Pinnwand
2

In dem vor wenigen Jahren vorgelegten „Onlife Manifesto“ konstatieren Wissenschaftler*innen rund um Luciano Floridi (2015): „The ever-increasing pervasiveness of ICTs shakes established reference frame- works through the following transformations:
I. the blurring of the distinction between reality and virtuality;
II. the blurring of the distinctions between human, machine and nature;
III. the reversal from information scarcity to information abundance; and
IV. the shift from the primacy of entities to the primacy of interactions.“
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts befinden wir uns inmitten eines tiefgreifenden strukturellen Umbruchs von der überkommenen Industrie- hin zur heraufziehenden Netzwerkgesellschaft (Castells 2001). Damit gehen, bedingt durch wirkmächtige Innovationsvektoren und Modernisierungsdynamiken, hoch kom- plexe Veränderungsprozesse in allen Lebensbereichen und Handlungsfeldern einher.
In sozialen Netzwerken haben sich Interaktionsformen herausgebildet, die sich durch multidirektionale Kanäle, dezentrale Strukturen und geografisch offene Nutzerkreise auszeichnen. Die Menschen in der Netzwerkgesellschaft agieren nicht mehr allein als Konsument*innen, sondern vielmehr auch als Pro- duzent*innen von Medieninhalten und Gesprächsbeiträgen, die vielfach (mit-)geteilt werden (Sharing). Mithin avancieren sie zu sogenannten ‚Prosument*innen‘ (Wortneuschöpfung aus ‚Produktion‘ und ‚Konsumtion‘) mit eigenen Medienkulturen (Abresch et al. 2009). Mitunter hat sich dafür der Begriff ‚si- tuiert-adaptive Mediennutzung‘ etabliert.

Mediatisierung und Inklusion

Zweifelsohne markiert die Mediatisierung eine gravierende Zäsur in der Menschheitsgeschichte, die maßgeblich Leben, Aufwachsen, Lernen und Arbeiten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsen prägt. Davon ist Gesellschaft im Allgemeinen und Bildung im Besonderen betroffen. Mithin sind sowohl Chan- cen als auch Risiken des Lebens in der expandierenden „Infosphere“ (Floridi 2015) einander gegenüber zu stellen. Schon seit geraumer Zeit lässt sich beobachten, dass viele im Bildungs- und Schulsystem Handelnde, Betroffene und Verantwortliche – in mehrfacher Hinsicht – mit dem Imperativ, sich in einer sukzessiv medial dominierten Welt zurecht finden zu müssen (Kultusministerkonferenz 2016), überfordert sind.
Nicht viel anders fällt der Befund in der Causa ‚inklusive Bildung‘ aus, seitdem die UN-Behinderten- rechtskonvention konkret angewendet werden muss (Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen 2017). Durch das Gesetz von 2008 zu dem Übereinkommen der Vereinten Nationen aus 2006 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat sich Deutschland zur Umsetzung einer inklusiven Bildungslandschaft – auf allen Ebenen – verpflichtet (Kultusminister-
konferenz 2011). „Für die Länder folgt daraus die Aufgabe, für alle Heranwachsenden ein inklusives Schulsystem zu ermöglichen.“ (Scholz 2016) Dabei liegt es nahe, ein breites Inklusionsverständnis zu proklamieren, das über die recht unterschiedlich gehandhabten offiziellen sonderpädagogischen För- derbedarfe (Klemm 2015) hinaus mannigfaltige Formen von Heterogenität (wie Behinderung, Migration, Geschlecht, Alter, Sprache, sexuelle Orientierung, soziale Schicht oder soziokultureller Hintergrund) antizipiert (Hinz 2002).
Die European Agency for Special Needs and Inclusive Education (2013, 2015) streicht die Bedeutung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für die Umsetzung inklusiver Lehr-/ Lern-Set- tings heraus. UNESCO Institute for Information Technologies in Education und European Agency for Development in Special Needs Education (2011) identifizieren vier Funktionen von IKT im schulischen Kontext:
• Unterstützung von Teilhabemöglichkeiten durch den Zugang zu digitalen Medien,
• Unterstützung von Lehr- und Lernsituationen,
• Unterstützung bildungsadministrativer Prozesse sowie
• Unterstützung persönlicher Kommunikation und Interaktion.

