschöpfung gestaltet, wenn der Einsatz und Verbrauch von Materialien und Ressourcen minimiert wird? Welche Kompetenzen brauchen in diesem Zusammenhang zukünftige Designer:innen und wie werden diese vermittelt?

Systeme
Wie wird nachhaltiges Handeln in Systemen wie Netzwerkorganisationen oder Unternehmen gestaltet? Wie sieht Nachhaltigkeit aus, wie kommunizieren wir nachhaltig? Welche Diskurse und Ansätze gestalten die Vermittlung von Design und Nachhaltigkeit? Welchen Einfluss hat die Methodik des Designs auf andere Disziplinen? Welche Rolle kommt Design in interdisziplinären Diskursen zu nachhaltigem Wandel zu? Was können wir aus anderen Disziplinen aufnehmen, welche Schnittstellen gilt es zukünftig weiter zu gestalten?

Gerechtigkeit
Nachhaltigkeit kann nicht ohne eine gerechte Verteilung der Ressourcen gedacht werden. Welche Zukunft möchten wir entwerfen und wie kann Gerechtigkeit realisierbar sein? Wie wollen wir in Zukunft leben und arbeiten? Welche sozialen Auswirkungen hat Gestaltung? Wie kann Design seine Rolle verantwortungsvoll wahrnehmen und nicht nur auf die Bedürfnisse der ohnehin schon Privilegierten schauen? Kann beispielsweise Participatory Design ein Weg sein, eine gerechte Gestaltung für den Klimawandel umzusetzen? Wie kann Design lokal handeln und dabei eine globale Perspektive behalten? Was sind Wege, die Design außerhalb unserer europäischen Perspektive verorten? Welche Ansätze können aus anderen Systemen, Gesellschaften oder Epochen adaptiert werden und wie können diese heute zu nachhaltiger Entwicklung beitragen?

Beiträge können in folgenden Formaten eingereicht werden:
· Kurzvortrag (15+15 min): 15-minütiger interaktiver Beitrag mit anschließender Diskussion.
· Workshop (90 min): Gewünscht sind Konzepte, die Diskussionen und experimentelles Arbeiten in Gruppen mit weniger als 20 Teilnehmenden vereinen. Hierfür bitte angeben: Dauer, Anzahl der Teilnehmenden, ggf. Voraussetzungen für die Teilnahme, Art des Workshops, was dürfen die Teilnehmenden erwarten, was wird von ihnen erwartet; Verwertung/Publikation/Umgang mit Ergebnissen.
· Special Session: Experimentelle Beiträge („Situated actions“), die nicht länger als 30 min dauern.

Für alle drei Einreichungsformen gilt: maximal 3.000 Zeichen incl. Leerzeichen, anonymisiert (DE / EN) bis 31.01.2022 über dgtf.de/conftool

Die Auswahl erfolgt durch das Tagungs-Komitee gemeinsam mit externen Gutachter:innen (double-blind peer review).
Ein Book of Abstracts wird von der DGTF open access publiziert (unter Bereitstellung von DOIs). Ausgewählte Beiträge und Workshopergebnisse können im Anschluss an die Konferenz für die Publikation ausgearbeitet werden.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte jederzeit an: tagung2022 [at] dgtf.de

Tagungsteam: Andrea Augsten, Annika Frye, Markus Köck, Christian Wölfel

Die Deutsche Gesellschaft für Designtheorie und -forschung (DGTF) ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der Diskussion, dem Austausch und der Profilierung designrelevanter Themen verschreibt. Sie wurde 2003 gegründet und umfasst heute ca. 300 Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die DGTF versteht sich als Forum, das Anregungen vermittelt, vernetzt und öffentliche Debatten initiiert.
www.dgtf.de

