Entwerfen von dokumentarischen Bildern
Der Status fotografischen Entwerfens wird bei der Untersuchung des Bildkonzepts dokumentarischer Fotografie öffentlicher Plätze analysiert. Zu den Charakteristika gehören
eine unterstellte Zurücknahme von Autorschaft und die Annahme einer Authentizität
gegenüber dem dargestellten Ereignis, das sich in den Entwurfsstrategien widerspiegelt.
Der Begriff des «Dokumentarisches Bildes» bewegt sich dabei in einem heterogenen Spannungsfeld. Welche Möglichkeiten bietet ein fotografisches Entwerfen um ein Konzept des
Dokumentarischen ausgewählter

Um Wissen über die Bedeutung dokumentarischer Bilder aus Sicht der Bildpraxis zu
gewinnen, werden Methoden der Bildanalyse und des Practice-Led Iconic Research kombiniert. Einerseits entsteht mithilfe künstlerischer Bilder eine Systematik bestehender
Entwurfsstrategien dokumentarischer Bilder. Andererseits wird ein eigenes Entwurfskonzept
zum dokumentarischen Bild öffentlicher Plätze erarbeitet, das durch die Gegenüberstellung der Entwurfsserien ermöglicht zu unterscheiden und zu kritisieren um schließlich eine dichte Beschreibung vorliegender bildlicher Phänomene zu erlangen.

Fotografisches Entwerfen wird in Analogie zu Praktiken aus der Malerei oder Zeichnung
verstanden, allerdings muss seine Bedeutung ausgehend von Flussers Schriften
und künstlerischer Untersuchungen weiterentwickelt werden. Die Exploration
eines fotodokumentarische Bildkonzept ausgewählter öffentlicher Plätze besteht
aus spezifischen Entwurfsstrategien, die u. a. auf unbewusster Ebene beeinflussen.
Folgende wurden bisher untersucht: Aufsicht, Panorama, Totale, frontale Aufnahme und
eine hohe Tiefenschärfe.

Das Projekt wird aktuell von Helga Aichmaier als Dissertation an der Kunstuniversität Linz bearbeitet.

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