
Werner Graeff und Max Burchartz am Bauhaus
20. Februar–18. April 2010
Eine Ausstellung des Fachgebietes Kunst- und Designgeschichte der Bergischen Universität Wuppertal im Meisterhaus Kandinsky/Klee der Stadt Dessau-Roßlau, Ebertallee 69/71, 06846 Dessau-Roßlau
http://www.meisterhaeuser.de
Eröffnung
19.02.2010 um 19.00 Uhr
Es sprechen
Prof. Philipp Oswalt, Leiter der Stiftung Bauhaus Dessau,
Gerhard Lambrecht, Leiter Amt für Kultur und Sport Dessau-Roßlau,
Prof. Dr. Gerda Breuer, Bergische Universität Wuppertal
Zur Ausstellung erscheinen im JOVIS Verlag zwei Titel:
Max Burchartz
1887–1961
Künstler Typograf Pädagoge
Gerda Breuer (Hg.)
Der Universalist Max Burchartz zählte zur Avantgarde, die 1922/23 mit dem spektakulären Kongress der Konstruktivisten und Dadaisten in Weimar Kritik am Bauhaus übte. Beeinflusst von der niederländischen De Stijl-Lehre, wandte er sich vom Expressionismus ab und dem Konstruktivismus zu. Einen weiteren radikalen Schnitt zog er, als er seine Malerei aufgab und sich ganz der Neuen Gestaltung in Typografie und Werbung verschrieb. 1924 gründete er im Kerngebiet industrieller Entwicklung, in Bochum, die Werbeagentur ›werbe-bau‹. Seine Typofotos für den Bochumer Verein, sein Farbleitsystem für das Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen, seine Grundlehre an der Folkwang-Schule in Essen und zahlreiche kunsttheoretische und -pädagogische Schriften sind Beispiele seiner Arbeit als Reformer. 1928 entsteht das Foto seiner kleinen Tochter, das als ›Lotte (Auge)‹ eine Ikone der modernen Fotografie wurde.
Werner Graeff
1901–1978
Der Künstleringenieur
Gerda Breuer (Hg.)
„Für Alle auf Wunsch täglich Lunapark, Sportfliegen, Jazzband, Eleganz, Chaplin und Schneeschuhlaufen – außerdem dann und wann Weltreisen und nötigenfalls Kuren – ist n i c h t minder wichtig als saubere Straße, großzügige gesunde Wohnung. Und das alles bei zwei- oder vierstündiger Arbeitszeit: es wird erreicht durch restlos zweckmäßige Organisation der Erde. Das bedingt die elementare Umbildung des gesamten Lebens in der Richtung Klarheit – Ordnung – Äußerste Ökonomie.“ Werner Graeff, 1923
Beflügelt von der Idee des neuen Künstlertypus „Ingenieur“, der eine bessere Welt aufbauen sollte, zog der Bauhausschüler Werner Graeff die Konsequenz, die ‚freie‘ Kunst aufzugeben und sich angewandten Bereichen der Gestaltung zuzuwenden.
www.jovis.de
20. Februar–18. April 2010
Eine Ausstellung des Fachgebietes Kunst- und Designgeschichte der Bergischen Universität Wuppertal im Meisterhaus Kandinsky/Klee der Stadt Dessau-Roßlau, Ebertallee 69/71, 06846 Dessau-Roßlau
http://www.meisterhaeuser.de
Eröffnung
19.02.2010 um 19.00 Uhr
Es sprechen
Prof. Philipp Oswalt, Leiter der Stiftung Bauhaus Dessau,
Gerhard Lambrecht, Leiter Amt für Kultur und Sport Dessau-Roßlau,
Prof. Dr. Gerda Breuer, Bergische Universität Wuppertal
Zur Ausstellung erscheinen im JOVIS Verlag zwei Titel:
Max Burchartz
1887–1961
Künstler Typograf Pädagoge
Gerda Breuer (Hg.)
Der Universalist Max Burchartz zählte zur Avantgarde, die 1922/23 mit dem spektakulären Kongress der Konstruktivisten und Dadaisten in Weimar Kritik am Bauhaus übte. Beeinflusst von der niederländischen De Stijl-Lehre, wandte er sich vom Expressionismus ab und dem Konstruktivismus zu. Einen weiteren radikalen Schnitt zog er, als er seine Malerei aufgab und sich ganz der Neuen Gestaltung in Typografie und Werbung verschrieb. 1924 gründete er im Kerngebiet industrieller Entwicklung, in Bochum, die Werbeagentur ›werbe-bau‹. Seine Typofotos für den Bochumer Verein, sein Farbleitsystem für das Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen, seine Grundlehre an der Folkwang-Schule in Essen und zahlreiche kunsttheoretische und -pädagogische Schriften sind Beispiele seiner Arbeit als Reformer. 1928 entsteht das Foto seiner kleinen Tochter, das als ›Lotte (Auge)‹ eine Ikone der modernen Fotografie wurde.
Werner Graeff
1901–1978
Der Künstleringenieur
Gerda Breuer (Hg.)
„Für Alle auf Wunsch täglich Lunapark, Sportfliegen, Jazzband, Eleganz, Chaplin und Schneeschuhlaufen – außerdem dann und wann Weltreisen und nötigenfalls Kuren – ist n i c h t minder wichtig als saubere Straße, großzügige gesunde Wohnung. Und das alles bei zwei- oder vierstündiger Arbeitszeit: es wird erreicht durch restlos zweckmäßige Organisation der Erde. Das bedingt die elementare Umbildung des gesamten Lebens in der Richtung Klarheit – Ordnung – Äußerste Ökonomie.“ Werner Graeff, 1923
Beflügelt von der Idee des neuen Künstlertypus „Ingenieur“, der eine bessere Welt aufbauen sollte, zog der Bauhausschüler Werner Graeff die Konsequenz, die ‚freie‘ Kunst aufzugeben und sich angewandten Bereichen der Gestaltung zuzuwenden.
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