Die Muthesius Kunsthochschule ist die einzige Kunsthochschule des Landes Schleswig-Holstein und die jüngste deutsche Kunsthochschule mit ca. 640 Studierenden. Unter ihrem Dach versammeln sich die Studiengänge Industriedesign, Raumstrategien, Kommunikationsdesign und Freie Kunst. Mit einem Promotionsprogramm und dem an der Hochschule installierten IKDM, dem Zentrum für interdisziplinäre Design- Kunst und Medienwissenschaften findet an der Hochschule ein lebendiger Diskurs zu Designwissenschaften und Designforschung statt.
www.muthesius-kunsthochschule.de


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18th Annual Meeting of the DGTF

02.06. and 03.06.2022

Venue: Muthesius Academy of Arts, Kiel, Germany and online

Design × Sustainability
Materiality, Systems, Shared Prosperity

Format: hybrid
Language: German and English

Since the UN Climate Conference COP26 in Glasgow 2021, we can say: It can't continue like this. The history of design is full of ideas and practices on designing for sustainability, from the Deutsche Werkstätten Hellerau to Victor Papanek to the Circular Design Guide. Designers are seen as experts in developing holistic solutions to complex problems. The ability to deal with uncertainty holds potential to provide valuable solutions to environmental, social and economic challenges. But in view of the upheavals of society in the Anthropocene, the question arises as to what design is really capable of achieving. Design faces considerable challenges as a discipline and as a field of research: How can we design in a way that conserves resources without perpetuating an order based on inequality? Or are design and sustainability even mutually exclusive?

Design thus seems to have an ambivalent relationship to sustainability. Thus, in the discourse around sustainability in design, a variety of positions have emerged around participation, transparency, and openness with an eye toward the consequences of design for the environment. Organizations like Extinction Rebellion use design means and call for climate justice in their demonstrations. Participation in the production of consumer goods, such as in the Maker movement, aim to contribute to sustainability through decentralized solutions. This shows: Design can create solutions and visions for sustainable futures and take on an interface function. Nevertheless, it is important to keep in mind that design still seems to have a tendency towards elitism. Concepts such as zero waste or newly built climate-neutral city districts seem to address the needs of the already privileged. Moreover, practice shows that a truly sustainably designed consumer culture is still in its infancy. How can a balance between resources, growth and fairly distributed wealth be designed? What alternative proposals can we develop to break patterns that contribute to perpetuating grievances? What are the limits of where design can contribute?

The 2022 annual conference of the DGTF will therefore address key aspects of sustainability that connect to design. What and how can design contribute to sustainable development? How does the sustainability discourse change perceptions of design, in theory and practice? What impact do approaches and discourses of sustainable development have on design education and research?

The annual conference of DGTF 2022 will enable an active exchange of practical approaches, theoretical impulses and empirical findings in presentations and workshop sessions. The contributions will highlight current research and study projects as well as explore future scenarios. How can sustainability be addressed in teaching, practice and research in order to set new impulses for design work?

Contributions may include, but are not limited to, the following topics and issues:

Materiality

How can we design for material cycles? What are the limits and potentials of niche solutions in the circular economy? What can be learned from end-of-life for the design of products and systems? Should design operate on the principle of “more is less” - in the analog as well as the digital space? How is value creation designed when the use and consumption of materials and resources is minimized? What competencies do future designers need in this context and how will they be taught?

Systems

How is sustainable action shaped in systems such as network organizations or companies? What does sustainability look like, how do we communicate sustainably? Which discourses and approaches shape the communication of design and sustainability? What influence does the methodology of design have on other disciplines? What is the role of design in interdisciplinary discourses on sustainable change? What can we take from other disciplines, which interfaces need to be further shaped in the future?

Shared Prosperity

Sustainability cannot be thought of without a fair distribution of resources. What kind of future do we want to design and how can justice be realized? Future designs: How do we want to live and work in the future? What are the social implications of design? How can design play its role responsibly and not just look at the needs of the already privileged? For example, can Participatory Design be a way to implement equitable design for climate change? How can design act locally while maintaining a global perspective? What are ways that locate design outside our European perspective? What approaches can be adapted from other systems, societies, or eras, and how can they contribute to sustainable development today?

