Collective Futuring on Silk and Body Interfaces. Workshop. München, 16.06.18
Call for Participation:

„Collective Futuring on Silk and Body Interfaces“

Workshop zu Polyphonic Futures in deutscher Sprache mit Veronica Ranner (Royal College of Art)

Im Rahmen von Hautnah – Das BIOTOPIA Fest am 16. Juni 2018, 10–21 Uhr im Schloss Nymphenburg/Museum Mensch und Natur, München / Workshopdauer: 12–16 Uhr

Teilnahme frei, mit Anmeldung bis 8. Juni 2018

Workshop-Inhalte

Im Workshop werden potentielle Konfigurationen des neuen Biomaterials ‘Reverse Engineered Silk’ (wieder-verflüssigte Seide) mit digitalen Medien untersucht.
Die traditionellen Methoden der Seidenherstellung und -verwendung haben sich in den letzten 5000 Jahren kaum verändert. Die neueste Biomaterialforschung eröffnet jedoch ein schier unendlich erscheinendes Repertoire an potentiellen Verwendungsmöglichkeiten für Seide, welches weit über den Textilbereich hinausgeht. ‘Reverse Engineered Silk’ ist eines der wenigen Biomaterialien, das nicht vom menschlichen Körper abgestoßen, sondern vollständig vom Gewebe absorbiert wird. Dies ermöglicht eine Vielzahl an Verwendungen in, um und in Interaktion mit dem Körper, z. B. als Knochen- und Gewebeersatz, Biosensoren und biologisch abbaubare Elektronik. Diese ‘Bio-Digitalen Interfaces’ ermöglichen im menschlichen Körper digitale Schnittstellen, welche ein neuartiges Spektrum an z. B. ‘Wearables’ oder ‘Implantables’ denkbar werden lassen.

Die Teilnehmer/-innen sind eingeladen, in diesem transdisziplinären Workshop mit Seide und anderen vergänglichen Materialien zu experimentieren und spielerisch eigene Zukunftsideen zu entwickeln und vorzustellen.

Der Workshop richtet sich an:
Experten/-innen und Studierende verschiedener Fachrichtungen, z. B. Künstler/-innen, Designer/-innen, Wissenschaftler/-innen, Autoren/-innen, Akademiker/-innen, Technologen/-innen und Aktivisten/-innen.

Ablauf
Während des halbtägigen Workshops werden kollektiv die Potentiale von ‘Reverse Engineered Silk’ vorgestellt und ausgelotet — ein Vorgang, der meist den Wissenschaftler/-innen im Labor vorbehalten ist. Der menschliche Körper dient hierbei als Ausgangspunkt um individuell spekulative Szenarien zu entwickeln, in denen körperliche Eigenschaften “gehackt”, erweitert und “verbessert” werden. Der Ablauf beinhaltet die Handhabe von Original-Materialien aus dem Labor, anderen vergänglichen Materialien sowie eine Kombination mit einem narrativen Designprozess, der die Workshopteilnehmer/-innen kollektiv und kritisch zur Spekulation über die Zukunft von bio-digitalen Schnittstellen anregt.

Zeit: 16. Juni 2018, 12.00–16.00 Uhr
Ort: Johannissaal im Schloss Nymphenburg

Workshopleiterin
Veronica Ranner erforscht transdisziplinäre Schnittstellen zwischen Design, Wissenschaft und Kunst. In ihrer Praxis entwickelt sie spekulative Szenarien und experimentelle Methoden für konstruktives, kollektives Entwerfen von Zukünften. Sie lehrt und stellt international aus — derzeit promoviert sie am Royal College of Art in London und ist Gastwissenschaftlerin an der Tufts University in Boston (MA, USA).
veronicaranner.com

Teilnahme
Der Workshop ist kostenfrei, jedoch sind die Plätze für die Teilnahme limitiert. Um einen Platz zu sichern, bitten wir Interessierte, eine kurze Selbstbeschreibung (Bio) und ein paar Zeilen darüber, was Sie zur Teilnahme motiviert (max. 200 Worte), per Email an folgende Adresse zu senden:

info@polyphonicfutures.com

Die Teilnahme ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Es sind keine Spezialkenntnisse erforderlich. Der Workshop nach Abstimmung mit den den TeilnehmerInnen auf Deutsch oder Englisch gehalten werden.

Anmeldeschluss ist der 8. Juni 2018
25.05.2018 um 10:23 Uhr

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