Design Didaktik
Diskurs über Lehre hochschulgebundener Gestaltungsausbildung.
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Workshop der Interessengruppe Designdidaktik und Interessierte

Vermittlung von Designtheorie an Hochschulen – ein Erfahrungsaustausch

Zu diesem Thema veranstalten wir zur DGTF-Tagung einen Workshop. Wir möchten dabei u.a. folgende Fragen aufwerfen:
Wie wird Designtheorie an Hochschulen im deutschsprachigen Raum vermittelt?
Was versteht man dort jeweils unter „Designtheorie“?
Welche Lehrformen werden angewandt?
Welche Literatur, welche Materialien werden verwendet?
Wie ist diese Vermittlung in den Curricula verankert?
Welche positiven Erfahrungen gibt es zu berichten?
Gibt es Feedbackschleifen aus den anderen Lehrgebieten der jeweiligen Designausbildungen, von wirtschaftlichen Koopererationspartnern oder aus der beruflichen Praxis der Absolventen? Wenn ja, wie ist das Feedback und wird darauf reagiert?
Wie ist das Lehrpersonal aufgestellt, das Designtheorie vermittelt?
Gibt es eine Nachwuchsförderung von Designtheorielehrern?
Welche Unterstützung im Bereich Designtheorielehre wäre wünschenswert und könnte evtl. mit Hilfe der DGTF erbracht werden?
Nach einer kurzen Begrüßung und Einleitung starten wir den Workshop mit ca. fünf bis acht Kurzstatements aus den Reihen der Teilnehmer. Hierzu bitten wir, uns vorher Bescheid zu geben, wer in ca. 5 Minuten hierzu berichten möchte: entweder aus der Hochschule, in der aktuell gearbeitet wird, oder an der zuletzt gearbeitet oder studiert wurde. Die Statements sollten sich an obigem Fragenkatalog orientieren. Anschließend diskutieren wir über Parallelen und Unterschiede der Hochschulen und evtl. Ländern. Zum Schluss wird der Diskussionsstand festgehalten und als Zusammenfassung den Tagungsteilnehmern zur Verfügung gestellt (evtl. als Kurzreferat).
Ziel ist weder „Designtheorie“ oder einen Standard der Designtheorielehre zu definieren, sondern Anreize zum positiven Gedanken- und Erfahrungsaustausch zu geben und evtl. Aktionsräume für die DGTF aufzuspüren.

Workshopleitung: Prof. Guido Kühn und Dipl. Des. Philip Zerweck
28.06.2011 um 09:19 Uhr
Hallo Design Didaktik Interessierte,

Als Kommunikations-Designerin beschäftige ich mich mit dem Wandel unseres Berufsbildes und mit der Vervielfachung, der an uns herangetragenen Erwartungen, bzw. mit dem Wandel des Design-Bureaus zu einer Service- und Beratungsagentur.

Laut Strukturanalyse „Der Rang des Designs in Bayern 2004“ herausgegeben von der Bayern Design gGmbH, im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie steht bei Designern vor allem Designqualität im Vordergrund. Besonders wichtige Entscheidungskriterien für Unternehmen hingegen sind vor allem kosteneffiziente Lösungen und damit betriebswirtschaftliche Parameter. Eine nutzenbringende Verknüpfung dieser beiden Positionen ist u.a. eine Herausforderung, die Designer in der Zusammenarbeit mit ihren Kunden meistern müssen. Im Idealfall beherrschen sie beide Seiten. Was bedeutet das für die Gestaltungsausbildung?

Die Entwicklung des Hochschulsystems in Deutschland verändert Rahmenbedingungen. Inzwischen findet ein dereguliertes Universitätssystem breite Zustimmung. Die Reform, die Ende der 80er Jahre begann, dann wegen der Wiedervereinigung etwa fünf Jahre auf Eis lag, erfasst seit Mitte der 90er Jahre alle Ebenen: Bund, Länder, Hochschulen. Wesentliche Veränderungen haben stattgefunden:
1. Staat und Hochschule: In Verträgen wird gemeinsam ausgehandelt,
welche Ziele und Aufgaben verfolgt und wie diese finanziert werden sollen (neues Verhältnis).
2. Wettbewerb und Leistungstransparenz: Hochschulranking deckt Unterschiede auf.
3. Macht der Nachfrage: Die Zahl der Studierenden wird wesentliches Kriterium der Mittelzuweisung.
4. Wissenschaftliche Exzellenz: Entpolitisierung führt zu verstärkter Beschäftigung mit Exzellenz.
5. Gestärkte Verantwortung der Einzelperson: Entscheidung der Fakultät oder Hochschule
orientiert sich an wissenschaftsbezogenen Maßstäben.

