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Aktuelle Ausschreibungen: UdK-Preis für interdisziplinäre Kunst und Wissen...
Ausschreibung: UdK-Preis für interdisziplinäre Kunst und Wissenschaft 2012 |
Bewerbungsschluss ist der 1. März 2012

Zum zweiten Mal lobt die die Universität der Künste Berlin 2012 den Preis
für interdisziplinäre Kunst und Wissenschaft aus. Der Preis ist mit 7500
Euro dotiert und wird im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben. Ziel ist es,
Künstlerinnen und Künstlern sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Bereiche Anreiz und Gelegenheit zu geben, sich im Spannungsfeld zwischen den Künsten oder zwischen den Künsten und den Wissenschaften zu bewegen. Der UdK-Preis ging aus dem Karl-Hofer-Preis hervor und wurde 2010 zum ersten Mal verliehen. Er ging an das Künstler-Duo „in the fields“ (Nicole Heidtke und Stefan Baumberger), das damit für seine Arbeit „ink“ ausgezeichnet wurde.

http://www.udk-berlin.de/udk-preis

Der Jury gehören unter dem Vorsitz des Präsidenten der UdK Berlin der Vorsitzende der Kommission für künstlerische und wissenschaftliche Vorhaben an der UdK Berlin Wolfgang Knapp, Prof. Axel Kufus, Sprecher der Graduiertenschule der UdK Berlin und vier weitere UdK-externe Jurorinnen und
Juroren an, die sich durch hervorragende Leistungen auf ihrem Gebiet ausgewiesen haben. Am Wettbewerb teilnehmen können Einzelpersonen und Gruppen, ausgeschlossen sind hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der UdK Berlin, sowie Studierende der UdK Berlin und anderer
Hochschulen/Universitäten. Die Preisverleihung findet am 13. Juli 2012 im Rahmen des Rundgangs der UdK Berlin statt.

Zum Hintergrund:
Kunst und Wissenschaft entdecken zunehmend gemeinsame Fragestellungen und Arbeitsweisen. Die kreativen Prozesse in den Künsten und Wissenschaften ähneln einander, doch ihre Ergebnisse sind auch grundsätzlich verschieden. Aus dieser Unterschiedlichkeit heraus entstehen immer wieder produktive Spannungsfelder und Reibungsflächen. In vielen Disziplinen der Künste und
der Wissenschaften ist die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten von gegenseitiger Beeinflussung und Abgrenzung gekennzeichnet. Viele postulierte Gegensätze sind aber in ihrer Absolutheit heute nicht mehr aufrechtzuerhalten

Claudia Assmann
Leiterin der Pressestelle
Universität der Künste Berlin
claudia.assmann@intra.udk-berlin.de
www.udk-berlin.de
23.01.2012 um 11:34 Uhr
Buchvorstellung: Strategisches Design von Johanna Schoenberger
Strategisches Design
Verankerung von Kreativität und Innovation in Unternehmen

Wiesbaden 2011 (Gabler Verlag, Reihe Research)

Rezension:
Es ist in den letzten Jahren merkwürdig ruhig geworden um Fragen des Design-Managements, des Strategischen Designs etc. Ist der >hype< der 1990er und 2000er Jahre vorbei? Fast könnten man meinen. Aber die Probleme sind eher einer Situation geschuldet, die ich als De-Industrialiserung Europas bezeichnen möchte. Die Zentren des industriellen Fortschritts verlagern sich nach Asien.

Was bleibt für die Unternehmen hierzulande? Johanna Schönberger hat jetzt eine Arbeit veröffentlicht, die als Dissertation an der Universität für Angewandte Kunst angenommen wurde. Betreut wurde diese durch Prof. Dr. Hartmut Esslinger, der dort von 2006-2011 den Lehrstuhl Industrial Design II innehatte. An der „Angewandten“ lehren unter anderen: Wolf D. Prix und Zaha Hadid (Architektur), Peter Weibel (Medien), Paolo Piva und Fiona Raby, Alison Jane Clarke (Geschichte und Theorie des Design) u.a.m. Da kommt einem doch so manche deutsche Kunsthochschule wie eine Provinz-Posse vor, Wien spielt einfach in einer anderen Liga.

