Pinnwand
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Eine Umfrage auf dem diesjährigen Kolloquium "Design promoviert" ergab, dass
Doktorand(inn)en im Design sich schlecht auf eine Promotion vorbereitet fühlen.
Die Umfrage zeigte auch, dass es Seitens der Doktorand(inn)en Lösungsvorschläge gibt, die möglicherweise Professor(inn)en und Betreuer(innen) von Promotionen in ihrem ohnehin schon stressigen Alltag entlasten.

Für ihre aktuelle Studie, die im Rahmen ihrer Promotion an der Universität Vechta bei Prof. Dr. June H. Park angesiedelt ist, sucht Jeanine Dörr Professor(inn)en und Betreuer(innen) von Promotionen, um die Lösungsvorschläge der Doktorand(inn)en zu diskutieren und weitere Lösungen zu finden.


Wann: Freitag, 1. Dezember 2017 um 10.30 Uhr
(direkt vor Beginn der DGTF-Tagung)
Wo: Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Wer: Professor(inn)en und Betreuer(innen) von
Promotionen


Weitere Infos zu Jeanine Dörr finden Sie unter
www.j-doerr.de/mein-profil.
20.09.2017 um 09:58 Uhr
Im Rahmen des Ausstellungsprojekts „Kabinett des Unbekannten“ findet im Berliner Werkbundarchiv -
Museum der Dinge ein Gespräch mit Daniel Kannengießer, seit 5 Jahren Inhaber der Firma Kerfin & Co., über den “Berliner Schlüssel” statt. Dieser Schlüssel mit den zwei Bärten ist das “Schlüsselobjekt” zur o.g. Ausstellung und die Firma Kerfin & Co. erhielt 1912 – damals noch in Kreuzberg ansässig – das Patent auf dieses Schließsystem.

Im Vorfeld des Gespräches finden kostenfreie Führungen durch die Ausstellung “Kabinett des Unbekannten” statt, um 17:00 in Englisch und um 18:00 in Deutsch.

Das Ausstellungsprojekt “Kabinett des Unbekannten” wird gefördert im Programm Fellowship Internationales Museum der Kulturstiftung des Bundes.

Das Gespräch findet auf Deutsch statt.



http://www.museumderdinge.de/veranstaltungen/gespraech-zum-berliner-schluessel
19.09.2017 um 10:03 Uhr
What do Design Thinking and Service Design have to do with Organisations, Public Sector Innovation, Social Change and Business Innovation? Find out November 16. and 17, 2017 at the International Symposium Design in Organisations at the HSLU D&K Luzern. Join in the discussions, break out sessions and workshops with Richard Buchanan, Sydney Smith-Heimbrock, Katja Tooming-Buchanan, Xin Xiangyang and Catalina Cardozo, among others.

https://blog.hslu.ch/designingorganizations-en/


Register before October 30, 2017.


13.09.2017 um 10:13 Uhr
Für ihre aktuelle Onlinestudie sucht Kerstin Schoch Studienteilnehmer_innen, die ein Studium mit Bezug zur Bildenden Kunst absolviert haben oder ein solches mindestens im 3. Fachsemester studieren. Hierzu gehören z.B.

Kunstwissenschaft
Bildwissenschaft
Kunstgeschichte
Kunstpädagogik
Kunsttherapie
Freie Kunst
Angewandte Kunst
Grafikdesign
Design
Restaurierung
u.a.m.

Die Studie findet im Rahmen ihrer Promotion am Department für Psychologie und Psychotherapie der Universität Witten/Herdecke und ihrer Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg statt. Es handelt sich um die weitergehende Erprobung eines von ihr entwickelten quantitativen Ratinginstruments für zweidimensionale bildnerische Arbeiten (RizbA). Mit ihm sollen Experten_innen bildnerische Arbeiten objektiv im Sinne einer klassischen Bildanalyse beschreiben können. Es geht hierbei nicht um eine Bewertung oder Interpretation.

Die Studie besteht aus zwei Teilen. Zweiterer findet zu einem späteren Zeitpunkt statt. Die Bearbeitung dauert jeweils 20 - 30 Minuten.

