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Verschiedenes: 
09.08.2017 um 10:22 Uhr
Professur für Integrated Design:
»Social Constructions« in Bezug auf Diversity und Gender

Ihre Aufgaben

An einem international und interdisziplinär agierenden Institut vertreten und gestalten Sie das neu formulierte Lehr- und Forschungsgebiet »Social Constructions« in Theorie und Praxis.

»Social Constructions« verstehen Sie als eine fachlich-inhaltliche, praktische und methodische Ausrichtung der (De-)Konstruktion, die sozial-kulturelle Wirklichkeiten und Phänomene in Bezug auf Diversity und Gender reflektiert und in Sinne einer gestalterischen Praxis umsetzt.

Sie setzen damit einen Fokus auf die soziale und kulturelle Vielfalt von Menschen, die sich in verschiedenen Dimensionen wie Geschlecht, Klasse, Alter, Ethnie, Nationalität, Religion und Körperlichkeit manifestiert. Die damit verbundenen Perspektiven gehen der Frage nach, wie und mit welchen gestalterischen Mitteln gesellschaftliche Phänomene erzeugt, institutionalisiert und in neue Denkweisen und Prozesse überführt werden können.

In der Lehre vermitteln Sie analytische, konzeptionelle und gestalterische Fähigkeiten, die in die Lage versetzen, soziale Lebenswirklichkeiten infrage zu stellen, zu entwickeln und zu realisieren. Wie werden Lebenswirklichkeiten hervorgebracht, wie lassen sie sich konstruieren? Durch was werden sie bestimmt? Wie können sie (neu) gestaltet werden? »Social Constructions« begreifen Sie sowohl im Sinne einer analysierenden, sozial-kulturellen als auch einer gestalterischen Praxis.

In Projekten und Seminaren vermitteln Sie gestalterische Fragestellungen, Methoden und deren konstruktiv-kritische Anwendung. Sie befähigen Studierende, Design unter intersektionalen Perspektiven zu untersuchen und die damit verbundenen vielfältigen Herausforderungen und Potenziale und Entwurfsprozesse zu verstehen. Darauf aufbauend versetzen Sie die Studierenden in die Lage, eigenständig innovative Gestaltungsprojekte experimentell zu entwickeln und darzustellen. Sie bewegen sich mit eigenen gestalterischen Schwerpunkten im Spannungsverhältnis der analogen und digitalen Infrastrukturen und schaffen interdisziplinäre Querverbindungen.

In der Forschung setzen Sie sich beispielsweise mit performativer (Medien-)Kunst und Technologie, Mode und Textil, alternativen Produktwelten und virtuellen Welten sowie sozialen Räumen und Netzwerken auseinander und verbinden dies mit Ihrer Lehre.

Der aktive Austausch mit anderen Lehr- und Forschungsgebieten an der KISD sowie der TH Köln ist ausdrücklich erwünscht. Ein aktives Engagement an der Weiterentwicklung des Institutes sowie in der akademischen Selbstverwaltung wird erwartet. Die internationalen Aktivitäten der KISD bieten die Möglichkeit und erfordern die Bereitschaft, temporär auch an unseren internationalen Partnerhochschulen zu lehren und zu forschen.
Ihr Profil

Gesucht wird eine herausragend qualifizierte Gestalterinnen- bzw. Gestalter-Persönlichkeit, die bzw. der das Fachgebiet sowohl projekt- und praxisbezogen in der Lehre als auch in der Weiterentwicklung der Theorie- und Forschungsdimension vertritt. Ihre Interpretation des Fachgebiets ist konzeptuell, prozessorientiert und orientiert sich an einem integrierten Designbegriff.

