Pinnwand
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Für unsere Alltage sind maßgeblich Dinge verantwortlich. Wir gebrauchen sie, verbrauchen sie, eignen sie uns an und eignen sie um, wir sprechen ihnen Werte zu und entwerten sie, reihen uns in die Dingwelt ein und sortieren Dinge aus. Alltage verstehen zu wollen ist also zu einem wesentlichen Teil darauf angewiesen, unseren Umgang mit Dingen zu verstehen. Womöglich könnte man beides sogar gleichsetzen und sagen: Alltage verstehen heißt unseren alltäglichen Umgang mit Dingen zu verstehen. Diese Perspektive scheint zunächst eine beschreibende, Alltage erkennen wollende Haltung zu implizieren. Daneben gilt aber für viele dieser Dinge, dass sie das Ergebnis gezielter und bewusster Gestaltung sind, es handelt sich im Grunde bei jedem massengefertigten Produkt um ein Designartefakt. Wenn nun Dinge und Alltage so eng miteinander verzahnt sind, dass das eine Verstehen zu wollen, ein Verstehen des Anderen meint, so drängt sich die Frage auf: Wie sehr ist der Alltag selbst ein (komplexes) Designprodukt? Ist Alltag gestaltbar? Können Designerinnen – in einem weiten Sinne – indem sie Artefakte hervorbringen auch Alltage gestalten? Von Seiten eines weitverbreiteten Selbstverständnisses in Designdisziplinen und ebenso der Werbeversprechen scheint diese Frage klar: Natürlich gestalten Designerinnen Alltage. Laut Designtheoretikern wie Friedrich von Borries entwerfen sie die ganze Welt (Borries 2016).

Wir sind da misstrauischer – nicht zuletzt, weil wir den allzu werberischen Ton in der populären ‚Designtheorie‘ kennen. Ist es nicht vielmehr so, dass das ‚Design‘ als poietische Kunst gewissermaßen da endet, wo die Dinge als Ware in die Welt entlassen werden – das intentionale Entwerfen anhand von Ideen, Konzeptionen und konkreten Arbeitsaufträgen nimmt seinen Weg über das Problematisieren, Suchen und Finden, Ordnen und Formen und entlässt eine Ware in eine Welt. Die platonische Schriftkritik, wonach mit dieser letztlich Gedanken als Waisen in die Welt entlassen werden, die sich von ihrem Urheber entfernen und auf seinen Schutz nicht mehr zählen können, greift auch für die designte Dingwelt. Ein Gedanke, welcher der Designtheorie eigentlich seit den 1980er Jahren nicht mehr fremd ist. Der Mathematiker und Designtheoretiker Horst Rittel beispielsweise hält in dieser Zeit fest, dass Design mit der Festlegung auf einen Plan, welcher ausgeführt werden soll, endet (Rittel 1987). Das Designte kann – und muss – angeeignet werden und wird dabei immer wieder transformiert. Vielleicht ist das der Grund, warum Objektbiografien häufig erst nach dem poietischen Design für die materielle Kulturforschung interessant zu werden scheinen und in Gesellschaften des Massenkonsums in diese poietischen Phasen auch nicht zurückkehren (Hahn 2014). Es sind oftmals die Biografien verwaister Dinge, Poesis und Praxis – Hervorbringung und handelnder Umgang – liegen scheinbar nicht nur nacheinander, sie scheinen sich nicht zu berühren. Sollte dem so sein, so ist die ohnehin überzogene Hoffnung, mit Design die Welt zu verbessern (u.a. Welzer/Sommer 2017, Banz 2016), nicht nur übertrieben, sondern endlich ad acta zu legen.

Wir laden interessierte Ethnologen und Designtheoretikerinnen, materielle Kulturforscherinnen und Historiker, Religionswissenschaftler und Philosophinnen, Brauchtumsvereine und Philatelisten ein, mit uns die Fragen nach dem Verhältnis von Poiesis und Praxis in den Dingen des Alltags auf zwei Ebenen anzugehen: zum einen auf einer theoretischen, methodologischen oder begrifflichen Ebene, zum anderen aber auch auf der Ebene von konkreten Fallstudien.

