Grundlagen der Designwissenschaft
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‚Wie schaffen wir Designwissenschaft?’ knüpft an die letzte feature discussion ‚Vier Positionen zur Designwissenschaft’ an, die am 27.01.2011 stattfand, und an folgenden Stellen archiviert ist:

http://www.designresearchnetwork.org/drn/content/feature-diskussion-vier-positionen-zur-designwissenschaft-%28teil-1%29
http://www.designresearchnetwork.org/drn/content/feature-diskussion-vier-positionen-zur-designwissenschaft-%28teil-2%29
http://www.designresearchnetwork.org/drn/content/feature-diskussion-vier-positionen-zur-designwissenschaft-%28teil-3%29-wrap

‚Vier Positionen zur Designwissenschaft’ kreiste um Definition und Bedeutungen sowohl von Designwissenschaft (DW), als auch von Design selbst. Diskutiert wurden Beiträge, Absichten, Ausprägungen, Inhalte und Aufgaben von DW. All dies stand in unmittelbarem Zusammenhang mit der Frage nach möglichen Formen und Formaten von DW. Eine Reihe von Analogien wurden dabei verwendet: DW in Anlehnung an Medizinwissenschaft (Wolfgang Jonas, June Park), Theater-, Literatur- oder Kunstwissenschaft (Rainer Funke), Biologie (Stephen Rust). Letztlich führte die Diskussion weder zu einer Synthese der unterschiedlichen Positionen, noch schien diese explizit erwünscht zu sein. Verständlich, angesichts der frühen Phase in der sich Designwissenschaft und die Debatte darum befinden! Vielmehr verstand man sich darauf, den Diskurs vorerst weiter vertiefen zu müssen, was nun in der kommenden feature discussion geschen soll. Bauen wir also auf den bisherigen Diskurs auf und fragen ‚Wie schaffen wir Designwissenschaft?’! In dieser feature discussion konzentrieren wir uns zu diesem Zwecke auf eine Reihe von spezifischen Fragen, die sich aus der letzten Diskussionsrunde ergeben haben.

Ziel ist es, einen leichten Zugang zum Diskurs über die Grundlagen und die Natur von Designwissenschaft im deutschsprachigen Raum zu geben. Die Online-Diskussion baut auf der Publikation auf und beabsichtigt, diese Debatte fortzusetzen. Drei Autoren werden zusammen mit einem geladenen Gast dazu beitragen. Die Diskussion ist außerdem offen für alle interessierten Teilnehmer.

Diskutanten:
Dipl.-Des. Tom Bieling, UdK Berlin
Dipl.-Des. Katharina Bredies, UdK Berlin
Prof. Dr. Sabine Foraita, HAWK Hildesheim
Prof. Dr. Gavin Melles, Swinburne University of Technology
Dipl.-Psych. Stephen Rust, Braunschweig
Prof. Dr. Susann Vihma, Aalto University

Moderatoren:
Dr. Rosan Chow, UdK Berlin
Prof. Dr. Leif Ostman, Novia University of Applied Sciences
Prof. Dr. June H. Park, Kiel

Program 12.04.2011
10:00 Begin
10:00-11:30 Teil 1: Wie ließe sich DW etablieren, trotz oder gerade wegen ihrer unterschiedlichen Positionen in Bezug auf Ziel, Form(at) und Gegenstand?
11:30-13:00 Teil 2: Was sind die notwendigen Schritte, damit Designwissenschaft eine Zukunft hat?
13:00-14:00 Mittagspause
14:00-15:30 Teil 3: Wie müsste DW organisiert und wer muss hierzu mit einbezogen werden?
15:30-16:30 Kaffee Pause
16:30-17:00 Nachbereitung

Organisatoren: Dr. Rosan Chow, DGTF Themengruppe ‚Grundlagen der Designwissenschaft’ und Dipl. Design Tom Bieling, DRNetwork.
Grundlagen der Designwissenschaft ist eine Themengruppe innerhalb der DGTF mit dem Ziel, zur Etablierung der Designwissenschaft im deutschsprachigen Raum beizutragen (www.dgtf.de)
DRNetwork ist eine Online-Plattform für Designstudenten, die 2007 gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, junge Designforschende dazu zu ermutigen, aktiv zur Entwicklung der Designforschung beizutragen.

