Teilnehmer von Lübeck bis Wien beim 13. Kolloquium Design promoviert in Saarbrücken
Knapp über 20 im Bereich Design Promovierende und Promotions-Interessierte trafen sich am 30. Mai 2015 im Dachatelier der HBK Saar, um in einer anregenden Atmosphäre über fünf Promotionsvorhaben und zwei übergeordnete Vorträge zu diskutieren.

Begleitet wurden sie von Prof. Rolf Sachsse, der Designtheorie in Saarbrücken lehrt und Prof. Hartmut Wagner, der dort als Rechtsphilosoph die Gebiete Philosophie, Ästhetik und Urheberrecht vertritt.

Der Vormittag begann mit einer Mini-Vorlesung von Helga Aichmaier (Wien), die kurzweilig den Prozess der Suche nach der passenden Forschungsmethode am Beispiel ihres eigenen Dissertationsvorhabens explizierte.

Die anschließenden drei Promotionsvorhaben beschäftigen sich mit Typografie und Trauma (Eva Erber, Wien), einer vergleichenden Analyse visueller und akustischer Rhythmen (Daniel Müller, Basel) und neuen Ausstellungsstrategien für Literaturausstellungen (Vanessa Zeissig, Lübeck).

Nach dem Mittagessen eröffnete als Gast Prof. Oliver Ruf (Furtwangen), der - Eulen nach Athen tragend - ein Plädoyer für Promotionsvorhaben im Design hielt und einen Rundumschlag von den Hierarchien in Academia bis zu einem dreistufigen Vorschlag für Promotionsvorhaben vorstellte.

Am kontroversesten diskutiert wurden seine Ideen eines verpflichtenden Literaturkanons und eines praktischen Promotionsteils - die Vorstellungen darüber, was eine Promotion im Design beinhalten sollte und was nicht, sind sehr vielfältig; wie sich die Linien in den kommenden Jahren formieren, wird spannend zu beobachten bleiben und unser aller tätige Mitarbeit erfordern.

Danach hatten die Bühne der Erstsemester-Unterricht an Gestaltungs-Hochschulen (Angela Clemens, München) und die Automatisierung des Alltags in Verbindung mit dem User Experience-Design (Holger Klapperich, Essen)

Alle vorgestellten Projekte riefen rege, konstruktive Diskussionen hervor. Der Nachmittag klang aus mit einer launigen Hochschulführung von Rolf Sachsse, der die Klassen, Labors und Lehrgebiete im barocken Hauptgebäude und den umliegenden Pavillons aus den späten Vierzigern vorstellte.

Die Organisatoren seitens der DGTF, Sven Quadflieg und Markus Köck, waren mit dem Verlauf mehr als zufrieden und freuen sich schon auf das nächste Kolloquium Design promoviert in Potsdam am 18. Oktober 2015, im Anschluss an die nächste Jahrestagung.
08.06.2015 um 13:19 Uhr

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