Uns erscheinen Fragen wie folgende dabei besonders interessant:

Wie steht die Alltagsforschung (u.a. materielle Kulturforschung, Ethnologie, Soziologie) zu Fragen der Gestaltbarkeit von und mit Dingen? Sollte man das Design des Kugelschreibers, wie er benutzt wird, was wie damit auf welchem Trägermaterial geschrieben wurde oder das immaterielle ›Dazwischen‹ ansehen? Und wenn alles wichtig scheint, in welcher Reihenfolge und mit welcher Aufmerksamkeit?

In welchem Grad kann die Gestaltung eines Dinges auch seine Aneignung, Wertbeimessung, Handhabung oder Verhalten lenken: von einer determinierenden Formgebung (die Allmacht des Designs/Entwurfs?), über Konzepte des Nudging, über historische Transformationen und kontinuierliche ›Re-Designs‹, bis hin zum bloßen ‚Trial-and-Error‘ oder gar zur potentiell radikalen Freiheit der Alltagshandelnden?

In welchem Grad gestaltet umgekehrt das Verhalten und Alltagshandeln die Gestaltung und ist dieser Prozess dann am Ding ablesbar? Wo sehe ich einem designten Hocker an, dass er für Arbeiterinnen gemacht wurde, wenn er nur in Eigentumshäusern von Chefs steht?

Welche Rolle spielen die designerischen Teilkünste sowohl in Fragen der Möglichkeit Alltage zu gestalten als auch in den konkreten Alltagspraktiken: Gibt es etwa eine Kunst des Auffindens (ars inveniendi), eine Kunst des Verbindens (ars combinatoria), eine Kunst des Zerlegens (ars analytica) oder eine Kunst der Beurteilung (ars iudicandi)?

Können etwa biografische Objekte als „storytelling devices“ (Hoskins 1998) auch bewusst hergestellt werden?

Neben diesen eher theoretischen Fragen interessieren wir uns vor allem für Fallstudien, die den ‚ganzen Weg‘ gehen: von der Poiesis zur Praxis der Dinge – und zurück.

Die Tagung findet am 30. September und 1. Oktober 2021 – wenn möglich – in Präsenz an der Bergischen Universität Wuppertal statt. Wir würden um Einreichung eines Abstracts über einen möglichen Tagungsbeitrag (200 Wörter) bis zum 15 Mai 2021 bitten. Es ist eine Publikation (Ende 2022) zum Thema geplant.

Kontakt smolarski@uni-wuppertal.de
15.04.2021 um 12:08 Uhr
Das INTERPART-Team möchte euch herzlich zu der Abschlussveranstaltung „Beteiligung interkulturell gestalten“ einladen. Die Veranstaltung findet online vom 19. bis 23. April 2021 statt. An fünf aufeinander folgenden Tagen geben wir jeweils von 14 bis 16 Uhr Einblicke in die verschiedenen Facetten unserer Forschungsergebnisse.
Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung ging INTERPART seit 2018 der Frage nach, wie interkulturelle Räume der Beteiligung in der Stadtentwicklung gestaltet werden können. Zum Projektabschluss möchten wir Folgendes vorstellen und mit euch
diskutieren:

- Welche Faktoren und Strategien ebnen interkultureller Partizipation den Weg? (Tag 1)

- Wie können entsprechend gestaltete Erzählformate bisher marginalisierten Stimmen Gehör verschaffen? (Tag 2)

- Wie kann analoge und digitale Beteiligung niedrigschwelliger konzipiert werden? (Tag 3)

- Veränderungen institutioneller Strukturen anhand der interkulturellen Öffnung von Planungsverwaltungen (Tag 4)

- Welchen Mehrwert bringen Reallabore mit sich? (Tag 5).