Unter allen Teilnehmer_innen werden zwei Amazongutscheine in Höhe von jeweils 15 Euro verlost.

Zur Teilnahme gelangen Sie direkt über folgenden Link:
www.soscisurvey.de/rizba_test

Alle Informationen zur Studie finden Sie auch unter
www.kunsthochzwei.com/studienteilnehmerinnen-bildende-kunst-gesucht
www.facebook.com/events/1795082100790425
13.09.2017 um 10:09 Uhr
Anläßlich der MCBW 2018 konzipiert state of DESIGN ein Ausstellungsformat, das den status quo kritisch hinterfragt, um Innovationen im Designfeld aufzuspüren – mit VICIS // ALWAYS CHANGE A RUNNING SYSTEM.

Wie stellt man die richtigen Weichen für eine Gesellschaft im Wandel? Und wer? Welche Strukturen gilt es zu erhalten und zu schützen, welche zu erneuern und zu verändern? Im Spannungsfeld zwischen Ziel der Sehnsucht und Bedrohung des Unbekannten braucht es Raum und Dialog. Raum für Experimente, Recherche und Beobachtung, Dialog zwischen Erfahrungsschatz, Innovation und Interessen. So können vorherrschende Strukturen in ihrem Selbstverständnis hinterfragt, geprüft und nachhaltig angepasst werden.

Die Ausstellung VICIS // ALWAYS CHANGE A RUNNING SYSTEM zeigt Arbeiten von nationalen und internationalen Designern, die auf verschiedensten Ebenen mit ihren Arbeiten neue Wege und Lösungen anstreben.

Dabei bestimmen Herkunft und Biografie unterschiedliche Herausforderungen, Prozesse und Ergebnisse. Raum und Dialog müssen – je nach Lebens- und Arbeitsbedingung – bereitgestellt, erobert oder gar versteckt werden, um zu gestalten und mitzugestalten. Raum und Dialog wird es in der Ausstellung genug geben mit gezeigten Arbeiten, Vorträgen, Diskussionsrunden und Netzwerkabenden, verteilt auf 5 Etagen und über 430 m².


Ort:
Ein Luftschutzbunker aus dem zweiten Weltkrieg – Baujahr 1941, im Zentrum der Münchner Altstadt, sollte 1200 Personen auf 6 Stockwerken Schutz vor Luftangriffen gewähren. Heute, 76 Jahre später, soll der Ort behutsam zu einem neuen Zentrum für Ausstellungen und Veranstaltungen zu Architektur, Stadt und Design umgewandelt werden – mit einer Dauerausstellung zur Stadtentwicklung Münchens, einem Stadtmodell und Wechselausstellungen zu aktuellen nationalen und internationalen Themen wird eine Plattform für den öffentlichen Diskurs über Baukultur entstehen. In Zusammenarbeit zwischen Stadt und der Architekturgalerie München wird ein Ort geschaffen, der offen ist für gute Ideen, ein Experimentierfeld für kreative Geister, ein Treffpunkt für Interessierte aus aller Welt.
VICIS // ALWAYS CHANGE A RUNNING SYSTEM ist eine der wenigen Ausstellungen, die vor den geplanten Umbauarbeiten dort gezeigt werden.

Die Architekturgalerie selbst versteht sich als Plattform für die Diskussion um Architektur und verwandte Themenfelder in ihrer Auseinandersetzung mit Raum, wie etwa Fotografie, Video, Bühnenbild, Skulptur und Design. Die Eröffnungsabende der Ausstellungen, ebenso wie die zahlreichen Themenabende mit Vorträgen, Buchvorstellungen und Diskussionen bringen unterschiedlichste Personengruppen zusammen und fördern den lebendigen Diskurs über Architektur und Planung.