Ausgewiesene Expertise in der Beurteilung sozio-kultureller sowie technologischer Entwicklung und der damit zusammenhängenden künstlerischen Potenziale in einem sich schnell wandelnden Feld wird erwartet, eine elaborierte, kritische Positionierung zu den Dimensionen der Diversity- und Genderforschung wird vorausgesetzt. Das Beschreiten neuer Wege im Verhältnis von Gender und Design ist ausdrücklich gewünscht, (de-)konstruktivistische und queertheoretische Ansätze und Strategien sind willkommen, Erfahrungen in Performance oder Aktivismus werden begrüßt.

Erwartet wird ein abgeschlossenes Hochschulstudium mit herausragenden Leistungen, entweder aus dem gestalterischen Bereich (Design, Architektur, Kunst) oder dem sozial- oder kulturwissenschaftlichen Bereich, sofern Sie in ihrer Tätigkeit einen explizit gestalterischen oder gestalterisch-forschenden Ansatz verfolgen. Weiterhin erwarten wir eine Promotion (oder ein Gutachten über promotionsadäquate Leistungen bzw. ein Gutachten zum Nachweis Ihrer besonderen Befähigung zu künstlerischer Arbeit) sowie eine mindestens fünfjährige fachbezogene Berufstätigkeit (davon mindestens drei Jahre außerhalb des Hochschulbereichs).

Wünschenswert sind eine breite – auch internationale – Vernetzung sowie ausgewiesene Aktivitäten in entsprechenden Verbänden und Interessengruppen. Gute Englisch- (bzw. Deutsch-)Kenntnisse werden erwartet.

Sie besitzen die Fähigkeit zur Ausrichtung des eigenen Denkens und Handelns auf die langfristigen Ziele der Hochschule sowie die Fähigkeit, Lösungen gemeinsam und arbeitsteilig zuverlässig zu erarbeiten.

Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Sie werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung nach den Bestimmungen des Landesgleichstellungsgesetzes NRW bevorzugt berücksichtigt. Schwerbehinderte und diesen gleichgestellte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung ebenso bevorzugt berücksichtigt.
Weitere Informationen

Stellenanzeige Druckversion (pdf, 131 KB)
Anforderungsprofil Social Constructions (pdf, 280 KB)
Einstellungsvoraussetzungen für Professorinnen und Professoren (pdf, 18 KB)
W-Besoldung

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen bis zum 07.09.2017 unter Angabe der Kennziffer F021703 an den

Präsidenten der TH Köln,
z.Hd. Frau Christiane Kaline,
Gustav-Heinemann-Ufer 54,
50968 Köln.

In Ihrer Bewerbung erwarten wir eine ausführliche Darstellung Ihrer bisherigen Erfahrungen im Bereich Integrated Design: Social Constructions in Bezug auf Diversity und Gender in der Praxis, bisherige Forschungsvorhaben und ggf. Lehrerfahrungen. Ebenso bitten wir um eine kurze Skizze Ihrer Vorstellungen der Ausgestaltung des Fachgebietes an der KISD als Bestandteil des Studiengangs Integrated Design.

Seit nunmehr über 25 Jahren bietet die Köln International School of Design (KISD) der Technischen Hochschule Köln ihren Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein einzigartiges projektorientiertes Lern- und Forschungsumfeld. Dabei ist das Studium an der KISD – über alle Studiengänge hinweg – integrativ, interdisziplinär und international ausgerichtet. Durch die Kooperation mit exzellenten Universitäten, Design- und Kunsthochschulen verfügt die KISD über ein lebendiges und internationales Lehr- und Forschungsnetzwerk. Über zwei Drittel der Lehrveranstaltungen finden in englischer Sprache statt. Die KISD wurde im Ranking der Business-Week wiederholt zu den weltweit besten Design-Hochschulen gewählt.

Wir bieten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein inspirierendes Wirkungsumfeld. Mit Technology, Arts and Sciences bringen wir unsere akademische Vielfalt, unsere Interdisziplinarität und unsere Internationalität zum Ausdruck. Mit diesem Anspruch verstehen wir uns in Lehre und Forschung als Modell für die Zukunft.
Wir pflegen eine Kultur des Ermöglichens und ein partnerschaftliches Miteinander. Internationale Wissenschaftsstandards, Gendergerechtigkeit und Inklusion sind die Leitlinien unserer Personalentwicklung. Wir sind als familiengerechte Hochschule zertifiziert.
09.08.2017 um 10:07 Uhr
In der Fachrichtung Knowledge Visualization ist nach Absprache eine
Dozentur für Theorie 20-30% zu besetzen.