Konzeptuell-programmatische Ausrichtung

Der konstruktive Ansatz einer inklusiv-medialen Bildung und Fortbildung, der in dem projektierten Sam- melband expliziert werden soll, besteht darin, diese integrale inter- und/ oder transdisziplinäre Domäne konsequent aus der Sicht insbesondere von Erziehungswissenschaft, Medienforschung, Inklusionsfor- schung, Medienpädagogik, Sonderpädagogik sowie Design und Informatik zu begreifen und zu gestal- ten: Inklusive Bildung wird medial und Medienbildung inklusiv prozessiert (Filk 2018). Wissenschaftstheoretisch wird eine etablierte striktere strukturelle, mithin sich selbststabilisierende Kopplung der genannten Wissenschaftsdisziplinen und -kulturen postuliert. Eine integrale Problemex- position und stärkere disziplinäre Interaktion konstituieren den autarken transdisziplinären Forschungs- komplex inklusiv-mediale Pädagogik respektive inklusiv-mediale Didaktik und substituieren ehemals he- terogene Problemsektoren und schwache Wechselwirkungen der partizipierenden (Teil-)Disziplinen (Mittelstraß 2003).
Der Fokus des avisierten Vorhabens liegt auf dem deutschsprachigen Forschungs- und Entwicklungs- stand. Auch international-komparatistische Perspektivierungen sind sehr erwünscht. Dabei sind vier konzeptuell-programmatische Schwerpunktsetzungen vorgesehen:
1. Sensibilisierung und Qualifizierung für inklusiv-mediale Bildung,
2. Inklusiv-mediale Schul- und Unterrichtsentwicklung,
3. Inklusiv-mediale Lernumgebungen und Schulinfrastrukturen sowie
4. Inklusiv-mediale Schulkultur und Netzwerkbildung.

Hinweise für Autor*innen

Der Call for Participation lädt herzlich dazu ein, inter- und/ oder transdisziplinäre Beiträge zu den vor- stehend genannten Topoi beizusteuern. Bitte schicken Sie Ihren Themenvorschlag (Umfang 4000 bis 6000 Zeichen) bis zum 30.09.2018 an eine der unten angegebenen E-Mail-Adressen.

Extended Abstracts sollten folgende Gesichtspunkte enthalten:

• Thema und Problemstellung,
• Bezug zu übergeordneten Forschungsdiskursen,
• theoretisch-methodologisch-operativer Ansatz,
• Material- bzw. Datenbasis sowie
• Ausblick auf erwartete Resultate.
Die Eingaben werden anhand der Kriterien Originalität des Themas, Relevanz der Forschungsfrage sowie theoretisch-methodische Konfundierung ausgewählt. Bis 31.10.2018 erfolgt ein individuelles Feedback zu den eingereichten Vorschlägen. Die Full Paper zu den angenommenen Abstracts werden per E-Mail bis zum 31.03.2019 erbeten. Die bevorzugt im .doc- oder .docx-Format layoutierten Texte sollten 36.000 Anschläge (inklusive Leerzeichen) nicht überschreiten.
Für weiterführende Auskünfte stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Auf Ihre Eingaben freuen wir uns, auf Ihre Vorschläge sind wir gespannt.
Christian Filk & Heike Schaumburg

Prof. Dr. Christian Filk
Seminar für Medienbildung Europa-Universität Flensburg
Auf dem Campus 1
D-24943 Flensburg
Fon: +49 (0)461 805 2614
E-Mail: christian.filk@uni-flensburg.de Web: www.uni-flensburg.de/medienbildung/