Mach mit bei der Diskussion auf www.designresearchnetwork.org !
Online-Zugriff auf die Publikation‘Positionen der Designwissenschaft' auf
www.uni-kassel.de/upress/publi/abstract.php?978-3-89958-876-7
28.03.2011 um 15:07 Uhr
Die Online-Diskussion baut auf der Publikation 'Positionen zur Designwissenschaft' auf und beabsichtigt, diese Debatte fortzusetzen.

‚Positionen zur Designwissenschaft’ ist eine gemeinsame Publikation der DGTF, des Designlabors der FH Lübeck und der Universität Kassel. In dem von Prof. Dr. Felicidad Romero-Tejedor und Prof. Dr. Wolfgang Jonas herausgegebenen Band stellen 27 Autoren ihre Ideen und Perspektiven vor. Ihr Ziel ist es, einen leichten Zugang zum Diskurs über die Grundlagen und die Natur von Designwissenschaft im deutschsprachigen Raum zu geben. Die Online-Diskussion baut auf der Publikation auf und beabsichtigt, diese Debatte fortzusetzen. Vier Autoren werden zusammen mit einem geladenen Gast dazu beitragen. Die Diskussion ist außerdem offen für alle interessierten Teilnehmer.

Hauptdiskutanten:
Prof. Dr. Rainer Funke, FH Potsdam
Prof. Dr. habil. Wolfgang Jonas, HBK Braunschweig
Prof. Dr. June H. Park, Muthesius KH Kiel
Dipl.-Psych. Stephen Rust

Gastdiskutanten:
Dipl.-Design Sandra Groll, HfG Offenbach
Dipl.-Design Markus Köck, HBK Saar
Prof. Dr. Leif Ostman, Novia University of Applied Sciences

Program 27.01.2011
10:00 Begin
10:00-12:00 Diskussionen
12:00-13:00 Mittag Pause
13:00-15:00 Diskussionen
15:00-16:00 Kaffee Pause
16:00-17:00 Nachbereitung

Organisatoren: Dr. Rosan Chow, DGTF Themengruppe ‚Grundlagen der Designwissenschaft’ und Dipl. Design Katharina Bredies, DRNetwork

GdD ist eine Themengruppe innerhalb der DGTF mit dem Ziel, zur Etablierung der Designwissenschaft im deutschsprachigen Raum beizutragen (www.dgtf.de)

DRNetwork ist eine Online-Plattform für Designstudenten, die 2007 gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, junge Designforschende dazu zu ermutigen, aktiv zur Entwicklung der Designforschung beizutragen.

Mach mit bei der Diskussion auf www.designresearchnetwork.org

Online-Zugriff auf die Publikation‘Positionen der Designwissenschaft' auf
www.uni-kassel.de/upress/publi/abstract.php?978-3-89958-876-7
24.01.2011 um 15:38 Uhr
NEUERSCHEINUNG: Positionen zur Designwissenschaft
Felicidad Romero-Tejedor, Wolfgang Jonas (Hrsg.)
Eine Publikation der DGTF, des Designlabors der FH Lübeck und der Universität Kassel

kassel university press 2010
http://www.upress.uni-kassel.de/publi/abstract.php?978-3-89958-876-7

In der kassel university press ist das Buch "Positionen zur Designwissenschaft" erschienen. Der Band ging aus einem Projekt der Arbeitsgruppe »Grundlagen der Designwissenschaft« der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung (DGTF) hervor und steht Ihnen als PDF-Datei kostenlos hier zur Verfügung:
http://www.upress.uni-kassel.de/online/frei/978-3-89958-876-7.volltext.frei.pdf

Das Buch soll einige Aspekte des Für und Wider der Designwissenschaft erörtern und richtet sich an alle, die bezüglich der behandelten Themen nach Orientierung suchen. Die vorliegende Sammlung bietet eine Momentaufnahme des Zustands der deutschsprachigen Designwissenschaft.