Submissions will be accepted in the following formats:

· Short lecture (15+15 min):15-minute interactive presentation followed by discussion.
· Workshop (90 min): Concepts combining discussion and experimental work in groups of less than 20 participants are welcome. Please specify: Duration, number of participants, prerequisites for the participants, type of workshop, what the participants can expect, what is expected of them; utilization/publication/handling of results.
· Special Session: Experimental contributions ("Situated actions"), which do not last longer than 30 min.

For all three forms of submission: maximum 3,000 characters incl. spaces, anonymized (DE / EN) until 31.01.2022. via dgtf.de/conftool

The selection will be made by the conference committee together with external reviewers (double-blind peer review). An open access Book of Abstracts will be published by DGTF (providing DOIs). Selected contributions and workshop results can be prepared for publication after the conference.

For further inquiries, please contact: tagung2022 [at] dgtf.de at any time.

Conference team: Andrea Augsten, Annika Frye, Markus Köck, Christian Wölfel

The German Society for Design Theory and Research (DGTF) is a non-profit association dedicated to the discussion, exchange and profiling of design-related topics. It was founded in 2003 and today comprises approximately 300 members from Germany, Austria and Switzerland. The DGTF sees itself as a forum that conveys ideas, networks and initiates public debates.
www.dgtf.de

The Muthesius Academy of Fine Arts is the only art academy in the state of Schleswig-Holstein and the youngest German art academy with approximately 640 students. The courses of study Industrial Design, Spatial Strategies, Communication Design and Liberal Arts are gathered under its roof. With a doctoral program and the IKDM, the Center for Interdisciplinary Design, Art and Media Studies installed at the university, a lively discourse on design science and design research takes place at the university.
www.muthesius-kunsthochschule.de

20.12.2021 um 18:35 Uhr
Rückblick: Material Trajectories. Designing with Care
In der zweiten Maiwoche fand die 17. Tagung der DGTF "Material Trajectories. Designing with Care" statt. Die wertvollen Vorträge der Speaker*innen und die rege Teilnahme haben zu einer diskussionsreichen, überaus inspirativen internationalen Tagung beigetragen. Herzlichen Dank an die Organisator*innen, Partner, Gäste und das Publikum!
Wir planen nun, einen Tagungsband zu veröffentlichen. Wir freuen uns schon mal auf die Dokumentation und die Veröffentlichung.

Im Anschluss an die Konferenz fand die Mitgliederversammlung der DGTF statt, bei der ein neuer Vorstand gewählt wurde. Wir alle waren erschüttert von der Nachricht vom Tod unseres Ehrenmitglieds Michael Erlhoff am 1. Mai und würdigten ihn und seine Verdienste als Forscher, Lehrer, Autor, Philologe und wunderbarer Mentor und Freund für viele von uns. Wir haben ihm viel zu verdanken und er wird sehr vermisst werden. Unsere Gedanken sind bei Uta Brandes, unserer Gründungsvorsitzenden.

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In the second week of May, the 17th DGTF conference "Material Trajectories. Designing with Care" took place. The valuable presentations of the speakers and the lively participation contributed to a discussion-rich, highly inspiring international conference. Many thanks to the organizers, partners, guests and the audience! We are now planning to publish the conference proceedings. We are looking forward to the documentation and the edited book.

The conference was followed by the general meeting and the election of the new board. We all have been shattered by the news of the death of our Honorary Member, Michael Erlhoff on May 1st, and paid tribute to him and his contributions as a researcher, teacher, author, philologist and wonderful mentor and friend to many of us. We owe him a lot and he will be greatly missed by our community. Our thoughts are with Uta Brandes, our founding chair.
20.05.2021 um 15:44 Uhr
Wahl zum DGTF-Vorstand 2021-2024
Bei der Mitgliederversammlung am 8. Mai 2021 fanden Vorstandswahlen statt. Aus dem bisherigen Vorstand stellten sich Michelle Christensen, Sabine Foraita, Bianca Herlo und Axel Vogelsang erneut zur Wahl und wurden in den Vorstand gewählt. Als neue Vorstandsmitglieder begrüßen wir Andrea Augsten, Michaela Büsse, Annika Frye, Markus Köck und Christian Wölfel. Zur 1. Vorsitzenden wurde Bianca Herlo gewählt. Den Mitgliedern des neuen Vorstands wünschen wir für ihre Arbeit alles Gute.