Bewerbung:
Alle Designer und Design Studios, Produzenten und Institutionen jeglicher Herkunftsländer können sich um eine Teilnahme bewerben. Die Ausstellung ist auch offen für Teilnehmer aller möglichen Design-Disziplinen über Schmuck- und Mode-, über Möbel-, Produkt- und Kommunikationsdesign hin zu Automobil und Mobilität, Architektur- und Stadtplanung.
Bewerbungen sind erst gültig mit der Einreichung des ausgefüllten, unterschriebenen Formulares und müssen die Organisatoren vor dem 31. Dezember 2017 erreichen.

Den Early-Bird-Tarif gibt es bis 30.09.2017

Anmeldeformular: http://www.stateofdesign.berlin/Bewerbung%20mcbw_vicis.pdf

Director:
Alexandra Klatt
www.stateofdesign.berlin
11.09.2017 um 09:40 Uhr
Project Coordinator The Politics of Data

Level: Mid Level with Project Management responsibilities
Location: Berlin, full time payroll contract

The Project Politics of Data project researches, develops, tests and distributes resources which help the interested public understand the how their personal and individual data is accumulated and used and the implications for their privacy and civil liberties. Related projects: Me and My Shadow, the Data Detox Kit, The Glass Room.

What we are looking for
Tactical Tech is looking for a highly committed and experienced individual to come onboard as a Project coordinator for their work on the intersection between personal data, social justice, civil liberties and human rights. They are looking to hire someone, who is a great communicator and has experience in handling advocacy, public awareness raising, and capacity building projects with a civil liberties and human rights context. Focussed on digital technologies. Ideally, you will have practical experience in producing toolkits, guides or campaign materials, as well as in organising international trainings and events.

Tactical Tech are looking for someone who has a sound understanding of digital technologies and the role data and technology can have on civil liberties. You should be comfortable translating complex issues for non-technical audiences, based on a combined technical and socio-political understanding of the issues. You should also ideally have experience working within a non-profit or comparable environment with a capacity building or advocacy focus. Tactical Tech is entirely grant-funded, therefore you will also have sound project and budget management experience.

The Role
The Project Coordinator will work on at least one project that requires the production of a series of awareness raising resources, such as animations, toolkits and websites. The project coordinator will also contribute to the capacity building deliverables related to the project, such as training curricula and toolkits.

The Project Coordinator will be part of the programme team and depending on experience and funding, may lead small projects. In this role, you will be responsible for timely and high quality implementation and project coordination, as well as high quality input to grant reports and proposals, as required. The Project Coordinator will report to the Executive or the Deputy Director.

Education, Skills and Professional Experience

*At least five years experience in working in advocacy, production of awareness raising resources, and capacity building within an international non-profit setting. Experience in producing toolkits, websites, curricula and public awareness materials a distinct advantage.
*Demonstrated expertise in issues related to the intersection of tech, data, privacy and civil liberties/human rights.
*Outstanding communication and interpersonal skills.
*Strong research and writing skills and proven ability to write in a non-academic, engaging manner for non-technical audiences in a number of formats.
*Native or near native written English, additional languages a distinct advantage.
Experience in project management with a strong practical approach.

*Excellent skills in using open source office software.
*The ability to work in a variety of team settings.
* Good problem-solving skills, with a hands-on and can-do approach.
*Comfortable with creative and iterative processes.
*Ability to produce results under pressure and within tight deadlines.
*Ability to work flexibly in a dynamic and fast moving environment.
*Demonstrable commitment to Tactical Tech's mission and values, including an understanding of the
geopolitical contexts in which Tactical Tech's work is carried out.
*Experience working internationally and a sensitivity to political situations and different views of the
world.

Other
This is a mid level position. Graduates with at least five years experience are encouraged to apply. The salary is based upon the internal salary scales for project coordinators and is competitive for a Berlin-based non-profit. This is a two-year position, with a six month probation period. Tactical Tech hope to extend this position, depending on available funds and performance. We are seeking candidates who have the right to live and work in Europe.

Please apply via email jobs@tacticaltech.org (the PGP Key fingerprint is: F332 42F9 DD5B 91D9 AEF3 108A 6AC5 FEC2 7C8B 5F0D) using the subject line “Project Coordinator” with your CV and a covering letter in a pdf format outlining your suitability for the post by September 17th 2017

Only successful candidates will be contacted. Unfortunately, we do not have the capacity to respond to individual phone and email inquiries.