Dr. Heike Schaumburg
Institut für Erziehungswissenschaften Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
D-10099 Berlin
Fon: +49 (0)30 2093 1926
E-Mail: schaumbh@hu-berlin.de
Web: www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/
30.07.2018 um 09:25 Uhr
Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) untersucht mit der Ausstellung DELETE die Produktionsbedingungen und Auswahlprozesse, die ein Bild durchläuft, bevor Zeitschriften und Magazine es drucken. Wie wird die Arbeit der Fotografen und die Aussagekraft ihrer Bilder durch Herausgeber, Redakteure, Autoren und Grafiker beeinflusst? Unter welchen Auftragsbedingungen entstehen ihre Reportagen? Wieviel ihrer Deutungshoheit sind Fotografen bereit an die Redaktionen abzugeben? Welche Mechanismen entscheiden darüber, welche Aufnahmen gezeigt werden und welche unsichtbar bleiben? Was wird erinnert, was wird vergessen? Geleitet von diesen Fragen nimmt das MKG vier Reportagen aus der Zeit von 1968 bis 1983 aus seinen Beständen in den Blick. Gezeigt werden rund 60 Reportagefotografien, vier Bildstrecken aus den Zeitschriften Stern, Playboy, Kristall und Der Bote für die evangelische Frau und vier für die Ausstellung entstandene Interviewfilme, in denen die Fotografen selbst zu Wort kommen. Durch die Gegenüberstellung der gedruckten Bildstrecken, der Kontaktbögen, der von den Fotografen für die Museumssammlung ausgewählten Bilder und ihrer erzählten Erinnerung erfahren die Betrachter Hintergründe über die Auswahlprozesse, die Arbeitsbedingungen der Journalisten, über das Anliegen der Fotografen und ihren gestalterischen Freiraum. Die historischen Positionen von Thomas Hoepker, Ryūichi Hirokawa, Günter Hildenhagen und Hanns-Jörg Anders werden um eine zeitgenössische künstlerische Filmarbeit von Sirah Foighel Brutmann und Eitan Efrat ergänzt, die sich mit der Selektivität von Erinnerung aus künstlerischer Perspektive beschäftigt.

Die Ausstellung DELETE ist im Rahmen der 7. Triennale der Photographie Hamburg unter dem Motto Breaking Point vom 8. Juni bis 25. November 2018 zu sehen.

https://www.mkg-hamburg.de/de/ausstellungen/aktuell/delete.html
23.07.2018 um 12:35 Uhr
What does an emotion look like? How is happiness shaped? Can we touch a person's heart through design?

In an age in which every moment brings with it a new flood of visual images that circulate at a dizzying pace, it is worth pausing momentarily to reflect on the creation of images and the transmission of messages. Studies show that we need only 39 milliseconds in order to form an opinion. Companies pour millions into new products, and politicians invest much time and money in their campaigns - yet the fate of these endeavors is decreed in less than a second.

Many of us feel that we live in a saturated world that is constantly replicating itself, and that we have already seen everything. How, then, are new images created? Do they merely obey market forces, or can they carry subversive messages? And what is the power of the gaze? Is the eye, attacked as it is by so many images, capable of choosing among them or even resisting them?

The study of visual communication is concerned with ways of observing and viewing the world, and with how visual metaphors and images anchored in cultural knowledge contribute to both the construction and the interpretation of reality. The gaze interpreting the image is never innocent, since it encompasses an entire worldview.

The Sagmeister & Walsh studio, an international trendsetter in the field of visual communication, specializes in the transmission of information, messages, emotions and ideas by means of visual tools. Stefan Sagmeister and Jessica Walsh's work is characterized by bold, courageous and subversive design choices that are emotional and human, and their use of various media and
means of expression challenges conventions and ruptures boundaries. These two designers don several hats - those of graphic designers, experimental typographers, and performance artists - in order to introduce greater flexibility into visual communication, transform popular conceptions of design, challenge the status quo, and explore the role of the designer in society.

Using a range of techniques, expressive tools and unconventional materials, and taking various types of risks, Sagmeister & Walsh breathe new life into The medium is the message" (1967). ״ Marshall McLuhan's well-known phrase Their human, subjective approach, which involves a playful engagement with the viewers' senses, gives rise to unforgettable images, while encouraging us to think about the images we consume and produce.

This central exhibition is shown in conjunction with two additional exhibitions that explore the status of images. The exhibition Uncanny, which is on display in the Design Laboratory, features works that blur the line between the real and the imagined. Imbued with an uncanny quality, these works provoke a sense of discomfort, while raising questions concerning the possibility of creating something new out of familiar elements.