Die Fachrichtung Knowledge Visualization vermittelt die grundlegenden Kompetenzen für die Illustration und Visualisierung wissenschaftlicher Sachverhalte auf Bachelorstufe und realisiert auf Masterstufe forschungsorientierte Projekte in enger Zusammenarbeit mit Fachexperten und Institutionen verschiedener Wissenschaftsbereiche. Die Fachrichtung orientiert sich in der strategischen Ausrichtung ihrer Lehre und Forschung an gestalterischen Fragen der Wissensvermittlung im Kontext digitaler Medien und bildgebender Verfahren. Mit der Besetzung der Dozentur für Theorie sollen aufbauende und entwickelnde Tätigkeiten für den Theoriebereich der Fachrichtung Knowledge Visualization übernommen werden.

Sie verantworten die Weiterentwicklung und die Koordination des Theorieprogramms in den folgenden Bereichen: Geschichte des Wissensbildes, Bildwissenschaften, Bildtheorie, Bildrezeption und Wahrnehmungspsychologie mit dem Fokus auf Wissensvisualisierung. Sie unterrichten die Studierenden in der Bachelor Vertiefung Scientific Visualization und im Master Programm Erkenntnis-Visualisierung sowie in interdisziplinären Veranstaltungen. Sie verantworten den Ablauf der schriftlichen Bachelor-Diplomarbeiten und unterstützen die Studierenden beim Verfassen schriftlicher Arbeiten. Weitere Aufgaben umfassen die Mitarbeit an der Weiterentwicklung der Fachrichtung (Initiierung und Durchführung von Forschungsprojekten, Begleitung von Forschungsprojekten im Masterstudium gemeinsam mit dem Kernteam der Fachrichtung).

Sie sind eine selbstständige, kommunikative und designaffine Persönlichkeit mit Leidenschaft für das Fachgebiet und der Fähigkeit, diese an die Studierenden weiterzugeben. Freude am Unterrichten und Interesse an didaktischen Fragen sind dabei wesentlich. Zudem wird ein großes Interesse an aktuellen Fragen der Forschung im Bereich der Wissensvisualisierung, insbesondere an digitalen Strategien erwartet. Weitere Voraussetzungen sind ein Hochschulstudium oder eine entsprechende Ausbildung und mehrjährige Berufstätigkeit sowie Unterrichtserfahrungen. Eine didaktische Aus- oder Weiterbildung, oder die Bereitschaft, sich entsprechend weiterzubilden, ist sehr erwünscht. Sie profitieren von der engen Interaktion zwischen Studierenden, Lehrenden und unserem akademischen Netzwerk. Die Dozentur kann im Laufe der Zeit, bei entsprechender Qualifikation, durch zusätzliche Funktionen in der Forschung ausgebaut werden.

Für ergänzende Auskünfte: Niklaus Heeb, Fachrichtungsleiter Knowledge Visualization
niklaus.heeb@zhdk.ch

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen werden bis zum 16.08.2017 unter dem Link "Jetzt online bewerben" am Ende dieses Inserats entgegen genommen. Bitte beachten Sie, dass für diese Stelle nur Online-Bewerbungen akzeptiert werden.

Kontaktperson: Rahel Knöpfli, Personalberaterin Departement Design, Human Resources Management.

Informationen über den Fachbereich Knowledge Visualization finden Sie unter
http://vsv.zhdk.ch.

Informationen zur ZHdK finden Sie unter
www.zhdk.ch
26.07.2017 um 10:34 Uhr
Einzureichende Formate sind: Kurzvorträge, Ausstellungsbeiträge, Roundtables und Workshops.