Inhaltsangabe, Bestellmöglichkeiten und weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Verlags:
http://www.upress.uni-kassel.de/publi/abstract.php?978-3-89958-876-7


15.06.2010 um 18:30 Uhr
Kongress-Termin: 12. bis 16. Oktober 2011 an der Universität Potsdam
Verkängerte Frist für die Einreichung des Vortrags-Abstract ist der 31. Dezember 2010.

Call for Papers der Sektion Design für den Semiotik-Kongress 2011

Die Sektion Design wird das Rahmen-Thema 13. Internationaler Kongress der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) „Repräsentation - Virtualität - Praxis" in 2011 unter spezifischer Perspektive zur Diskussion stellen:

Intra-, inter- oder trans-disziplinärer Perspektiven auf Entwurf und Implementierung von ästhetischer, ökonomischer und moralischer Lebenswelt.

Eine fach-übergreifende Beteiligung liegt bereits in der Natur dieses Zuganges. Daher laden wir hiermit Referenten und Forscher aus den unterschiedlichsten Bereichen von lebensweltlicher Gestaltung ein, sich an der Sektion Design zu beteiligen. Wir kooperieren beim Kongress mit der Sektion Wirtschaft der DGS.

System-Design wird dabei strukturell als identisch mit System-Therapie beschrieben. Die verwendeten Begriffe für einzelne Semantiken wie Management, Therapie oder Design sind historisch zufällig. Wir könnten allgemein von "postheroischem System-Design" (in Anlehnung als das "postheroische Management" bei Dirk Baecker) sprechen.

Im Vorfeld erscheinen uns drei Schwerpunkte als besonders interessant, welche aber nicht als Beschränkung zu lesen sind, sondern als Anregung aufzufassen sein mögen.

1. Thematischer Schwerpunkt:

Design kann unabhängig von historisch zufälligen Semantiken definiert werden als strategische Intervention, deren Ziel in einer bewussten Überwindung der Differenz zwischen einem Ist-Wert und einem Soll-Wert besteht. Somit sind auch die Bereiche Therapie, Pädagogik und Management systemisch betrachtet Design-Disziplinen, und umgekehrt. Der systemsemiotische Ansatz erlaubt die Unterscheidung von intra-, inter- und trans-disziplinärem Design. Diese befassen sich mit verschiedenen Arten von Ist-Soll-Differenzen, die jeweils als die zu beseitigende Sub-Optimalität aufgefasst wird. Behandelt nun die intra-disziplinäre Sicht nur syntaktische Differenzen eines definierten Codes? Sind inter-disziplinäre Designer als eine Art von Übersetzern zu begreifen, die ein Interface von einer Semantik zu einer andere entwerfen? Können nur trans-disziplinäre Designer die pragmatischen Probleme thematisieren, welche in der normativen Natur der Soll-Werte und deren Legitimation bestehen?

2. Thematischer Schwerpunkt:

System-Design vereinigt als systemische Designwissenschaft notwendigerweise Aspekte von Ressourcen-Ökonomie, Gestaltungs-Moral und Rezeptions-Ästhetik. Aus dieser Sicht macht es durchaus Sinn den disziplin-übergreifenden Blick zu wagen. Dies geschieht in jüngerer Zeit auch vermehrt. So ist die „Glücksökonomie" aus einer Verknüpfung von wirtschaftswissenschaftlichen und sozialpsychologischen Perspektiven entstanden. Dass auch Ästhetik und Ressourcen-Ökonomie eine fruchtbare Verbindung auf empirischem Boden eingehen können, zeigt etwa der neue Ansatz der „Integrativen Ästhetik". Und nicht zuletzt ist die Tradition von Bauhaus und Hochschule für Gestaltung Ulm zu erwähnen, welche die Trennung von Kunst und Design sowie von politischer und ästhetischer Lebenswelt zu überwinden trachteten. Welche Probleme sind hiermit verbunden? Sind diese auf das damit notwendige Abstraktions-Niveau und damit einhergehende Virtualisierung zurückzuführen? Welche methodischen Ansätze für Analyse, Entwurf und Implementierung eines ästhetisch, ökonomisch und ethisch reflektierten „guten Lebens" sind möglich? Und woran würden wir es erkennen, wie nahe wir diesem Ziel gerade sind?