Hartmut Esslinger, die deutsche Design-Legende, hatte ja in seinem zuletzt erschienen Buch „Schwungrat“ (Weinheim 2009) dargestellt, welche Rolle Design im unternehmerischen Kontext spielen kann. Dieses Thema hat nunmehr Johanna Schönberger in ihrer Dissertation aufgegriffen und entscheidend äußerst substantiell. Design spielt in den sich zunehmend globalisierenden Märkten eine bedeutsame Rolle. Dort setzt die Arbeit von Johanna Schönberger an, indem sie untersucht, welche Rolle kreative Professionals mit ihren innovativen Denkhaltungen und Methoden in Unternehmen wirksam werden können (S. 13). Dafür entfaltet sie ein Methodenspektrum, welches die Innovationsprozesse befördern können (Prozeßdesign).

Eine wichtige Rolle nehmen die Überlegungen der Autorin ein, Design auf unterschiedlichen unternehmerischen Ebenen zu verorten: in den Geschäftsbereichen, den Vorständen oder gar bei den Aufsichträten. Letzteres ist absolut neu aber durchaus nachvollziehbar. In einem empirischen Teil referiert sie ihre Interviews mit hochkarätigen Gesprächspartner wie Alex Buck, Leif Huff, Ezio Manzini, Bill Moggridge, Don Norman, Uli Weinberg (HPI School of Design Thinking), Peter Zec u.a.m. Daraus wird offenischtlich, wie Design im 21. Jahrhundert verortet sein muß, wenn es sich von dem zunehmenden „Bricolage-Design“ unterscheiden will und strategische Wirksamkeit entfalten will.

Beeeindruckend an dieser Forschungs-Arbeit ist, wie nah die Autorin an der Realität von Design operiert und sich nicht in Wolkenkucksheimen verliert. Kein Wunder also, das sie nunmehr in der strategischen Abteilung eines großen deutschen Automobilkonzern tätig sein wird, eine wichtige Industriebranche, die Innovation und Kreativität wirklich von Nöten hat. Bravo Johanna.

(Bernhard E. Bürdek)

23.01.2012 um 11:29 Uhr
Veranstaltung: 6. Forum für künstlerische und wissenschaftliche...
Die Forschungskommission der Fakultät Gestaltung
lädt zum 6. Forum für künstlerische und wissenschaftliche Forschung ein:
Modelle – digital & analog

Freitag, 20. Januar 2012
UdK Berlin
Hardenbergstraße 33
Raum A 310
Berlin – Charlottenburg

PROGRAMM

9.30 Uhr
Michael Bollé
Begrüßung

Susanne Hauser
Einführung

9.45 Uhr
Jussi Ängeslevä
Positive Feedback loop –
balancing act between digital and
analogue models

10.30 Uhr
Judith Siegmund
Ästhetische Theorie und künstlerische Praxis –
zwei Modelle zur Darstellung
von Wirklichkeit und Möglichkeit

11.45 Uhr
Norbert Palz
Breaking the digital Chain:
The Autonomy of Materials

14 Uhr
Valeska Schmidt-Thomsen
Das Modell am Model

14.45 Uhr
Axel Kufus & Christian Zöllner
Experimentelle Modell-Strategien in
Entwurfs- und Entwicklungsprozessen

16 Uhr
Christoph Gengnagel
Hybrid Modelling

ab 16.45 Uhr
Schlussrunde
moderiert von Susanne Hauser


http://www.udk-berlin.de/forschungskommission-gestaltung


18.01.2012 um 16:28 Uhr
Veranstaltung: Design & Company: Workshopreihe 2012
IDZ | Internationales Design Zentrum Berlin e. V.

Eine klare Positionierung, das Erstellen transparenter Angebote, die Entwicklung der passenden Kommunikationsstrategie oder das wirkungsvolle Schützen eigener Ideen, sind wichtige unternehmerische Kompetenzen, die bei Designprojekten häufig zu kurz kommen. Um diese zu optimieren, bietet das IDZ auch 2012 die Design & Company: Workshopreihe an.