Die Deadline für Einreichungen zum Call for Participation für die 14. Jahrestagung der DGTF mit dem Thema: "Civic Design. Zur Theorie und Praxis des Sozialen und Politischen im Design." wurde bis zum 10.09.2017 verlängert.

http://www.dgtf.de/tagungen/cfp
20.07.2017 um 12:45 Uhr
Die Hochschule Pforzheim sucht für das Sommersemester 2018 an der Fakultät für Gestaltung einen Professor/ eine Professorin für Medien - und Kulturtheorie.

Die Stelleninhaberin/Der Stelleninhaber soll selbstverantwortlich Lehrveranstaltungen für die Ausbildung von Gestalterinnen und Gestaltern in BA‐ und MA‐Studiengängen anbieten, auch in englischer Sprache. Zu ihrer/seiner Qualifikation gehört der souveräne Umgang mit klassischen und aktuellen Theoriekonstrukten. Besonderes Augenmerk liegt auf der Reflexion medialer Bedingungen von Entwurfspraktiken und Prozessstrukturen in der Designpraxis in Forschung und Lehre. Die Professur ist dem Pforzheimer Modell verpflichtet und zielt darauf ab, sämtlichen Studiengängen der Fakultät für Gestaltung durch die Vermittlung theoretischer und historischer Grundlagen ein breites und inspirierendes Fundament zu geben. In der Lehre sind Kenntnisse auf den Gebieten der Medientheorie, der Kulturtheorie, der Modetheorie und ‐geschichte, der Allgemeinen Designgeschichte, der Wahrnehmungstheorie und Semiotik zu vermitteln. Daneben gehört es zu den Aufgaben der Professur, Drittmittelprojekte einzuwerben, auch in Kooperation mit den anderen Fakultäten der Hochschule, und in Zusammenarbeit mit der Professur für Kunst‐ und Designtheorie das Forschungsprofil der Fakultät für Gestaltung weiter auszubauen.
Die Befähigung dazu soll durch einschlägige Publikationen sowie Erfahrungen in der erfolgreichen Drittmitteleinwerbung und eigenverantwortlichen Durchführung von Forschungsprojekten nachgewiesen werden. Akademische Lehrerfahrung und berufliche Tätigkeit auch außerhalb der Hochschule sowie Engagement in europäischen Designnetzwerken wird vorausgesetzt. Wir erwarten, dass die Professorin/der Professor zur Mitarbeit in der Selbstverwaltung bereit ist, für die inter‐ und transdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten zukunftsweisende Ideen entwickelt und sich an den internationalen Aktivitäten der Hochschule beteiligt.

Berufungsvoraussetzungen sind u. a. ein abgeschlossenes Hochschulstudium, wissenschaftliche Qualifikation, die durch Promotion und i. d. R. Habilitation oder habilitationsäquivalente Leistungen nachgewiesen wird, und mindestens fünf Jahre Berufserfahrung – davon mindestens drei Jahre außerhalb des Hochschulbereichs. Weitere Einzelheiten (vgl. § 47 Landeshochschulgesetz Baden‐Württemberg) sind einem Merkblatt zu entnehmen, das über die Homepage der Hochschule heruntergeladen werden kann.

Die Hochschule Pforzheim strebt die Erhöhung ihres Frauenanteils an und fordert qualifizierte Interessentinnen deshalb nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Bei gleicher Qualifikation haben behinderte Bewerber/‐innen Vorrang. Ihre Bewerbung senden Sie bitte bis 25.09.2017 unter Angabe der Kennziffer 171021 per E‐Mail an: berufungen@hs‐ pforzheim.de

oder an den Rektor der Hochschule Pforzheim:
Tiefenbronner Str. 65, 75175 Pforzheim.