Dem beigefügten Programm könnt ihr Einzelheiten zu den jeweiligen Veranstaltungstagen entnehmen. Die Anmeldung zu den Veranstaltungen ist bis zum 14. April 2021 unter folgendem Link möglich: https://eveeno.com/interpart-online-abschlussveranstaltung

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Programm (PDF)
12.04.2021 um 16:37 Uhr
Veranstaltung: NERD for _ Conference
NERD for _ Conference
3rd, 10th and 17th of June 2021 HAW Hamburg / Zentrum für Designforschung / online
With a great understanding of the ubiquitous design of all aspects of everyday life, research in design reveals an astonishing competence to discuss economic, social, ecological and medial processes of the present. In doing so, such design research, if wisely implemented, offers a fundamental critique of design as well as a variety of possible perspectives to better understand the present and prospects for the future.

This is precisely what the "New Experimental Research in Design/NERD" demonstrates in all openness, i.e. without any thematic limitation. For here young and very committed scientists appear to present their latest fundamental and contemporary research in design. On the basis of respective abstracts, six critical design researchers from Switzerland, France, Sweden, Slovakia and the USA, among others, were invited to present their theses and analyses within the framework of 30 minutes each and then to discuss this with the audience for a further 30 minutes. Which always turns out to be very exciting, stimulating and enlightening.

This year, the conference will be held online on three days in June (3rd, 10th and 17th ) and participation is free of charge. The presentations and discussions will be held in English. Here's to truly learning a lot more about your own life, about social contexts, and about design.
Links will be announced in advance.

Further Information and Contact:
Dr. Tom Bieling (Tom.Bieling[at]haw-hamburg.de)
http://www.bird-international-research-in-design.org/nerd-conference-2021-1
12.04.2021 um 13:32 Uhr
Felix Kosok
Form, Funktion und Freiheit. Über die ästhetisch-politische Dimension des Designs

Das Verhältnis von Design und Demokratie ist nicht nur eine Sache der
effizienten, transparenten oder partizipativen Gestaltung politischer
Institutionen und ihrer Prozesse. Design muss vielmehr in seiner
Wechselwirkung mit der für die Demokratie konstitutiven Kultur der
Freiheit bestimmt werden. Felix Kosok legt dar, wie sich die
Verhandlung der politischen Dimension des Designs auf eine
grundsätzliche Ebene verlagert: Dem Design selbst kommt eine
politische Bedeutung zu, die von seiner ästhetischen Dimension nicht
zu trennen ist. In der produktiven Freiheit zu den Zwecken zeigt sich
die prinzipielle Gestaltbarkeit der Dinge, die von einer kritischen
Theorie des Designs bewusst gehalten werden muss.

Erhältlich auf www.transcript-verlag.de
22.03.2021 um 15:34 Uhr
Lechts und Rinks. Eine Auseinandersetzung mit dem Design der Neuen Rechten
Michelle Christensen, Jesko Fezer, Bianca Herlo, Daniel Hornuff, Gesche Joost

Das Erstarken neurechter Bewegungen fordert die Designdisziplinen auf bislang ungewohnte Weise heraus. Denn der politische Erfolg der Neuen Rechten gründet sich zu wesentlichen Teilen auf gezielt eingesetzten Gestaltungsleistungen: auf effizientem Kommunikationsdesign in den Sozialen Medien, auf der subversiven Ästhetisierung von Protestaktionen, auf der gestalterischen Codierung ganzer Räume und auf einer Entpolitisierung der Gestaltung insgesamt.

Die DGTF-Tagung 2019 nahm diese Entwicklungen zum Anlass, den Blick auf die Instrumente der eigenen Designdisziplinen zu richten: Was bedeutet es für Gestalterinnen und Gestalter, in einer Gesellschaft tätig zu sein, in der Völkisches und Nationalistisches zeichenhaften Ausdruck erlangen? In der kulturelle Identitäten beschworen, Ethnopluralismus zelebriert und Fremdenhass salonfähig werden? In dieser Dokumentation wird die Rolle der Medien, die Aneignung von Räumen, die Funktion von Grafiken und Dingen sowie die Organisation von Interaktionen beleuchtet, um zu erörtern, in welchem Verhältnis Designpraktiken und neurechte Ideologien stehen.