Nach einem langjährigen Engagement für die DGTF verabschieden wir Gesche Joost, Matthias Held, Kora Kimpel, Claudia Mareis und Jesko Fezer als Vorstandsmitglieder. Ihnen möchten wir an dieser Stelle für ihren Einsatz und die Arbeit für die DGTF herzlich danken.
20.05.2021 um 15:39 Uhr
DGTF Annual Conference 2021 | Material Trajectories. Designing with Care | May 2021
Material Trajectories. Designing with Care

17th Annual Conference of the German Society for Design Theory and Research
Cluster of Excellence »Matters of Activity. Image Space Material«
Humboldt-Universität zu Berlin | Weißensee Kunsthochschule Berlin
May 6–8, 2021
materialtrajectories.dgtf.de
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Design is deeply engaged with materials. Yet the attempt to make sense of the properties, composition and behaviour of matter, artefacts and built infrastructures is accompanied by a pressing question: “who is in fact designing?” As highly elaborated and engineered materials in fields like medicine, biotechnology or aerospace develop further, the possibilities as well as challenges in designing (with) materials and their activity become apparent. Simultaneously, matters of existential urgency such as anthropogenic climate change, extractive capitalism, environmental injustice and the quest for resilience call for a response. They demand a grounding in the material itself as a practice of care in order to identify means, develop modes and foster motives for a sustainable future.
Caring, understood as a material engagement and non-normative form of ethical obligation, puts design amidst a variety of situated practices of co-creation in a more-than-human world. This entails asking once again if the designated task of design is just problem solving, innovating, or optimizing. Designing with care required a critical (self-)examination of predominant systems of reference, styles, working methods, forms of knowledge and object cultures in their circulation. Nurturing these commitments is of particular importance for design research and the differentiation of design as a scientific discipline.

The conference will feature keynotes by Wolfgang Schäffner (Director Cluster of Excellence »Matters of Activity« / Department of Cultural History and Theory, Humboldt-Universität zu Berlin) on Thursday evening and by Anupama Kundoo (Potsdam School of Architecture, FH Potsdam / Anupama Kundoo architects) on Friday evening.

We intend to discuss the contribution of design to matters of care through four interlaced strands:

Sympoiesis of Making (May 7, 10:30am–12pm)
Susanne Witzgall, Akademie der Bildenden Künste München: Sympoietic Designing as Ethical Project
Adriana Knouf, tranxxenolab/independent artist, Amsterdam: Facilitating New Relations for the Tranxxeno
Zoe Laughlin, University College London: Performing Materials/Abstracting Stuff: Adventures in Making
Moderator: Léa Perraudin, ExC »Matters of Activity«, HU Berlin

Performative Surfaces (May 7, 1pm–2:30pm)
Mark Miodownik, University College London: Animate Materials
Berit Greinke, Universität der Künste Berlin: As Sensors Unfold
Manuel Kretzer, Dessau Department of Design, Hochschule Anhalt: Materiability / Breathe – Towards a Living Automotive
Roman Kirschner, Zürcher Hochschule der Künste: When Mirrors Metabolize
Moderator: Clemens Winkler, ExC »Matters of Activity«, HU Berlin

Living Matter (May 7, 4pm–5:30pm)
Elvin Karana, Delft University of Technology: Designing Living Artefacts
Ferdinand Ludwig, TU München: Co-Designing with Trees – The Imposition of Uncertainty
Fara Peluso, Speculative Biodesign, Berlin: Design for Future Coexistence
Moderator: Matthias Held, HfG Schwäbisch Gmünd