Auskunft erteilt Prof. Dr. Thomas Hensel, Fakultät für Gestaltung, Kunst‐ und Designtheorie,

thomas.hensel@hs‐pforzheim.de
20.07.2017 um 12:38 Uhr
Für die Forschungsgruppe Visual Narrative an der Hochschule Luzern – Departement Design & Kunst, wird per 1. Oktober 2017 oder nach Vereinbarung eine/ein

Wissenschaftliche Assistentin / wissenschaftlichen Assistenten (50 %)
im Bereich Grafik Design/Interface Design

gesucht.

Aufgaben
Mitarbeit an anwendungsorientierten Forschungsprojekten der Designforschung im Kontext der visuellen Darstellung von komplexen Sachverhalten, Abläufen und interaktiven Prozessen.
Unterstützung bei der Dokumentation und Aussendarstellung in Form von Drucksachen und digitalen Interfaces wie z.B. Web-Frontends.
Organisatorische Unterstützung in allgemeinen Belangen der Forschung (z.B. Rechercheaufgaben, Organisation von Workshops und Veranstaltungen, Terminkoordination, etc ...).
Einsätze in der Lehre möglich.

Profil

BA oder MA-Abschluss oder Diplom als Grafik-Designer/in oder Interaction Designer/in oder vergleichbares.
Grosse gestalterische Sicherheit in Bezug auf grafische Oberflächen, sowie die Fähigkeit die Gestaltung dem Anwendungsbezug unterzuordnen.
Erfahrung in der Gestaltung von interaktiven grafischen Schnittstellen und Web-Frontends bis hin zu funktionierenden Prototypen.
Wissen um die Bedeutung eines Mensch-zentrierten Ansatzes in Bezug auf die Gestaltung von interaktiven Schnittstellen (Stichworte: Human Centered Design, User Experience Design, Usability).
Kenntnisse relevanter qualitativer Methoden, die einen mensch-zentrierten Ansatz unterstützen (z.B. Interviews, Beobachtung).
Erfahren im Umgang mit Software-Paketen aus Grafik und Print Design: z.B. Illustrator, Indesign und Photoshop.
Kenntnisse relevanter Software-Pakete im Interface-Design: z.B. Adobe Muse, Invision, Proto.io, Principle, Sketch.
Wünschenswert sind Kenntnisse bezüglich Formatierung und Programmierung von GUIs (Stylesheets, HTML).
Interesse für Theorie der Designforschung.
Freude an Recherchearbeiten und dem Schreiben von wissenschaftlichen Texten.
Interesse am Austausch in einem akademischen Umfeld, arbeiten gerne im Team und können sich auch vorstellen, Ihr Wissen an Studierende weiter zu vermitteln.

Die Forschungsgruppe Visual Narrative befasst sich mit dem Erzählen, Inszenieren und Vermitteln in linearen und nichtlinearen Medien, fragt nach der Nutzung und Rezeption dieser Medien und entwirft neue Strategien und Formate der Kommunikation in visuellen Medien. Zur Ergänzung des Teams wird einer entsprechend qualifizierten Person die Möglichkeit geboten, an richtungsweisenden Designforschungsprojekten mitzuarbeiten und somit den Einstieg in die Designforschung. Die Möglichkeit des Einsatzes bzw. des Einstiegs in die Lehre ist ebenfalls möglich. Dabei wird es vor allem um Weitergabe von technischem und/oder gestalterischem Wissen gehen in Form von Workshops oder in Einzelbetreuungen.

Es besteht ebenso die Möglichkeit, diese Stelle mit einem MA Design im Departement Design und Kunst der Hochschule Luzern zu verbinden. Personen mit einem MA Abschluss, die einen PHD im Bereich Design anstreben sind ebenfalls willkommen. Die Promotion müsste über eine andere promotionsberechtigte Hochschule erfolgen. Die Suche nach einer Promotionsstelle wird unterstützt.

Die Anstellung ist auf drei bis maximal fünf Jahre angelegt. Regelmässige Präsenz an unserem Hauptstandort in Emmen bei Luzern ist Voraussetzung. Ein Arbeitsplatz steht an der Hochschule zur Verfügung.