Erhältlich auf: adocs.de
20.03.2021 um 15:43 Uhr
Visual Person Branding. Eine frame-analytische Betrachtung ikonischer Personenmarken
von Nicholas Qyll

Marken gehören zu den eminenten Schlüsselphänomen unserer Zeit. Ihre Hochkonjunktur beruht im Wesentlichen auf den erschwerten Wahrnehmungsbedingungen innerhalb der informationellen Gegenwartsgesellschaft. Als wirksame Maßnahme im Kampf um Wahrnehmungen hat sich das kontinuierliche Bedeutungsmanagement durch den zielorientierten Einsatz von Bildern herausgestellt, wie es von ikonischen Personenmarken langjährig praktiziert wird. An dieser Stelle setzt die vorliegende Studie an: Sie untersucht vor dem Hintergrund einer kulturellen Bedeutungsökonomie die Strategien und Mittel visueller Darstellung, die langfristig erfolgreiche Personenmarken zur Behauptung ihrer Marktposition einsetzen.








Die Arbeit schlägt hinsichtlich der Bedeutungskonstitution durch Bilder den integrierten Ansatz einer kognitiven Markenbildsemiotik vor, der eine sozialsemiotische Perspektive mit kognitivistischen Erkenntnissen der Framingforschung verknüpft. Vor diesem Theoriehintergrund greift die empirische Untersuchung der ausgewählten Fälle Madonna und Karl Lagerfeld auf einen qualitativen Methodenmix der visuellen Frame-Analyse zurück. Dabei berücksichtigt sie — ausgehend von einem kulturalistischen Markenverständnis — auch die ko-kreative Bildpraxis der Konsumenten (Prosumer). Schließlich wird über einen systematischen Vergleich der detailreichen Einzelfallbefunde ein ›Strukturmodell des bildbasierten Bedeutungsmanagements‹ ikonischer Personenmarken erarbeitet.

Als Beitrag zur Designforschung legt diese qualitative Studie somit ihren Schwerpunkt auf die Rolle, die dem Bildlichen bei der Markenbildung von Personen und in einer globalen Markenbildkultur der Gegenwart zukommt.

Hier geht es zum Verlag: www.halem-verlag.de
20.03.2021 um 14:26 Uhr
Sie möchten als Designer:in soziale Verantwortung übernehmen?

Der Studiengang bietet Ihnen ein individuelles Projektstudium für Design- und Designforschungsprojekte mit einer hohen gesellschaftlichen Relevanz in den Vertiefungen Entrepreneurship und Research.

Der Master Design fokussiert auf die Entwicklung Ihres Projekts, von der ersten Idee bis zur Ausführungsreife. Dank kleiner Gruppengrössen erhalten Sie individuelle Unterstützung und genügend Zeit,
— ein gesellschaftlich relevantes Designproblem oder eine Forschungsfrage zu identifizieren,
— das Problem oder den Forschungsstand zu analysieren,
— innovative Lösungen zu entwickeln oder neue Erkenntnisse zu gewinnen sowie basierend darauf
— ein Unternehmenskonzept oder einen Forschungsplan zu formulieren.

Sie bewerben sich mit einer Idee für ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Forschungsprojekt. Der Master Design der HKB unterstützt Sie dabei, passende Betreuer:innen für Ihr Projekt auszuwählen und Ihren Studienplan anhand projekt- spezifischer Bedürfnisse zusammenzustellen.

In der Vertiefung Research absolvieren Sie Ihr Studium mit einem Forschungsplan für ein Designforschungsprojekt, das Sie in Ihrer anschliessenden Karriere durchführen können. Mit Ihrer Abschlussarbeit können Sie sich um Forschungsförderung und um die Zulassung zu einem Doktoratsprogramm bewerben. Zum Beispiel zum Doktoratsprogramm Studies in the Arts der Universität Bern und der HKB.