The exhibition Wheat Is Wheat Is Wheat, which is on display in the Round Corridor, features works by the designer Peddy Mergui. This exhibition bursts the bubble of conspicuous consumption exploring whether basic products produced by luxury brands, such as flour branded by Prada or rice branded by Louis Vuitton, are truly worth more.

For more information visit: http://www.dmh.org.il/exhibition/exhibition.aspx?pid=50&catId=-1&_atscid=2_83270_67960448_3639778_0_Twdjwteftcp8chw2h


23.07.2018 um 11:21 Uhr
Die Hochschule Luzern – Design & Kunst bietet schweizweit einzigartige Studiengänge an und positioniert sich in der Design- und Kunstforschung mit kreativen Schwerpunkten in Design, Kunst und Film. Dank nationaler und internationaler Vernetzung, profilierten Mitarbeitenden, gut ausgebauten Werkstätten und grosszügigen Ateliers bietet das Departement Design & Kunst ein Arbeitsumfeld mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten. Es ist eines der sechs Departemente der Hochschule Luzern, an der über 1'600 Mitarbeitende tätig sind und sich rund 10'800 Studierende aus- und weiterbilden.
Der Master-Studiengang in Design sucht per 01. Oktober 2018 oder nach Vereinbarung eine/einen

Doktorandin / Doktorand in Design (50-80%)

Aufgaben:
*Entwickeln einer eigenständigen und praxisorientierten Dissertation (Practice–Based PhD) im Bereich Design.
*Mitarbeit bei der Planung und Durchführung von Lehrveranstaltungen des Masterstudiengangs Design.
*Mitarbeit in der Forschung möglich.
*Organisatorische und administrative Unterstützung der Masterleitung in allen Bereichen des Studiengangs (Semesterplanung, Budgetverwaltung, Rechnungswesen, studienrechtliche Angelegenheiten, Organisation von Veranstaltungen des Masterstudienganges).

Profil:
*Abgeschlossenes Master Studium im Bereich Design.
*Sie bringen eine Ausgangslage für eine praxisorientierte Dissertation (Practice–Based PhD) im Bereich Design mit.
*Hohe kommunikative Fähigkeiten und Sozialkompetenz.
*Freude im Umgang mit Studierenden.
*Hohe organisatorische Fähigkeiten und Erfahrungen im Projektmanagement.
*Gute Kenntnisse in Grafik und Bildbearbeitung sowie Microsoft Office Anwendungen.
*Interesse am aktuellen Geschehen in Design und Designforschung sowie der Weiterentwicklung des Masterstudienganges.

Das Angebot:
Die Hochschule Luzern bietet eine anregende Arbeitsumgebung und ein professionelles Umfeld mit ausgezeichneter Infrastruktur. Zur Unterstützung der Dissertation haben Sie über das Swiss Graduate Network Zugriff auf eine grosse Auswahl an Partneruniversitäten. Die Dissertation wird in der Regel von der Partneruniversität erstbetreut; die Zweitbetreuung findet am Departement Design & Kunst der Hochschule Luzern statt. Die Anstellung ist vorerst auf drei Jahre befristet, verlängerbar auf fünf Jahre.

Für Auskünfte steht Ihnen Dr. Jan Eckert, Leiter Master of Arts in Design unter jan.eckert@hslu.ch oder per Telefon unter +41 41 248 61 57 zur Verfügung.

Informationen über die Hochschule Luzern – Design & Kunst entnehmen Sie https://www.hslu.ch/de-ch/design-kunst/.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 03. August 2018.
16.07.2018 um 12:38 Uhr
Die amerikanische Illustrationsszene ist durch ihre Vielfalt an Stilen & Nationalitäten, aber auch kreativem Individualismus, eine der lebendigsten und prägendsten visuellen Kulturen weltweit. Mit der Ausstellung GO WEST! präsentiert das designforum Wien erstmals in Österreich eine Auswahl der besten 16 IllustratorInnen – von aufstrebenden Talenten bis hin zu etablierten Veteranen – aus den USA.