3. Thematischer Schwerpunkt:

Design muss sich vor einer Komplizenschaft mit den Mächtigen (wie der Kulturindustrie) vorsehen. Designer müssen sich die Welt so zurichten, dass sie laufend nachgefragt werden. Probleme dürfen demnach nicht gelöst und Bedürfnisse nicht wirklich befriedigt werden, vielmehr müssen sie virulent bleiben, um die Suchtstruktur zu erzeugen, von der das Wirtschaftssystem und auch der Designer lebt. Nur wer im Unglück lebt, ist empfänglich für Glücksversprechen. Ziel der Kulturindustrie ist daher nicht das Glück der

Menschen, sondern ein permanentes Glücksversprechen, das durch immer neue Produkte zu Geld gemacht wird. Wenn die Gesellschaft als Ganzes zum Design-Problem wird, kommen wir um die Frage nach strukturellen Problemen nicht herum: Woran ist ein krankes System eigentlich erkennbar? Gibt die Designtheorie eine Antwort auf die sozialpathologische Dynamik?


Hinweise zur Gestaltung des Abstract:

Das Abstract kann auf Englisch oder Deutsch eingereicht werden. Es sollte nicht länger als eine DIN-A4-Seite sein (etwa 300 Wörter) und neben dem Titel der Präsentation und fünf inhalts-charakterisierenden Stichwörtern (Keywords) den Namen, die wissenschaftliche Institution und die E-Mail-Adresse des Teilnehmers enthalten. Die Dauer der Präsentation sollte 30 Minuten (+ 15 Minuten Diskussion und technischer Aufbau) nicht überschreiten.

Termin und Kontakt:

Frist für die Einreichung des Vortrags-Abstract ist der 30. September 2010.
Bitte per eMail an einen der beiden Beiräte, welche die Sektion Design in der DGS leiten:
Klaus Schwarzfischer ks@indukt.de
Thomas Friedrich t.friedrich@hs-mannheim.de
Die Benachrichtigung über die Annahme des Beitrages erfolgt bis zum 31. Oktober 2010.

Es ist geplant, die Beiträge der Sektion Design als Buch zu publizieren, das bereits zum Kongress erscheint. Die Volltext-Version des Vortrages (bis zu ca. 5.000 Wörter) ist dann bis 31. Dezember 2010 einzureichen, wenn der Beitrag im Buch erscheinen soll. (Die Akzeptanz des Kongress-Vortrages ist davon nicht unmittelbar betroffen. Aber eine komplette Buch-Fassung erscheint uns wünschenswert.)

Lektüre-Empfehlungen im Vorfeld:

Schwarzfischer, Klaus (2010): Transdisziplinäres Design: Design als Intervention und System-Therapie. (Was verbindet jede Gestaltung in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Politik sowie Gesundheit?) Regensburg: InCodes Verlag.

Friedrich, Thomas & Schwarzfischer, Klaus (Hrsg.) (2008): Wirklichkeit als Design-Problem. Zum Verhältnis von Ästhetik, Ökonomik und Ethik. Würzburg: Ergon Verlag.

Boland, Richard J. jr. & Collopy, Fred (2004): Managing as Designing. Stanford: Stanford Univ. Press.
21.05.2010 um 08:57 Uhr
Hallo zusammen,
ich habe via dem Max-Planck-Institut einen Link erhalten zur Website der Potsdamer Arbeitsstelle für "Kleine Fächer". Mit "kleinen Fächern" sind solche Fächer gemeint, die an deutschen Universitäten wenig bis selten vorkommen. Wen erstaunt es: Design und/oder Designwissenschaft fehlen in dieser Liste wieder einmal gänzlich…
Die Arbeitsstelle bittet allerdings gezielt um Ergänzungen und Anmerkungen an, falls ein Fach fehlen sollte. Dies sollte für das Design/Designwissenschaft getan werden. Als Schweizerin kenne ich mich dazu in der deutschen Hochschullandschaft allerdings zu wenig gut aus, als dass ich dies korrekt und lückelnlos wiedergeben könnte. Vielleicht hat jemand von Euch Zeit und Interesse dies zu tun?

Hier ist der Link zur Site:
http://www.kleinefaecher.de/html/kartierung3_neu.php

Mit besten Grüssen, Claudia Mareis
22.01.2010 um 14:49 Uhr
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