Falls Sie sich für ein Studium im Master Design der HKB interessieren, vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin oder melden Sie sich bis 15.3.2021 an.
25.02.2021 um 09:28 Uhr
Die Bergische Universität Wuppertal ist eine moderne, dynamische und forschungsorientierte
Campusuniversität mit interdisziplinär ausgerichteten Profillinien in Forschung und Lehre.
Gemeinsam stellen sich hier mehr als 25.000 Forschende, Lehrende und Studierende den
Herausforderungen in den Bereichen Gesellschaft, Kultur, Bildung, Ökonomie, Technik, Natur und
Umwelt.
In der Fakultät für Design und Kunst ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine W 2-Universitätsprofessur (gem. § 36 HG NRW) für „Künstlerische Grundlagen im Industrial Design“ zu besetzen. Bes.-Gruppe: W 2 LBesG NRW

Bewerbungsfrist: 05.04.2021

Industrial Design durchdringt in zunehmenden Maßen unsere gesamte dingliche und auch
nichtdingliche Welt – umso größer werden deshalb auch der Anspruch an das Design und die
Verantwortung gegenüber Gesellschaft, Umwelt und Individuum. Die Abteilung Industrial Design an der Bergischen Universität Wuppertal befasst sich mit der wissenschaftlich fundierten Entwicklung innovativer, konstruktiv-technischer, am Menschen orientierter Produkte. Im Fokus stehen die Forschung und die Entwicklung materieller wie immaterieller Produktkulturen unter besonderer Berücksichtigung der Wechselwirkungen von technischen, ökonomischen, soziokulturellen und politischen Einflussfaktoren. Industrial Design ist hier auf zukünftige wirtschaftliche, ökologische und soziale Nachhaltigkeit ausgerichtet. Basis der universitären Ausbildung ist ein forschendes Lehren mit einem Schwerpunkt auf wissenschaftlich-theoretischen Fragen der Gestaltung und Theorie der Gestaltung im Designkontext. Die künstlerisch-wissenschaftliche Forschung im Fachgebiet setzt auf die Verschränkung von Kunst und Design. Angestrebt werden sowohl die experimentelle Erforschung und Erprobung neuer Gestaltungsmethoden und Produktionsprozesse als auch die Suche nach Formen für künftige Objekt- und Lebenswelten im Rahmen künstlerischer Projekte. Für den Studiengang Industrial Design soll die ausgeschriebene Professur Grundlagen des künstlerischen Gestaltens vermitteln. Schwerpunkte sind plastischräumliche Kompetenzen, die eine Basis für den dreidimensionalen Entwurfsprozess bieten, ebenso wie künstlerisch-experimentelle Strategien, die dank des Hinterfragens gängiger Normierungen neue gestalterische Lösungen hervorbringen können.

Erwartungen:
Gesucht wird eine profilierte, in Praxis und Lehre breit ausgewiesene Künstlerpersönlichkeit mit bestmöglichen Voraussetzungen für die Vermittlung von künstlerischen Grundlagen im Industrial
Design. Ihr Oeuvre sollte sowohl künstlerische als auch funktionale Entwurfs- und Gestaltungsarbeiten umfassen und diese in eine systematische Grundlagenausbildung (insbesondere im Kontext
des plastischen Gestaltens) für Industrial Designer*innen übersetzen. Die gesuchte Persönlichkeit
sollte künstlerische oder angewandte Gestaltungsarbeit nicht nur selbst praktizieren, sondern
erwiesenermaßen auch didaktisch vermitteln können.
In der Abteilung Industrial Design vertreten Sie das Fach „Künstlerische Grundlagen im Industrial
Design“. Sie helfen den Studierenden im Übergang von der klassischen Schulausbildung zu einer
eigenständigen, kreativen Gestaltungsarbeit. Das erfordert besonderes pädagogisches Gespür für
Gruppe und Individuum hinsichtlich der Entwicklung und Formulierung von Lehr-, Lern-, und
Forschungsmodellen. Sie sollten darüber hinaus in der Lage sein, interdisziplinäre Lehrformate und
Veranstaltungen mit den anderen künstlerischen Studiengängen in der Fakultät zu entwickeln und
durchzuführen.
Unter Berücksichtigung der Besonderheiten von künstlerischen Methoden ist auch ein
interdisziplinäres Zusammenspiel mit Entwurf, Konzeptgestaltung und technischer Entwicklung
erwünscht. Dies umfasst auch die Betreuung und Mitbetreuung von Projekten und Abschlussarbeiten
in Bachelor und Master. Ihre Lehrveranstaltungen führen Sie in deutscher und nach Bedarf in englischer Sprache durch. Die Mitarbeit in der akademischen Selbstverwaltung wird als selbstverständlich erachtet.