Designing Resilience (May 8, 10am–11:30am)
Johanna Weggelaar, Atelier Luma, Arles: Atelier Luma, an Undisciplined Laboratory
Sénamé Koffi Agbodjinou, L'Africaine d'Architecture, Lomé: Redefining a New Cosmo-Ethics of the Inhabitation of the World
Joanna Boehnert, Loughborough University: This Economy is Anti-Resilient: Post-Covid Design Economies for Care
Moderator: Michelle Christensen, TU Berlin / Einstein Center Digital Future (ECDF)

The sessions will be accompanied by four project panels that seek to diversify the conversation through the design practices of the DGTF community:

Co-Creation, Sympoiesis, Prototyping (May 7, 2:45pm–3:45pm, parallel session)
Cornelia Gassler, Hochschule Luzern: Inherent Diversity: Co-Creation in Industrial Production and its Qualitative Impact
Khashayar Razghandi, ExC »Matters of Activity«, HU Berlin / MPI of Colloids and Interfaces: Design-Science Studio “Scaling Nature”: from Bio-inspiration to Co-creation
Paula Schuster, FH Potsdam: Prototypes as Co-designers: A Taxonomy of Prototyping
Moderator: Natalija Miodragovic, ExC »Matters of Activity«, HU Berlin

Performative Surfaces, Programmability, Scalability (May 7, 2:45pm–3:45pm, parallel session)
Joanna Dauner, Universität der Künste Berlin: Data physicalization versus data visualization: Displaying Data on »Smart Material Interfaces«
Paula van Brummelen, Weißensee Kunsthochschule Berlin: Embedded Movement. Responsive Shape-Changing Surfaces
Ebba Fransén Waldhör, Maxie Schneider, Weißensee Kunsthochschule Berlin: ADAPTEX. Adaptivity in Textile Solar Shading Membranes Through the Integration of Shape Memory Alloys
Moderator: Iva Resetar, ExC »Matters of Activity«, HU Berlin

Living Matter, Re-Attaching, Speculative Design (May 8, 11:45am–12:45pm, parallel session)
Emile De Visscher, ExC »Matters of Activity«, HU Berlin: We are fluids – a quest to design life forms with electrons
Viola Ahrensfeld, Bauhaus-Universität Weimar: A critical cut into a designed thing. A study of oblique matters of design.
Emilia Tikka, Aalto University and Martin Müller, ExC »Matters of Activity«, HU Berlin: Matters of Care in Synthetic Biology: Xeno-Optimizations, Neglected Natures, Liv(e)able Futures
Moderator: Michaela Büsse, HGK FHNW

Resilience, Sustainability, Tactility (May 8, 11:45am–12:45pm, parallel session)
Lea Schmidt, Hochschule Luzern/TU Dresden: Variety and Mono-Material
Jessica Bulling, HfG Schwäbisch Gmünd: The power of pineapple and co – leather substitutes as sensually perceptible symbol carriers
Isabel Rosa Müggler Zumstein, Hochschule Luzern: Materiality in The Post Digital World: What You See Is Not What You Feel
Moderator: Charlett Wenig, ExC »Matters of Activity«, HU Berlin / MPI of Colloids and Interfaces

Schedule
May 6: 6pm–7:30pm welcome and keynote I / 7:30pm–8:30pm informal hangout
May 7: 9:30am–5:30pm panel sessions / 6:30pm–8pm keynote II / 8pm–9:30pm informal hangout
May 8: 10am–1:15pm panel sessions / 2pm–4pm general assembly (DGTF members only)
May 9: “Design promoviert” colloquium (full-day, not included in the conference)

Conference fees and registration
10€ (students), 30€ (DGTF members), 60€ (non-members)
The conference will be held in English via Zoom.
Please register here

Visit materialtrajectories.dgtf.de for a complete overview of the conference schedule and of the contributors and topics.

