Gerhard M. Buurman, Marc Rölli; ZHdK, Institut für Designforschung: Eigenlogik des Designs
Design gewinnt im Kontext komplexer werdender technischer und ökonomischer Entwicklungen wie Onlinehandel, Social Media oder auch neuen Fabrikationstechniken zunehmend an Bedeutung. Damit verbunden sind brisante Fragestellungen, beispielsweise nach sozial gerechten Produktionsbedingungen, nachhaltiger Entwicklung oder der Wahrung der Persönlichkeitsrechte, mit denen sich Gestalter konfrontiert sehen. Diese gesamtgesellschaftliche Dimension von Design ist zwar unbestritten, aber bislang wenig untersucht.

Das Forschungsprojekt Eigenlogik des Designs analysiert anhand von acht Beispielthemen die spezifischen Rationalitäten der verwendeten Gestaltungsmethoden und Verfahren, geleitet von der Hypothese, dass die unterschiedlichen Designproduktionen jeweils einem eigenen System der gestalterischen Produktion folgen. Diese verkörpern eine Eigenlogik, die weder auf standardisierte Verfahren der Gestaltungsdisziplinen noch auf etablierte Methodensets anderer Wissenschaftsfelder reduziert werden können. Mit der Aufschlüsselung der Komplexität singulärer Designprozesse – oder Eigenlogiken – leistet der Titel einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Methodenforschung und Theoriebildung des Designs.
09.09.2015 um 14:44 Uhr

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