Available at https://tacticaltech.org/project-coordinator-politics-data

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Project Coordinator Exposing the Invisible

Level: Mid Level with Project Management responsibilities
Location: Berlin, full time payroll contract

Project: Exposing the Invisible is a project that seeks to help activists around the world use publicly available information for investigation. Related projects include: Visualising information for Advocacy (VIFA).

In this project we train, convene and collaborate with investigators, activists, journalists, researchers, artists and others working to uncover data on social/political issues such as corruption, environmental and social justice, human rights, and abuses of power. Together, they share strategies and methodologies on exploring data, investigating issues and finding stories. In the coming year they will be developing a citizen investigation toolkit. This will be one of the tasks the successful candidate will work on.

The preferred candidate has a background in human rights, investigative journalism, open data or anti-corruption and accountability. The Project Coordinator will have practical experience in using data to tell stories and change narratives through proven and successful projects. Tactical Tech are looking for someone, who has a broad understanding of different techniques, methodologies, tools and skills on data investigations, who wants to use this experience to help others learn how to do the same. Ideally, you will also have excellent writing, research and production skills. Tactical Tech is entirely grant-funded, therefore you will also have sound project and budget management experience.

The Role
The Project Coordinator will work on at least one project that has a series of deliverables including producing a toolkit related to using data to uncover abuses of power. Other key activities include organising digital security trainings and workshops.

The Project Coordinator will be part of the programme team and depending on experience and funding, may lead small projects. In this role, you will be responsible for timely and high quality implementation and project coordination, as well as high quality input to grant reports and proposals, as required. The Project Coordinator will report to the Executive or the Deputy Director.

Education, Skills and Professional Experience

*At least five years experience in working in data-based research, visualisation and storytelling, ideally within an international non-profit setting. Experience in producing toolkits, websites, curricula and public awareness materials a distinct advantage.
*Demonstrated expertise in techniques and actions to find, collect, analyse, and visualise data such as web-scraping; googleDorking; image forensics; metadata analysis; finding information from social media platforms, information design, etc. Direct experience in investigating with activists and on sensitive issues is preferred.
*Sound understanding of issues related to the intersection of tech, data, digital security, investigation and civil liberties.
*Outstanding communication and interpersonal skills.
*Strong research and writing skills and proven ability to write in a non-academic, engaging manner
for non-technical audiences in a number of formats.
*Native or near native written English, additional languages a distinct advantage.
*Experience in project management with a strong practical approach.
*Excellent skills in using open source office software.
*The ability to work in a variety of team settings.
*Good problem-solving skills, with a hands-on and can-do approach.
*Comfortable with creative and iterative processes.
*Ability to produce results under pressure and within tight deadlines.
*Ability to work flexibly in a dynamic and fast moving environment.
* Demonstrable commitment to Tactical Tech's mission and values, including an understanding of the geopolitical contexts in which Tactical Tech's work is carried out.
*Experience working internationally and a sensitivity to political situations and different views of the world.

Please apply via email jobs@tacticaltech.org (the PGP Key fingerprint is: F332 42F9 DD5B 91D9 AEF3 108A 6AC5 FEC2 7C8B 5F0D) using the subject line “Project coordinator” with your CV and a covering letter in a pdf format outlining your suitability for the post by September 17th 2017

Only successful candidates will be contacted. Unfortunately, we do not have the capacity to respond to individual phone and email inquiries.
06.09.2017 um 14:51 Uhr
Die 14. Jahrestagung der DGTF mit dem Titel: Civic Design. Zur Theorie und Praxis des Sozialen und Politischen im Design
findet vom 01. bis 02. Dezember in der Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle statt.
06.09.2017 um 10:08 Uhr
Wir suchen eine/n erfahrene/n Industriedesigner'in (als wissenschaftliche/n Mitarbeiter*in) mit Lust auf Designforschung, praktisches Entwerfen, schnelles Prototyping und Interdisziplinarität auf höchstem Niveau als Verstärkung in unserem Team. Auch wenn du dir eine Promotion vorstellen kannst bist du bei uns genau richtig!