Fachliche Auskünfte erhalten Sie von Prof. Dr. Axel Vogelsang, CC Leiter Forschungsgruppe Visual Narrative

axel.vogelsang@hslu.ch

sowie unter

www.hslu.ch/de-ch/design-kunst/forschung/visual-narrative.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 13. August 2017.




06.07.2017 um 10:25 Uhr
Welche Rolle Designer in politischen Debatten einnehmen können, zeigt die Ausstellung „Design talks Politics“ in dem Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum Designxport in Hamburg. Vom 1. Juli bis zum 9. September werden dort Keyvisuals als politische Statements von vielen renommierten Illustratoren und Designern aus Deutschland und der Welt gezeigt. Die Ausstellung zeigt außerdem mit welchen gestalterischen Mitteln Designer/-innen sich öffentlichkeitswirksam und meinungsbildend zu politischen Problem positionieren können.

Die daraus resultierten Keyvisuals werden in der Ausstellung „Design talks Politics“ ausgestellt und sollen ein Zeichen für Freiheit, Demokratie und Bürgerrechte setzen. Es werden unter anderem Keyvisuals von Ruedi Baur, Mirko Borsche, Esra Büyükdoganay, Esther Czaya und Stefan Sagmeister ausgestellt.


Die Ausstellungseröffnung findet am 30. Juni 2017 anlässlich des dreijährigen Bestehens von Designxport statt. Die Veranstaltung wird mit Keynotes der amerikanischen und türkischen Gestalter Doug Chayka und Memed Erdener eingeleitet. Anschließend wird den Gästen ein Polit-Dinner von der Kitchen Guerilla geboten. Dieses Event ist kosten- und anmeldepflichtig. Die Ausstellung in den darauf folgenden Monaten kann kostenfrei besucht werden.

http://www.designxport.de/
29.06.2017 um 11:12 Uhr
Kann man Gesellschaft durch Gestaltung transformieren? Welche Optionen besitzen die Designer und welche Verantwortung tragen sie? Welche Diskurse werden um die Erweiterung des Designbegriffs geführt und wie sieht die Zukunft des Designs aus?
Designer, Design- und Kulturwissenschaftler, Kuratoren und Hochschullehrer fokussieren und hinterfragen das aktuelle Phänomen des Social Design. Die Beiträge untersuchen aus transdisziplinärer Perspektive die soziokulturelle Relevanz sowie das transformative Potenzial von Social Design und formulieren eine Agenda für die Designer von morgen.

Claudia Banz (Dr. phil.) ist Kunst- und Designhistorikerin sowie Kuratorin und leitet die Sammlung Kunst und Design vom Biedermeier bis zur Gegenwart am Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg.

ISBN 978-3-8376-3068-8
Verlag: Transcript
Preis: 29,99 €

28.06.2017 um 12:48 Uhr
Designer_innen müssen improvisieren, wenn sie entwerfen. Die Entwicklung des Braun-Rasierapparates ebenso wie die Arbeiten des Designers Sebastian Herkner zeigen, dass Improvisation Modelle und Prototypen hervorbringt und Fertigungsprozesse überlistet.
Doch Improvisation ist nicht nur eine Notwendigkeit – sie ist auch konzeptionell von Bedeutung. Als formgebendes Prinzip führt sie seit dem gestalterischen Postmodernismus zu eigenständigen Einzelstücken. In der Nachkriegszeit versuchte man jedoch, Design als einen Planungsprozess darzustellen. Annika Frye belegt: Für diesen rationalistischen Designbegriff, der bis heute die Diskurse über Design prägt, erweist sich ein am Prozess und seinen Improvisationen orientiertes Designkonzept als äußerst folgenreich.

