chrysalis gemini
CHRYSALIS GEMINI ist ein Designszenario für den gestalterischen Umgang mit self-healing materials. Diese neu entwickelten Materialien sind mit der Fähigkeit ausgestattet Brüche im Material selbst ständig auszugleichen ähnlich der Narbenbildung der Haut. Während die Forschung an diesen Materialien meist auf technische Anwendungen abzielt, stellen wir uns die Frage wie die Interaktion mit diesen in einem alltäglichen Kontext das Verhältnis zur Materialität wandeln mag.

Eine simple Schale dient als Prototyp, Projektionsfläche und Visualisierung dieser Entwicklung. In diesem Szenario gestalten wir nicht die Form der Schale, sondern das Material. Neben der Fähigkeit Brüche auszugleichen, schlagen wir die Entwicklung eines „Narben-Materials“ vor, das zusätzlich die Fähigkeit besitzt, Farbe und Geschmack der darin servierten Dinge zu absorbieren. Die Narbe entwickelt ein sinnliches Gedächtnis, vergleichbar mit der Patina traditioneller Teekannen. Die Gestaltung des Materials ist somit keine abgeschlossene Setzung, sondern die Entwicklung möglicher Variablen, die sich im Prozess von Nutzung und Umgang entfalten.

Inspiriert ist diese Auseinandersetzung durch das japanische Kunsthandwerk kintsugi. Hier wird gebrochenes Porzellan mit Goldnähten repariert. Diese Aufwertung der individuellen Brüche ist Ausgangspunkt unserer Arbeit und Fragestellung: Wie kann die Gestaltung und Integration neuer Materialien das Verhältnis zwischen Mensch und Ding verändern? Welche Potenziale schlummern hier?

Durch die Entwicklung eines Designszenarios, das wir in Bildern und prototypischen Annäherungen fassen, nähern wir uns dieser Fragestellung im Austausch mit theoretischen Betrachtungen.

LINKS:

http://alice-rzezonka.de/material-flux/
http://artes.ucp.pt/citarj/article/view/217

Das Projekt Chrysalis Gemini wurde im Rahmen der DGTF Jahrestagung 2016 durch Agustina Andreoletti (Designerin & Postgraduierte Studentin Kunsthochschule für Medien Köln) und Alice Rzezonka (wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promoventin Fakultät Kunst und Design
Bergische Universität Wuppertal) im PECHA KUCHA Format vorgestellt.

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