Inhaltlich geht es vor allem um die Unterstützung in dem visionären Forschungsprojekt Feldschwarm. Hier gilt es den gesamten Designentwurfsprozess für den Entwurf von teil-autonomen Landmaschinen und deren Mensch-Maschine-Schnittstellen abzudecken.

Was genau sind die Aufgaben und Voraussetzungen?
Offizielle Ausschreibung auf tu-dresden.de

Wer oder was ist die Juniorprofessur Technisches Design und was genau machen wir?
tu-dresden.de/design

Wie kannst du schnell einen ersten Eindruck von unserer Arbeit bekommen?
Blog · Facebook · Instagram

Bitte bewirb dich bis zum 25.09.17 bei Jun.-Prof. Jens Krzywinski
(jens.krzywinski@tu-dresden.de).
28.08.2017 um 12:20 Uhr
Ästhetik des Konsums
Ambivalenz der Verführung

Symposion im Wintersemester 2017/18
des Forums der Muthesius Kunsthochschule Kiel
am 19.-21. Januar 2018

Kunst versteht sich in der Regel als Gegensatz zum Konsum. Als der italienische Regisseur Pier Paolo Pasolini in den sechziger Jahren seine radikale Kulturkritik vorantrieb, beschrieb er die Ausbreitung der Wohlstandsgesellschaften in den ehemals armen Regionen Süditaliens, den Konsumismus als eine neue Form der Herrschaft und eines politischen und kulturellen Wandels von anthropologischen Ausmaß. Überhaupt sind wir es gewohnt, die Kunst als einen Hort des Widerstandes zu denken, der sich diesem Totalitätszusammenhang einer globalen Wachstumsökonomie widersetzt.
Jahrzehnte nach Pasolinis Statement werden die unheilvollen Auswirkungen dieses wahrhaft weltgeschichtlich neuen Lebensstils in seinen ökologischen Folgekosten unübersehbar. Und doch ist Vorsicht geboten vor zu eilfertiger kulturkritischer Denunziation des Konsums, einer gelegentlich wohlfeilen Kritik, die seit jeher eher von solchen Vertretern der Kulturkritik formuliert wurde, deren auch materieller Lebensstandard, will sagen konkreter Konsum, an Ressourcen weit über dem Durchschnitt ihrer Herkunftsländer und erst recht der Armen dieser Welt stand. Auch Pasolini genoss seinen roten Sportwagen um in den von ihm verklärten rückständigen Mezzogiorno zu fahren.
Jedenfalls wird eine einfache moralische Anklage dem Phänomen des Konsums weder gerecht noch erzeugt sie außer moralischer Selbstvergewisserung gesellschaftliche Optionen. Doch erst recht aus der Position des Designs gerät man schnell in ein Dilemma. Ist nicht unbenommen aller funktionalen Voraussetzungen gerade das ästhetische Surplus seine ureigene Bestimmung und geht es nicht darum, die Artefakte über das Reich purer Notwendigkeit zu erheben? Das Design der Dinge im modernen Sinne ist nun untrennbar mit der rasanten Entwicklung der kapitalistischen Ökonomie verbunden. Doch verbindet man nicht mit jeglichem demokratischen Anspruch eben auch einen allgemeinen Wohlstand die Möglichkeit die Dinge des alltäglichen Lebens frei zu wählen, d.h. zu konsumieren? Die aktuelle ökologische Krise ist eben nicht nur in den leicht absurden Excessen der Superreichen und grober und dümmlicher Verschwendung unserer natürlichen Lebensgrundlagen begründet, sondern nicht weniger in dem erfreulichen Anwachsen des Mittelstandes in Ländern wie Indien und China, der endlich die Kluft in der Verteilung der Reichtümer zwischen den alten Industrienationen und dem Rest der Welt ein wenig schließt.
Hier soll es um eine positive Ästhetik des Konsums als Voraussetzung moderner individualisierter Funktionsgesellschaften gehen und die vielfachen sonstigen Probleme der Konsumkultur können nur angedeutet bleiben. Ziel ist eine Analyse des Designs als der zentralen Instanz, in der aus einem einfachen Verbrauch das eines ästhetischen Konsums wird.
Dies ist auch eine Frage der Selbstreflexion in einer Welt der Kreativen und Künstler, die sich nur allzu gerne jenseits solcher moralischen Ambivalenzen situieren. Stattdessen gilt es zu beleuchten, wie Kunst und Design in ihrer Struktur – in ihrer historischen Genese im Zentrum jener Entwicklungen stehen, die uns einerseits mit Marx gesprochen eine erfreuliche Entfaltung der Produktivkräfte, einen einst unvorstellbaren Reichtum, beschert hat, und uns andererseits an die Grenze einer Vernichtung unserer eigenen natürlichen Lebensgrundlage führte. Und diese alltägliche Ästhetik trägt alle angedeuteten moralischen Ambivalenzen in jedem einzelnen Konsumakt irgendwo auf der globalisierten Welt in sich.
Das Symposion versucht einen Blick auf die Ästhetik des Konsums zu werfen, der von dessen Notwendigkeit ausgehend dessen zivilisatorische Kraft erkennt, ohne dabei seine ökonomischen und ökologischen Ambivalenzen zu verkennen. Gerade weil Konsum auch ein ästhetisches Phänomen ist, lohnt es zu erkunden, ob nicht gerade in der Ästhetik des Konsums auch das Potenzial zu finden ist, die weltzerstörenden individuellen wie gesellschaftlichen Praxen unserer globalen Ökonomie zu ändern ohne dabei sein zivilisatorisches und emanzipatorisches Potenzial aufgeben zu müssen.
Es gilt Konsum neu zu denken!
Die Beiträge aus Kultur-, Sozial-, Medien-, Kunst- und Designwissenschaften können das Thema gleichermaßen mit grundlegenden Reflexionen wie auch exemplarisch an Einzelphänomenen aus Kunst, Design oder den Medien entwickeln.