KünstlerInnen:
Agata Nowicka, Armando Veve, Chris Buzelli, Jeffrey Alan Love, Maelle Doliveux, Marcos Chin, Red Nose Studio, Roman Muradov, Shinyeon Moon, Sterling Hundley, Teagan White, Tim O‘Brien, Tran Nguyen, Victo Ngai, Yuko Shimizu, Zharia Shinn

Kuratiert von Peter Diamond

Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10 – 18 Uhr, Sa und So 11 – 18 Uhr
Eintritt: 2 Euro | ermäßigt 1 Euro | freier Eintritt für designaustria-Mitglieder

http://designforum.at/w/calendar/details/3543/
09.07.2018 um 14:02 Uhr
Zeichen als Waffen. Zum Beispiel das Emblem der „Rote Armee Fraktion“, Deutsches Buch- und Schriftmuseum Deutsche Nationalbibliothek, Leipzig. Bis 06.01.19

Terrorgruppen nutzen Zeichen, Texte und Bilder als Waffen. Um politische Handlungen zu erzwingen, setzen sie auf die Macht der Medien wie auf Sprengstoff und automatische Gewehre. Wie werden aus grafischen Zeichen Gewaltakte? Dieser Frage geht das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig in seiner Ausstellung „Zeichen als Waffen“ nach. Die Schau versucht, das Emblem der Roten Armee Fraktion (RAF) aus Stern, Maschinenpistole und den Buchstaben RAF zu historisieren und zu dekonstruieren.

Das Emblem erscheint zuerst im Mai 1971 auf dem Titel von "Das Konzept Stadtguerilla". Im Herbst 1977 ist es auf den Fotos des entführten Hanns Martin Schleyer zu sehen. Das Schreiben, mit dem im April 1998 die Rote Armee Fraktion ihr Ende besiegelt, wird nicht von Unterschriften beglaubigt, sondern vom Emblem der Gruppe.

Heute ist diese grafische Hinterlassenschaft der RAF, deren Geschichte nicht selten unkritisch fortgeschrieben wird, längst zur Pop-Ikone geworden.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Sie wurde kuratiert von Günter Karl Bose, Felix Holler, Jaroslaw Kubiak und Daniel Wittner.

Begleitet wird die Ausstellung von dem Buch "Name, Waffe, Stern. Das Emblem der Roten Armee Fraktion". Es ist im Institut für Buchkunst Leipzig erschienen. Die Autoren sind Felix Holler, Jaroslaw Kubiak und Daniel Wittner

http://www.dnb.de/DE/Ausstellungen/Leipzig/ausstellungZeichenAlsWaffe.html
09.07.2018 um 13:59 Uhr
HIVE is a 6-month residency program hosting 20 young artists and creators from all over the world. This team of young creatives form a collaborative expedition to explore and hack the future, developing concrete solutions applied to universal issues. Energy, oceans, mobility, education, quality of life… are the kind of challenges. 5 functional prototypes will be the result of the residency. Art pieces, interactive experiences, technological solutions, social innovations, everything is possible as long as your project contribute to a more desirable future and as you work in a collaborative way!

The Hive hosts Hivers on six-month residencies in total immersion and, above all, encourages them to experiment collectively with an entirely new way of creating, at the intersection of different disciplines and cultures. Its creators-in-residence, the Hivers, all come from very different backgrounds. Selected through a call for projects, without any qualifications criteria imposed, the creators –all talented in their
respective domains- are inquisitive minds who share thecamp’s values and commitment. Hailing form ten different countries, they share their diverse skills and experiences of life with each other on a daily basis.

The Hive offers its creators-in-residence the freedom to create, since they are provided with bed and board and payment and given support throughout their stay, from conception through to project prototyping. The Hive designs a tailored methodology for assisting its talent. Hivers do not go to the Hive to develop their own personal project. They go there to be surprised and to take part in col-
lective projects addressing fundamental issues for our society, projects they choose collectively during the residency. The Hive team provides them with support using a methodology that is tailored to their needs and strictly supervised in order to encourage collective idea-forming and to accompany them through to prototyping. At the start of the residency, an immersion phase allows Hivers to meet and get to know each other to progressively mingle their skills. Conception workshops are then organized during which the teams are put together and the projects launched. Lastly, the projects arrive at the prototyping phase before being presented to the wider thecamp ecosystem and general public.


