19. und 20. März 2010 im Museum für Angewandte Kunst Frankfurt a. M.
Gesellschaft für Designgeschichte e. V.
Informationen zur Anmeldung finden Sie hier:
http://www.gfdg.org/home/nachricht/2010-02-23-11-08-43/
Nicht erst seit der aktuellen, globalen Wirtschaftskrise hat ein neues Nachdenken über unsere Produkt- und Kommunikationswelten eingesetzt. Das von Deregulierung und Privatisierung bestimmte neo-liberale Paradigma einer weltweiten Universal-Ökonomisierung zeigt systembedingte Schwächen.
Das Überangebot an Produkten scheint einem Bedürfnis nach einer neuen Funktionalität, Rationalität und Ressourcenbewahrung gewichen zu sein. Nach einer Phase der Sinnverneinung stellt sich allerorten die Frage nach einer notwendigen neuen Ethik oder zumindest nach einer pragmatischen Wertevereinbarung. Die zunehmende Wertschätzung von Designern wie Jasper Morrison, Naoto Fukasawa oder Jonathan Ive zeige einen Kult des Einfachen und Funktionalen.
Das wirft ein neues Licht auf die Funktionalismus-Diskussion, wie sie vor allem im deutschsprachigen Raum seit dem Ende des 19. Jahrhunderts geführt wurde. Welche Versprechen der „Moderne“ sind heute noch oder wieder aktuell, welche nach wie vor unerfüllt oder aber obsolet? Wie definiert sich eine sowohl ästhetische wie soziale und funktionale Haltung zu den Dingen im 21. Jahrhundert? Welche Dinge braucht der Mensch überhaupt und wie sollten sie beschaffen sein? Wird es nach der so genannten Zweiten Moderne vielleicht noch eine Dritte Moderne geben, die sich nach der Orientierung auf die emotionalen und semantischen Qualitäten noch einmal mit den Parametern einer industriellen und nun auch vor allem wissensorientierten Epoche von Grund auf neu beschäftigt?
Tagungsprogramm
Neo-Funktionalismus?
Freitag, 19. März 2010
12:00 bis 13:00 Uhr - Registrierung
13:00 Uhr - Prof. Dr. Siegfried Gronert
Vorsitzender GfDg / Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung
Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema
13:30 Uhr - Ute Poerschke, Ph.D.
LEED A.P. / Associate Professor of Architecture, The Pennsylvania State University
Portalvortrag: "Funktion und Leben. Diskurse über Gestaltung in den 1920er Jahren"
14:15 bis 14:30 Uhr - Pause
14:30 Uhr - Prof. Dr. Klaus Klemp
Ausstellungsleiter Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt a.M.
"Dieter Rams und das Deutsche Design nach 1945"
15:30 bis 16:00 Uhr - Pause
16:00 Uhr - Kurzvorträge (15 Minuten) zum Tagungsthema (Call for papers)
Prof. David Oswald, Hochschule Bremen
"Funktionen digitaler Produkte und der Mythos von der Intuition"
16:30 Uhr - Zusammenfassung des ersten Tages
16:45 Uhr - Prof. Dr. Volker Fischer: Führung durch die Designsammlung des Museums
19:00 Uhr - gemeinsames Abendessen im „Zum Feuerrädchen“
Samstag, 20. März
Wer könnte besser Auskunft über den aktuellen Stand der Gestaltungshaltungen geben als die Gestalter selbst? Der zweite Tag der Tagung soll daher Designer in den Mittelpunkt stellen, die durch das Auditorium auch umfangreich befragt werden können. Gewissermaßen eine aktuelle Quellensammlung am lebenden Subjekt. Den Abschluss des zweiten Tages soll ein gemeinsames Gespräch der Historiker und Gestalter bilden.
„Gestaltung ist Haltung“ – hat die Funktion wieder eine Zukunft? Statements praktizierender Gestalter und moderierte Fragerunden.
9:00 bis 9:30 - Sophie Lovell, Deutschlandredakteurin „Wallpaper“, Berlin
9:30 bis10:00 - Olaf Barski, Produktgestalter, Barski Design, Frankfurt am Main
10:30 bis 11:00 - Pause
11:00 bis 11:30 - Prof. Dr. h.c Erik Spiekermann, Typograf und Berater, Berlin, London, San Francisco
11:30 bis 12:00 - Andreas Haug, PHOENIXDESIGN, Stuttgart
12:00 bis 12:30 - Abschlussdiskussion
12:30 bis 13:30 - Pause mit Catering im Museum
13:30 bis 14:30 - Mitgliederversammlung
http://www.gfdg.org/home/
Gesellschaft für Designgeschichte e. V.
