Design Migration
Design von integrationsfördernden Maßnahmen für Asylbewerber am Beispiel des Konzeptes für eine Soziale Skulptur Grandhotel Cosmopolis in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Augsburg: Wie kann Design in Veränderungsprozessen als Katalysator wirken?

Einführung:
Die Sozialwirtschaft leistet einen wesentlichen Beitrag zur volkswirtschaftlichen Wertschöpfung. Sie schafft Arbeitsplätze und führt zu sozialer Sicherheit, die auf Dauer den sozialen Frieden ermöglicht. Von der Kindheit bis ins Alter bietet sie Hilfe und Unterstützung für Menschen in sozialen Notlagen. Asylbewerber leben am Rand unserer Gesellschaft mit wenig Möglichkeiten zu Integration und eigenverantwortlicher Lebensgestaltung. Mit der Sozialen Skulptur1 Grandhotel Cosmopolis werden ganz neue Wege eingeschlagen. Durch eine gemischte Belegung und gleichberechtigte Bewohnerschaft mit Künstlern und anderen Gruppen sollen Grenzen und Unterschiede überwunden werden, so dass Flüchtlinge und Asylsuchende aus der Isolation heraustreten. Das Konzept wurde nominiert für folgende
Preise: Act for Impact der SE Akademie, Zukunftspreis der Stadt Augsburg, Bürgerpreis des Bayerischen Landtags. Das Projekt erhält seit Oktober 2012 von startsocial e.V. ein Beratungsstipendium und wird am 9. November 2012 mit dem Hauptpreis „miteinander“ des BR ausgezeichnet.

Studie:
Roger Martin, Rotman School of Management3 fordert, dass Unternehmer lernen sollen, wie Designer zu denken. Somit können Designer zu Vorbildern in Prozessen der Umgestaltung und Veränderung werden. Gefragt sind „Designunternehmer“, die in einem intensiven Diskurs „Kunststücke“ entwickeln: „Strategy as Design“. Die Studie soll am Beispiel Soziale Skulptur Grandhotel Cosmopolis zeigen, wie Design in Veränderungsprozessen als Katalysator wirken kann und wie Gestalter für sich in Anspruch nehmen können, zukünftige Bedürfnisse bzw. die Festlegung neuer Spielregeln zu befriedigen. Die Untersuchungen erfolgen im Rahmen der Praxis des partizipatorischen Gestaltens.

Methode:
Zur Beantwortung der Forschungsfrage wird der induktive Ansatz gewählt und entsprechend qualitativ geforscht. Vom Einzelfall werden allgemeingültige Aussagen abgeleitet, „ ... to study the way organisations, groups and individuals behave and interact.“4
Im ersten Teil werden Maßnahmen der Flüchtlingsunterbringung und das Design im Bereich der Integrationsförderung analysiert und bewertet. Im zweiten Teil wird das Projekt Grandhotel Cosmopolis analysiert. Die Datensammlung erfolgt über Primär- und Sekundärquellen (Beteiligte Interessengruppen, Print, Audiovisuelle Medien, Social Media). Im dritten Teil werden die ermittelten Ergebnisse zu einem Beratungsprodukt gebündelt.

Ergebnis:
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen abschließend zu allgemeinen Empfehlungen in Form
eines neuartigen Lösungsansatzes (Beratungsprodukt) für die Entwicklung und Einführung von Service- Design-Produkten für Social Entrepreneurs verdichtet werden.

Waltraud Lassner, 09.11.2012 Diplom Designer (FH) / MBA International Management Consulting

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