Taking its inspiration from American universities, think tanks and fab labs, thecamp is a space where innovative expeditions are planned to survey, assess and invent the future in a collaborative way. It provides the optimum conditions: a human ecosystem for co-creating, methods and tools for prototyping, partners for innovating in the field, spaces for winding down and activities for discovering new things and creating ties.

This base camp is a starting point for mapping out new orientations for tomorrow, using collective intelligence and guided by a humanist vision. The discoveries made on the way will enable us to invent an exciting future through new ways of living, working and collaborating. Nutrition, health, mobility, education, environment... the goal is to create new and positive paradigms for mankind and the planet.

The deadline for applications is 30.09.2018. The programm will take place: January 21–July 30 2019.
For further information visit: https://thecamp.fr/collaborative-residency-hive/faq
09.07.2018 um 10:19 Uhr
Lehrauftrag ADVANCED INTERACTION DESIGN
in Zhuhai/China, WiSe 2018/19

Der deutsch-chinesische Studiengang für visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Brand Design an der Beijing Normal University in Zhuhai/China sucht für das Wintersemester 2018/19 vom 29. Oktober - 23. Dezember 2018 eine(n) Dozenten für den Kurs „Advanced Interaction Design“.

Anforderungen
Hochschulabschluss (Master, Dipl.)
einschlägige Lehrerfahrung, aussagekräftiges Portfolio
Unterrichtssprache: Englisch

Umfang
Kursdauer: 8 Wochen
72h für 1 Klasse von Studierenden aus dem 7. Studiensemester

Vergütung
72*280 RMB = 20160 RMB
Return Flight (Economy Class) und weitere An- und Abreisekosten
Unterbringung, Visa-Angelegenheiten, spezielle Versicherungsangelegenheiten

Synopsis:
Interaction Design ist eine Methode im Webdesign. Der grafische Aufbau einer Webseite erfolgt unter Berücksichtigung der Anforderungen des betrachtenden Gerätes dynamisch. Eine Webseite wird damit auf einem großen Display anders dargestellt als auf einem Tablet-PC oder einem Smartphone. Für die Anwendung im Digital Branding lassen sich damit spezifische Formate für technisch divergente Zielgruppen integrieren. Das Modul beinhaltet eine Einführung in die wesentlichen Merkmale und Grundlagen des responsive Web Design und zeigt seine generellen Anwendungsmöglichkeiten und seine sinnvollen Einsatzmöglichkeiten im Digital Branding. Fallbeispiele und angeleitete Übungen zeigen die fachpraktischen, methodischen und instrumentalen Aspekt dieses Arbeitsgebietes.

Die Lehrinhalte unterteilen sich in folgende Bereiche:
• Konzeptionelle Grundlagen des Responsive Design
• Technische Grundlagen, Möglichkeiten und Methoden des Responsive Design
• Anwendungsmöglichkeiten des Responsive Design mit Fallbeispielen
• fachpraktische Übungen mit Werkzeugen – Erstellung eigener kleiner Lösungen

Kontakt:

PROF. DR. STEFAN WALLER
Academic Director
German-Sino Cooperation Program

Room D-301, Design Building
Beijing Normal University, Zhuhai
Zhuhai City. Guangdong, P.R. China

Fon + 86 159.1915.6698
stefan.waller@brand-acad.de
http://design.bnuz.edu.cn
http://brand-acad.de
06.07.2018 um 07:37 Uhr
Der Konferenzband zur Edulab-Konferenz ist erschienen:

16 spannende Beiträge über den Stand der Dinge in der Realität des Lernens und Lehrens von Design, Kursbeispiele und Reflexionen, und natürlich neue Fragestellungen an die Weiterentwicklung der Designlehre.

Das Buch ist interessant für alle, die als Lehrende an Hochschulen oder Schulen im Bereich Design / Werken / Kunst tätig sind bzw. einen angewandten Einblick in diese Gebiete erhalten möchten.