Einstellungsvoraussetzungen:
Sie haben ein fachlich einschlägiges Hochschulstudium, vorzugsweise in Architektur, Plastik/
Bildhauerei und verwandten Kunstbereichen mit herausragenden Leistungen absolviert. Sie haben
zudem eine besondere Befähigung zu künstlerischer Arbeit und das durch zusätzliche künstlerische
Werke und Arbeiten nachgewiesen.
Der Nachweis besonderer künstlerischer Leistungen wird in der Regel durch herausragende
Leistungen während einer fünfjährigen künstlerischen Tätigkeit, von der mindestens drei Jahre
außerhalb des Hochschulbereiches ausgeübt worden sein müssen, erbracht.
Drittmittelerfahrung im Hochschulbereich, insbesondere in Verbundprojekten, ist vorteilhaft.
Die Bergische Universität betrachtet die Gleichstellung von Frauen und Männern als eine wichtige
Aufgabe, an deren Umsetzung die Professur mitwirkt.

Kennziffer: P20003
Bewerbungen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopien, strukturierte Publikationsliste, Nachweise
künstlerischer Arbeiten, Ausstellungen und Auszeichnungen und des künstlerisch-gestalterischen
Werdeganges, Übersicht und Inhalt der bisherigen Lehrveranstaltungen) sind grundsätzlich nur
möglich über das Onlineportal der Bergischen Universität Wuppertal:

www.stellenausschreibungen.uni-wuppertal.de
Unvollständig eingereichte Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden! Ansprechpartnerin für Ihr Anschreiben ist Frau Prof. Katja Pfeiffer.
Bewerbungen von Menschen jeglichen Geschlechts sind willkommen. Frauen werden nach Maßgabe
des Landesgleichstellungsgesetzes NRW bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines
Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Die Rechte der Schwerbehinderten, bei gleicher Eignung
bevorzugt berücksichtigt zu werden, bleiben unberührt.



23.02.2021 um 11:09 Uhr
Zum nächstmöglichen Zeitpunkt besetzen wir im Department Lippstadt 2 die Stelle einer
W2-Professur (m/w/d) „Computervisualistik und Design“


Sie sind hierfür optimal geeignet, wenn Sie ein abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich Industrial Design/Produktdesign, Interface Design, Kommunikationsdesign oder eines vergleichbaren Faches mitbringen. Zusätzlich verfügen Sie über ausgewiesene Kenntnisse und einschlägige Praxiserfahrungen in den Bereichen 3D/CAD/Prototyping sowie in der Konzeption und Gestaltung von Produkten, Prozessen und Systemen.


Bei der Ausbildung unserer Studierenden legt die Hochschule Hamm-Lippstadt besonderen Wert auf Soft Skills und setzt deshalb auch auf Ihr Können, wenn es um das Vermitteln von Inhalten aus Bereichen wie Projektmanagement, Change Management sowie wissenschaftliches Arbeiten etc. geht. Die Bereitschaft zur Unterstützung der Erweiterung des Studienangebots der Hochschule und zur Mitwirkung in der Lehre von Grundlagenfächern sollte für Sie so selbstverständlich sein wie für uns.