Ursprünglich Dissertation von Annika Frye an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main.
28.06.2017 um 11:44 Uhr
In den kommenden Tagen entscheidet die UNESCO über die Aufnahme der Dessauer Laubenganghäuser in die Welterbe-Liste. Seit kurzem erforscht ein Team unter Leitung des Kasseler Architektur-Professor Philipp Oswalt Entstehung, Bedeutung und Urzustand der Bauten von Bauhaus-Direktor Hannes Meyer. Das soll auch wichtige Erkenntnisse liefern für den künftigen Umgang mit den sanierungs- und modernisierungsbedürftigen Gebäuden. Die fünf Häuser verwirklichte das Bauhaus unter der Leitung des Schweizer Architekten Hannes Meyer 1929/30 in Dessau-Törten.

Wegen ihrer großen Relevanz für die Geschichte der Moderne und des Bauhauses hat das Kulturstaatsministerium für diese Bauten und die ebenfalls von Meyer entworfen Bundesgewerkschaftsschule in Bernau die Aufnahme ins Weltkulturerbe beantragt; das UNESCO-Welterbe-Komitee entscheidet hierüber auf seiner Sitzung vom 2. bis 12. Juli in Krakau.

Seit Ende 2016 widmet sich ein Forschungsprojekt unter Leitung von Philipp Oswalt, Professor für Architekturtheorie und Entwerfen an der Universität Kassel und 2009 bis 2014 Leiter der Stiftung Bauhaus Dessau, diesen wichtigen Zeugnissen der Architekturgeschichte. Das Projekt soll nicht nur den Entwurfsprozess der Laubenganghäuser offenlegen und neue Erkenntnisse über die Bauhauspädagogik geben, sondern auch soweit wie möglich den Ursprungszustand der Bauten rekonstruieren.

Das Vorhaben wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 300.000 Euro finanziert und durch Eigentümer, die Denkmalpflege und die Stiftung Bauhaus Dessau unterstützend begleitet. Es kam auf Anregung der Wohnungsgenossenschaft Dessau eG als Eigentümerin der Bauten und damaliger Auftraggeberin zustande. Beteiligt sind neben Oswalt Prof. Dr. Andreas Schwarting, Professur für Baugeschichte und Architekturtheorie, Hochschule Konstanz und Prof. Thomas Will, Professur für Denkmalpflege und Entwerfen, Technische Universität Dresden.

Die Laubenganghäuser stehen als "Wohnung für das Existenzminimum" exemplarisch für Meyers Motto "Volksbedarf statt Luxusbedarf", städtebaulich innovativ war die geplante Mischbebauung von Hoch- und Flachbauten; in der Architektursprache gewinnen sie ihre Bedeutung als Abkehr von den klassischen weißen Bauhausbauten von Walter Gropius. Zudem stellen sie einen wichtigen Schritt in der Architekturausbildung dar, da die Bauten als Kollektivarbeit in einer "vertikalen Brigade" gemeinsam mit den Studierenden und weiteren Bauhaus-Lehrern wie Ludwig Hilberseimer und Anton Brenner geplant und realisiert wurden.

Meyer (1889 - 1954) leitete das Bauhaus von 1928 bis 1930 als Nachfolger von Walter Gropius und Vorgänger von Ludwig Mies van der Rohe. Seine Bedeutung als Bauhausdirektor wird nach längerem Verschweigen in jüngerer Zeit nun stärker gewürdigt. Oswalt betont: "Während etwa die Bauten von Gropius in den letzten Jahrzehnten minutiös beforscht wurden, ist das Wissen zu den Laubenganghäusern bislang gering. Dabei sind sie ein einmaliges Zeugnis in der Verknüpfung von Lehre, Forschung und Praxis am Bauhaus."

Erste Erkenntnisse des Forschungsprojekts zeigen, dass die Laubenganghäuser "ein Schlüsselwerk für das Bauhaus unter dem Direktorat von Meyer" sind, so Oswalt weiter. "Andere bekannte Projekte wie die Volkswohnung und die Bauhaustapete sind mit ihnen verbunden, insofern stellen sie eine Essenz des Bauhausschaffens unter Meyer dar."
28.06.2017 um 10:39 Uhr
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