Zu bestellen über den Buchhandel oder direkt beim kopaed-Verlag
ISBN 978-3-86736-412-6

https://kopaed.de/kopaedshop/?pg=1_10&pid=1129

18 EUR

Hrsg. Birgit S. Bauer und Daniela Hensel
Design: buerobumbum.de
Redaktion/Lektorat: Anna E. Wilkens

Bilder: buerobumbum.de
26.06.2018 um 18:53 Uhr
Seit 2011 befindet sich das Archiv der ehemaligen Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG) in den denkmalgeschützten Räumen der einstigen Designschule auf dem Ulmer Kuhberg. Das Archiv ist seit 1993 dem städtischen Museum Ulm mit einem Bestand angegliedert, der sich aus 6.500 Grafiken, 350 Modellen, 11.000 Fotografien und 30.000 Schriftdokumenten zusammensetzt. In seiner Doppelfunktion als Museum und Archiv hat das HfG-Archiv die Aufgabe, Inhalte und Bedeutung der Hochschule einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies geschieht durch das Bereitstellen archivarischer Bestände für externe Forscher_innen sowie durch die eigene wissenschaftliche Bearbeitung, deren Ergebnisse in Wechselausstellungen, Publikationen und Symposien einfließen.

Mit der Reihe Designer in Residence verfolgt das HfG-Archiv das Ziel, die eigene Doppelfunktion als Museum und Archiv in den Räumen der einstigen Ausbildungsstätte mit zeitgenössischer Designforschung und -vermittlung zu verbinden.

Unter der Vorgabe gegenwartsrelevanter Themen pro Residence entfaltet sich das Potenzial des Programms: Zum einen bietet sich internationalen Designtalenten, die am Beginn ihrer Karriere stehen, die Gelegenheit der persönlichen, kreativen Weiterentwicklung und Profilierung in einem einmaligen Umfeld der national und international bedeutsamen Designentwicklung der Nachkriegszeit. Die Sammlung zur ehemaligen HfG Ulm ist hierfür Ausgangspunkt und Inspiration. Zum anderen ist es nicht nur Anliegen, sondern auch Aufgabe der bewahrenden Einrichtung, das kulturelle Erbe der ehemaligen HfG Ulm in die Gegenwart zu führen. Das bedeutet, durch Teilhabe und Forschung das HfG Erbe zu vermitteln und anhand zeitgenössischer Themen zu befragen – und nicht zuletzt: den historischen zu einem lebendigen Ort der Auseinandersetzung zu machen.

Zum ersten Mal wird eine Residence im Herbst 2018 stattfinden und dabei"Gender Design" zum Thema haben. Folgend auf die Residence findet Anfang 2019 eine Ausstellung statt, die sich diesem Ansatz widmet und unter Einbezug der Residence-Ergebnisse eine Plattform zur Diskussion sein möchte.

Durch eine internationale Ausschreibung sind Designer_innen dazu aufgefordert, sich um ein dreimonatiges Residence-Stipendium zu bewerben, welches zu einer experimentellen, technischen, künstlerischen, wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem HfG-Erbe unter zeitgenössischem Bezug einlädt. Die rein wissenschaftliche Auseinandersetzung ist insbesondere durch interne und externe Forschung (Archivbesuch, Publikationsanfragen, Ausstellungen, usw.) bereits gegeben. Deshalb richtet sich das Programm explizit und zur Förderung des Nachwuchses an Persönlichkeiten aus der Gestaltungspraxis und / oder an der Schnittstelle zur angewandten Designforschung. Die Bereiche orientieren sich an den an der HfG Ulm historisch vertretenen Unterrichtsbereichen, die auch die Sammlung des Archivs bestimmen: Architektur, Visuelle Kommunikation, Produktgestaltung, Fotografie, Information, Film. Ebenso sind spartenübergreifende Zugänge willkommen.

Was wird mit dem Stipendium geboten?