Allgemeines zur Stelle:
Sie sollten ein hohes Maß an didaktischer Erfahrung mit einer ausgeprägten Dienstleistungsmentalität sowie der Fähigkeit zum interdisziplinären Arbeiten kombinieren. Aufgrund der internationalen Ausrichtung unseres Studiengangportfolios sind Sie bereit, englischsprachige Veranstaltungen durchzuführen. Außerdem kommen Ihre Kompetenzen beim Mitwirken an der akademischen Selbstverwaltung und beim Erweitern des Studienangebots ins Spiel. Sie tragen zur aktiven Akquirierung und Durchführung von Drittmittelprojekten bei und setzen die fachliche Expertise auch in Forschung und
Transfer ein, um im Team mit Ihren Kolleginnen und Kollegen den Unternehmen in der Region wissenschaftliche Impulse zu geben.

Weitere Informationen zur Ausschreibung finden Sie hier
19.02.2021 um 11:23 Uhr
POM Berlin 2021
Politics of the Machines
Rogue Research

The 3rd POM Conference
September 13-18, 2021

EXTENDED DEADLINE
Submission deadline for abstracts: 15. March 2021

Overview
In a state of ontological crisis, all boundaries between human and machine, nature and culture, and the organic and inorganic have been severely blurred. These are times of curious contrivances, novel natures, inescapable automation, and posthuman performances – where human and nonhuman find themselves being entwined, meshed and muddled into new unwitting entanglements. But from biased machine-learning to surveillance capitalism and digital colonisation – what power-structures are implicitly and covertly being embedded into these technologies?
In a demand for more transparency, multiple movements are making a turn toward democratising knowledge and technology. They are exploring the potentials of open data, software, hardware and wetware to battle concealed hierarchies and partisan paradigms – eliciting a practice of counter-coding in a proliferating politics of machines.

Within the Politics of the Machines conference series – following Copenhagen (2018) and Beirut (2019), the third POM conference will take place in Berlin on 13-18 of September 2021, hosted by the chair for Open Science at the Technische Universität Berlin and the Einstein Center Digital Future.

The goal of this edition of POM is to debate and devise concepts and practices that seek to critically question and unravel novel modes of science – what roles do academia, researchers, scientists, artists and designers have to take on in times of crisis, how must we re/position ourselves? What chances or challenges might the democratisation of technology and knowledge elicit, and what potential do practices such as critical making, community science, trans/feminist hacking or citizen forensics hold to bend the hierarchies of power – how can we work with active matter and technical turmoil to re/act?

‘POM Berlin – Rogue Research’ aims to probe new methodological approaches from art, design and civic activism within the framework of academia in order to surface an inter- and transdisciplinary terrain that attempts to exceed the boundaries of theory and practice, academia and activism, and science and civil society.

Tracks
Track 1 / Decolonizing the Machine
Track 2 / Spaces – Encounters, Subjectivities + Environments
Track 3 / (Micro)biocontrol and Ethics of Care
Track 4 / Digging Earth
Track 5 / Open Science/Critical Spaces
Track 6 / Interferences of the Multitude

Conference Committee
Michelle Christensen (Technische Universität Berlin / Berlin University of the Arts)
Florian Conradi (Technische Universität Berlin / Berlin University of the Arts)
Laura Beloff (Aalto University)
Morten Søndergaard (Aalborg University)
Hassan Choubassi (The International University of Beirut)
Joe Elias (The International University of Beirut)
Dehlia Hannah (Aalborg University / Institute for Cultural Inquiry Berlin)

We aim to carry out this conference as a hybrid online/offline event based in Berlin, should the circumstances of the current pandemic permit. However, notwithstanding the format, the contributions will form the foundations for the planned publication.

Applicants are invited to submit a 500-word abstract under one of the six conference tracks by 15.03.2021. Following acceptance of the abstract, authors are requested to submit their full paper (max. 4000 words including references) by 01.07.2021.

All submissions will undergo double blind peer-review and accepted papers will be presented in the conference programme and published in the open access conference proceedings.

For further information, track descriptions and submission guidelines please visit: http://berlin.pomconference.org/
15.02.2021 um 14:39 Uhr
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