DGTF conference co-chairs: Prof. Matthias Held (Schwäbisch-Gmünd), Prof. Kora Kimpel (Berlin), Prof. Dr. Claudia Mareis (Berlin/Basel), Prof. Christiane Sauer (Berlin).
Conference organisation: Léa Perraudin, Clemens Winkler

Deutsche Gesellschaft für Designtheorie und -forschung (DGTF)
Universität der Künste Berlin
Designforschung
Einsteinufer 43
10587 Berlin

Tel: +49 30 8353 58220
E-Mail: mail[at]dgtf.de
Web: www.dgtf.de
15.02.2021 um 13:41 Uhr
DGTF-Tagung 2019
Lechts und Rinks: Eine Auseinandersetzung mit Design, Populismus, neue Rechte und Engagement 16. Jahrestagung der DGTF | 15. – 16. November 2019 | Kunsthochschule Kassel

Wir bitten Sie, sich rechtzeitig zur diesjährigen DGTF-Tagung anzumelden.
Die Anmeldung erfolgt über das ConfTool

Tagungsgebühr:
Regulär 220,00 €
DGTF Mitglieder 120,00 €
PHD / Studierende 40,00 €

Informationen zum Ablauf der Tagung finden Sie hier



Lechts und Rinks: Eine Auseinandersetzung mit Design, Populismus, neue Rechte und Engagement

Das Erstarken neurechter Bewegungen fordert die Designdisziplinen auf bislang ungewohnte Weise heraus. Denn der politische Erfolg der Neuen Rechten gründet sich zu wesentlichen Teilen auf gezielt eingesetzten Gestaltungsleistungen: auf einem effizienten Kommunikationsdesign in den Sozialen Medien; auf der subversiven Ästhetisierung von Protestaktionen; und schließlich auf der gestalterischen Codierung ganzer Räume.
Die diesjährige DGTF-Tagung nimmt diese Entwicklungen zum Anlass, um den Blick auf die Instrumente der eigenen Designdisziplinen zu richten: Was bedeutet es für Gestalterinnen und Gestalter, in einer Gesellschaft tätig zu sein, in der Völkisches und Nationalistisches zeichenhaften Ausdruck erlangen? In der kulturelle Identitäten beschworen, Ethnopluralismus zelebriert und Fremdenhass salonfähig werden? In der sich politische Auseinandersetzungen ideologisch verschärfen – und sich zugleich ästhetisch anverwandeln? Kurzum: Welche (neuen) Aufgaben stellen sich dem Design, wenn avancierte Designlösungen zum Aufstieg rechtspopulistischer Ideologien beitragen?
In fünf Themenblöcke gegliedert, untersucht die Tagung jene Handlungsfelder, in denen die Designpraxis auf Formen politischer Radikalisierungen trifft. Konkret wird die Rolle der Medien, die Aneignung von Räumen, die Funktion von Grafiken und Dingen sowie die Organisation von Interaktionen beleuchtet – um jeweils zu erörtern, in welchem Verhältnis Designpraktiken und neurechte Ideologien stehen. Eingeleitet wird die Tagung durch ein Workshop-Format, in dem Grenzen und Möglichkeiten politischer Designentscheidungen praktisch erforscht werden.

Lechts und Rinks: Design, Populism, New Right and Engagement

The emergence of New Right movements challenge the design disciplines in ways that were previously unfamiliar, because the political success of the New Right is to a large extent based on purposeful design achievements: On efficient communication design in social media; on the subversive aestheticization of protests; and finally, on the creative coding of entire spaces.
This year's DGTF conference takes these developments as an occasion to focus on the instruments of an own design discipline: What does it mean for designers to work in a society in which ethnic and nationalistic symbolic expression is achieved? In which cultural identities are evoked, ethnopluralism celebrated, and xenophobia made socially acceptable? In which political arguments intensify ideologically – and at the same time aesthetically adapt? In short, what (new) roles does design take on when advanced design solutions contribute to the rise of right-wing populist ideologies?
22.05.2019 um 22:46 Uhr
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