Hierbei trifft sich eine feste Teilnehmergruppe von 15 Berliner Designerinnen und Designern über ein halbes Jahr lang zu sechs zweitägigen Workshop-Modulen. Jedes Modul widmet sich einem Themenfeld, z.B. Positionierung, Marketing oder Recht. Über sinnvoll zusammengefasste fachliche Hintergründe, anschauliche Beispiele und berufspraktische Übungen werden die Inhalte nachhaltig vermittelt. Ziel der Workshopreihe ist es, das eigene Profil zu schärfen, Fachkenntnisse zu erlangen, Netzwerke aufzubauen und zukünftig durch unternehmerisches Denken, wirtschaftlich erfolgreicher zu gestalten.

Weitere Informationen:
http://www.idz.de/de/sites/2096.html


18.01.2012 um 16:25 Uhr
Buchvorstellung: Rezension zum Buch: Promovieren im Design – ein ...
von Prof. Dr. Dr. Thomas Jaspersen
Professor für Betriebswirtschaftslehre und Produktplanung an der FH Hannover

Promovieren im Design ist in Deutschland nicht üblich. Promovierte Designer/‐Innen – die wenigen die es gibt – haben in der Regel ein Doppelstudium. Denn Design ist durchaus ein wissenschaftliches Thema. Design verkauft sich und ist somit ein wirtschaftlicher Faktor. Design muss produziert werden und betrifft daher auch die Ingenieurswissenschaften. Die Qualität des Designs wird individuell empfunden, sie ist ein Gegenstand der psychologischen Wahrnehmungsforschung. Und schließlich sind die hergestellten Artefakte ein Ausdruck des sozialen Gemeinwesens und somit ein Thema der Soziologie, der Philosophie sowie der Kunst‐und Kulturwissenschaften.

Die Autorinnen Marina‐Elena Wachs und Dorothee Weinlich haben den Bedarf an theoretisch fundierten Designern exploriert und die Möglichkeiten für Designer/‐Innen zu promovieren ausführlich durchleuchtet sowie operationalisiert. In ihrem Buch des Blumhardt Verlages lassen sie internationale Designtheoretiker zu Wort kommen.

Neben der theoretischen Fundierung gibt das Buch einen hervorragenden Überblick über die Promotionsanforderungen im internationalen Vergleich, wobei insbesondere die angloamerikanischen Möglichkeiten detailliert werden. Es wird ebenfalls ein Vergleich zwischen Universitäten und Fachhochschulen gestellt, eine Situation, die sich vor allem durch den Bolognaprozess und der Einführung von Bachelor‐sowie Masterstudiengängen stark verändert hat. Die Kombination von Studiengängen auf dem Weg zur Promotion hat sich vervielfältigt. Schließlich gibt das Buch eine Checkliste für interessierte DesignerInnen, die eine akademische Karriere anstreben und einen verlässlichen Weg suchen, innerhalb ihrer Ausbildungslaufbahn zu promovieren. Nicht zuletzt eignet sich das Buch dafür, um eine wissenschaftliche Abschlussarbeit im Master of Design zu verfassen.
Promotion im Design – ein Kinderspiel?: sicherlich nicht! Aber das Buch von Wachs/Weinlich ist ein hervorragend hilfreiches Werk, um den Mitspieler/‐Innen nicht alleine Strategien und Strukturen eines Weges aufzuzeigen: Hilfreich für die Professor/‐Innen im Ausbildungsbetriebe, aber besonders hilfreich für junge Designer/‐Innen, die gleichzeitig Akademiker/‐Innen sind und das auch durch aktive Forschungsarbeit unter Beweis stellen wollen. Unsere Gesellschaft braucht sie.

Link zum Buch: Promovieren im Design - ein Kinderspiel?...
http://www.buchhandel.de/default.aspx?strframe=titelsuche&caller=vlbPublic&nSiteId=11&Func=Search&isbn=978-3-932011-84-9


18.01.2012 um 16:22 Uhr
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