Informationen zur Anmeldung finden Sie hier:
http://www.gfdg.org/home/nachricht/2010-02-23-11-08-43/
Nicht erst seit der aktuellen, globalen Wirtschaftskrise hat ein neues Nachdenken über unsere Produkt- und Kommunikationswelten eingesetzt. Das von Deregulierung und Privatisierung bestimmte neo-liberale Paradigma einer weltweiten Universal-Ökonomisierung zeigt systembedingte Schwächen.
Das Überangebot an Produkten scheint einem Bedürfnis nach einer neuen Funktionalität, Rationalität und Ressourcenbewahrung gewichen zu sein. Nach einer Phase der Sinnverneinung stellt sich allerorten die Frage nach einer notwendigen neuen Ethik oder zumindest nach einer pragmatischen Wertevereinbarung. Die zunehmende Wertschätzung von Designern wie Jasper Morrison, Naoto Fukasawa oder Jonathan Ive zeige einen Kult des Einfachen und Funktionalen.
Das wirft ein neues Licht auf die Funktionalismus-Diskussion, wie sie vor allem im deutschsprachigen Raum seit dem Ende des 19. Jahrhunderts geführt wurde. Welche Versprechen der „Moderne“ sind heute noch oder wieder aktuell, welche nach wie vor unerfüllt oder aber obsolet? Wie definiert sich eine sowohl ästhetische wie soziale und funktionale Haltung zu den Dingen im 21. Jahrhundert? Welche Dinge braucht der Mensch überhaupt und wie sollten sie beschaffen sein? Wird es nach der so genannten Zweiten Moderne vielleicht noch eine Dritte Moderne geben, die sich nach der Orientierung auf die emotionalen und semantischen Qualitäten noch einmal mit den Parametern einer industriellen und nun auch vor allem wissensorientierten Epoche von Grund auf neu beschäftigt?
Tagungsprogramm
Neo-Funktionalismus?
Freitag, 19. März 2010
12:00 bis 13:00 Uhr - Registrierung
13:00 Uhr - Prof. Dr. Siegfried Gronert
Vorsitzender GfDg / Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung
Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema
13:30 Uhr - Ute Poerschke, Ph.D.
LEED A.P. / Associate Professor of Architecture, The Pennsylvania State University
Portalvortrag: "Funktion und Leben. Diskurse über Gestaltung in den 1920er Jahren"
14:15 bis 14:30 Uhr - Pause
14:30 Uhr - Prof. Dr. Klaus Klemp
Ausstellungsleiter Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt a.M.
"Dieter Rams und das Deutsche Design nach 1945"
15:30 bis 16:00 Uhr - Pause
16:00 Uhr - Kurzvorträge (15 Minuten) zum Tagungsthema (Call for papers)
Prof. David Oswald, Hochschule Bremen
"Funktionen digitaler Produkte und der Mythos von der Intuition"
16:30 Uhr - Zusammenfassung des ersten Tages
16:45 Uhr - Prof. Dr. Volker Fischer: Führung durch die Designsammlung des Museums
19:00 Uhr - gemeinsames Abendessen im „Zum Feuerrädchen“
Samstag, 20. März
Wer könnte besser Auskunft über den aktuellen Stand der Gestaltungshaltungen geben als die Gestalter selbst? Der zweite Tag der Tagung soll daher Designer in den Mittelpunkt stellen, die durch das Auditorium auch umfangreich befragt werden können. Gewissermaßen eine aktuelle Quellensammlung am lebenden Subjekt. Den Abschluss des zweiten Tages soll ein gemeinsames Gespräch der Historiker und Gestalter bilden.
„Gestaltung ist Haltung“ – hat die Funktion wieder eine Zukunft? Statements praktizierender Gestalter und moderierte Fragerunden.
9:00 bis 9:30 - Sophie Lovell, Deutschlandredakteurin „Wallpaper“, Berlin
9:30 bis10:00 - Olaf Barski, Produktgestalter, Barski Design, Frankfurt am Main
10:30 bis 11:00 - Pause
11:00 bis 11:30 - Prof. Dr. h.c Erik Spiekermann, Typograf und Berater, Berlin, London, San Francisco
11:30 bis 12:00 - Andreas Haug, PHOENIXDESIGN, Stuttgart
12:00 bis 12:30 - Abschlussdiskussion
12:30 bis 13:30 - Pause mit Catering im Museum
13:30 bis 14:30 - Mitgliederversammlung
http://www.gfdg.org/home/