Der per Jury ausgewählten Person werden folgende Leistungen als dreimonatiges Stipendium durch das HfG-Archiv Ulm angeboten:
 monatliches finanzielles Stipendium i. H. v. 1.200 €
 Budget für Arbeitsmaterialien (nach Absprache)
 einmalige Reisekostenerstattung (An- und Abreise von / nach Ulm) entsprechend einer
Bahnfahrt 2. Klasse bzw. bei einer Reisezeit von über 6 Stunden die Flugkosten in der
niedrigsten Flugklasse (Economy oder vergleichbare Klasse)
 Arbeitsräume im HfG-Archiv, Zugang zu Werkstätten, Rechercheunterstützung
 kostenloser Wohnraum in einem der ehemaligen Dozentenhäuser unmittelbar neben der
ehemaligen HfG Ulm, freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch die Stiftung HfG Ulm
 Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit und ggf. Kontakt mit lokalen Partnern sowie
Präsentations- und Gesprächsmöglichkeiten
 Einbindung und Präsentation der Residence-Ergebnisse im Rahmen der nachfolgenden
Ausstellung zum Thema Gender Design Anfang 2019

Was ist mit der Annahme des Stipendiums verbunden?

 eigenverantwortlich: gültige bestehende Kranken- und Haftpflichtversicherung,
ggf. Beschaffung eines Visums für den Aufenthalt in Ulm, Lebenshaltung und Verpflegung
 dreimonatige Anwesenheitszeit in Ulm (nach Absprache zw. Sept. - Dez. 2018)
 Beschaffung von Arbeitsmaterialien (mit Unterstützung durch das HfG-Archiv)
 Dokumentation der eigenen Arbeitsprozesse und -ergebnisse mit dem Ziel, diese in der
folgenden Ausstellung sichtbar zu machen (Form offen)

Bewerbung:

 CV und Portfolio (Auswahl bisheriger Projekte, Arbeitsproben in dokumentierter Form)
 Motivationsschreiben und Schilderung zum Arbeitsvorhaben (evtl. mit Kostenschätzung und /
oder Skizzen) während der Residence mit Bezug zum Thema "Gender Design" und dem HfG- Archiv, max. 2 Seiten, auf Deutsch oder Englisch

Input zum Thema "Gender Design":
Während das Prinzip "Menschen formen Dinge, Dinge formen Menschen" eher ein universalistisches ist, verschrieb sich die HfG Ulm dem Ziel, durch Gestaltung auf Kultur einzuwirken - wie schon das Bauhaus vor dem Zweiten Weltkrieg. Die "Gute Form", geprägt in den 1950er Jahren und vor allem auch durch Max Bill, ist nicht nur der Begriff für eine zeitlose und funktionale Gestaltung, sondern ist verknüpft mit moralischen und demokratischen Idealen: eine Gestaltung für alle.
Der Ansatz des Gender Designs wiederum ist zeitgenössischer Ausdruck einer sich immer weiter ausdifferenzierenden und global vernetzten Welt. Für alle - der Versuch, dem gerecht zu werden, spiegelt sich in Ansätzen wie Social, Universal, Critical oder Eco Design wider. Geschlecht, im Sinne des engl. 'gender' als sozial konstruierte Kategorie (und im Gegenüber zu 'sex'), eröffnet im Zusammenhang mit Gestaltung vielfältige Perspektiven auf den kulturellen Alltag. Fragen nach Gender im Design, aber auch danach, was es heißt, genderspezifisch, -sensibel, -neutral zu gestalten, sind noch wenig gestellt worden. Daraus ergibt sich der sowohl für die Residence als auch für die geplante Ausstellung zentrale Anknüpfungspunkt: Was bedeutet es für den Gestaltungsprozess sowie das -ergebnis, Gender Design ins Zentrum der Formfindung zu rücken?

Es können nur die Bewerbungen berücksichtigt werden, die bis zum 15. Juli 2018 und per Mail eingereicht werden. Die Stipendiumsvergabe erfolgt durch die Jury. Das Urteil ist nicht anfechtbar.

Kontakt: HfG-Archiv / Museum Ulm, Designer in Residence - Katharina Kurz, Am Hochsträß 8, 89081 Ulm, +49 (0)731/161-4376, k.kurz[at]ulm.de



11.06.2018 um 09:37 Uhr
2

Willkommen !



Bitte bestätigen Sie die Kenntnissnahme der Nutzungsbedingungen .