Bei Interesse senden Sie bitte einen Abstract und eine Kurzbiographie bis spätestens 28.9.2018 an:
forum@muthesius.de zu Händen Maike Schulken

www.muthesius-kunsthochschule.de
Forum Maike Schulken
Für alle organisatorischen Fragen
0431 5198448 – forum@muthesius.de

Für Vortragende werden Reise- und Unterkunftskosten übernommen.

Verantwortlich:
Prof. Dr. Norbert M. Schmitz (Ästhetik)
Muthesius Kunsthochschule Kiel

22.08.2017 um 16:18 Uhr
Die HMKW – Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, Berlin ist eine private Fachhochschule mit den vier Fachbereichen Journalismus und Kommunikation, Psychologie, Wirtschaft und Design.

Am Fachbereich Design bieten wir seit dem Wintersemester 2016/17 den englischsprachigen Masterstudiengang Communication Design an, in dem wir einem Research Through Design Ansatz folgen. Für das Wintersemester 2017/18 suchen wir forschende Designer*innen (mind. mit Master- bzw. Diplomabschluss) für die Lehre in den Modulen …

CCT CRITICAL AND CREATIVE THINKING
1. Semester, 5SWS, Unterrichtssprache Englisch
Inhalte: Gesellschaftlich relevante Themengebiete in denen Design eine Rolle spielen kann diskutieren und dabei die gestalterische Auseinandersetzung fördern. Hieraus sollen sich erste mögliche Themen für Masterprojekte entwickeln.

PE PERSUASION AND ENGAGEMENT
3. Semester, 5SWS, Unterrichtssprache Englisch
Inhalte: Psychologie menschlicher Entscheidungen, menschliches Verhalten im Raum. Verhaltensveränderung durch Design (Constraining, Nudging, Gamification). Design für (politische) Mobilisierung und Partizipation.

Kurzbewerbungen mit cv (und Modulangabe!) per E-Mail bitte bis 28. August 2017 an Prof. Dr. Jan-Henning Raff:
j.raff@hmkw.de

www.hmkw.de

10.08.2017 um 18:47 Uhr
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