Diese Veränderungen eröffnen neue Perspektiven für die Gestaltung von Design Studiengängen und von Ausbildungskonzepten. In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen:
1. Was ist der Status quo?
2. Welche Reformen/Veränderungen sind notwendig?
3. Sind unterstützende Maßnahmen erforderlich?
4. Wenn ja, wer kann unterstützende Leistung anbieten und wie müsste diese aussehen?
5. Welches sind die Möglichkeiten und Grenzen dieser Leistung?

Mit diesen Fragen beschäftigte ich mich im Rahmen meiner Master-Thesis: Management Consulting at Faculties of Design - Opportunities and Limitations (Case Study Approach, 2004)
Im Folgenden eine Zusammenfassung der Ergebnisse:
1. Die Notwendigkeit einer professionellen Unterstützung zeigt die Gründung von Organisationen,
die sich auf Hochschulberatung spezialisiert haben.
2. Unternehmensberatungen spielen dabei eine wichtige Rolle.
Beratungsprodukte aus der Wirtschaft werden an die Bedürfnisse der Hochschulen angepasst.
3. Unternehmensberatungen können Reformprozesse erfolgreich unterstützen:
methodische Kompetenz, professionelle Erfahrung, objektive Experten.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist breites Wissen aus dem Hochschulsektor.
4. In welchem Umfang Unternehmensberatungen eingebunden werden,
wird der Wettbewerb unter den Anbietern von Beratungsleistungen zeigen.

In den vergangenen Jahre haben sich Hochschulen angesichts Globalisierung und Internationalisierung (Bologna Prozess) intensiv mit ihrer Positionierung beschäftigt. Von ihnen wurde erwartet, dass sie sich zu zielorientierten, unternehmerisch handelnden Institutionen entwickeln. Die strategische Planung und Profilbildung auf Hochschul- und Fakultätsebene stellte sich als große Herausforderung dar. Im Rahmen des Projekts "Studienreform 2.0" wird die Hochschulrektorenkonferenz u.a. die Gestaltung von Studiengängen an Kunsthochschulen z.B. durch Beratungstätigkeit vermehrt unterstützen.
29.06.2010 um 23:52 Uhr
Ist von Theorie und Forschung im Design die Rede, stellt sich unweigerlich die Frage, wie diese in der Hochschulausbildung an den Nachwuchs vermittelt werden. Schließlich ist die Lehre selbstverständlicher Bestandteil nahezu jeder Stelle, die Wissenschaft und Forschung beinhaltet. Die Beschäftigung mit Theorie und Forschung im Design impliziert quasi die Beschäftigung mit Designdidaktik. Aber wie ist es darüber hinaus um die Designdidaktik in der tertiären Bildung bestellt? Die 2nd Educational Conference der ICSID in Hannover mit ihren zahlreichen Teilnehmern aus 29 Nationen zeigte deutlich, wie nachgefragt ein Austausch über Designausbildung im weitesten Sinne, eben auch jenseits von Theorien und Forschung, ist.

Die Themengruppe Design Didaktik macht es sich daher zur Aufgabe den Diskurs über die Lehre innerhalb der DGTF zu führen. Darüber hinaus planen wir den großen Kreis der Lehrerenden an den Designfakultäten für die DGTF zu interessieren.

Unter anderem werden wir uns folgenden Themenfeldern widmen

- Sammlung und Darstellung der unterschiedlichen Ausbildungskonzepte im tertiären Bildungsbereich.
- Präsentation von Best Practice
- Diskurs über konkrete Fallbeispiele
- Differenzierung der Berufsfelder im Design
- Erfahrungsaustausch zu Hochschulpolitik , -strukturen, -verwaltungen, Gesetzen, dem Bolognaprozess, der Modularisierung, der Qualitätssicherung etc.
- Situation und Ausblick: Bildungswege zum Hochschullehrenden
12.02.2010 um 08:07 Uhr
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