Dresden
 


Florian Alexander Schmidt

Dr. phil. Dipl.-Des. Florian Alexander Schmidt, geboren 1979, ist seit 2018 Professor für Designkonzeption und Medientheorie an der HTW Dresden. 2008 schloss er sein Kommunikationsdesign-Studium an der Kunsthochschule Berlin Weißensee mit dem Diplom ab. 2015 wurde er an der geisteswissenschaftlichen Fakultät des Royal College of Art in London promoviert. In seiner Doktorarbeit untersuchte er die Funktionsweise und die Geschichte von Crowdsourcing, insbesondere im Designbereich. Neben seiner Arbeit als Designer veröffentlicht er seit 2006 Bücher, journalistische Artikel und wissenschaftliche Studien in den Bereichen Designgeschichte, Medientheorie und Zukunft der Arbeit. Seit 2008 ist er an wechselnden Hochschulen in der Lehre tätig. Von 2015 bis 2017 war er Chefredakteur des Printmagazins agenda design. Zudem schreibt er für Magazine wie designreport und t3n

Publikationen & Vorträge:

2019
Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.

Seit 2017 gibt es einen sprunghaften Anstieg in der Nachfrage nach hochpräzisen Trainingsdaten für die Automobilindustrie. Ohne diese Daten ist das ehrgeizige Ziel des autonomen Fahrens nicht zu erreichen. Um den selbstlernenden Algorithmen die Steuerung der selbstlenkenden Fahrzeuge anvertrauen zu können, braucht es viel menschliche Handarbeit, die von Crowdworkern auf der ganzen Welt erledigt wird. Innerhalb weniger Monate ist so ein Heer von Hunderttausenden digitalen Wanderarbeitern entstanden, insbesondere von Menschen aus Venezuela. Sie bringen den Maschinen das Hören und Sehen bei, während sich die Crowdsourcing-Branche rasant verändert, um den neuen Qualitätsanforderungen gerecht zu werden. Nicht nur trainiert die Crowd heute die KI sondern auch umgekehrt trainiert die KI auf komplexe Weise die Crowd. Ein Ende der Arbeit ist nicht in Sicht. Die Arbeitsbedingungen haben sich teils verbessert. Die Bezahlung jedoch hat sich trotz hoher Nachfrage weiter verschlechtert.
2017
Studie in Zusammen mit Ute Kathmann von ArbeitGestalten (Hrsg.) im Auftrag der Senatsverwaltung Berlin
2016
Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung

Plattformgeschäftsmodelle gibt es mittlerweile in ganz unterschiedlichen Bereichen, in der vorliegenden Analyse geht es um die gesellschaftspolitisch wohl umstrittensten: digitale Arbeitsplattformen bzw. Plattformen zur kommerziellen Vermittlung von Dienstleistungen. Die Publikation erläutert die grundlegenden Funktionsmechanismen dreiseitiger Plattformmärkte und zeigt die verschiedenen Varianten und Kategorien von Dienstleistungs- bzw- Arbeitsplattformen auf. Zudem werden die spezifischen Besonderheiten und Herausforderungen der unterschiedlichen Kategorien von Dienstleistungsplattformen erläutert und mögliche Ansatzpunkte für die politische Einflussnahme aufgezeigt.
2017
Examines the crowdsourcing of design as well as the design of crowdsourcing
Uncovers the underlying mechanisms

Aims and Scope:

The digital revolution is interwoven with the promise to empower the user. Yet, the rise of centralized, commercial platforms for crowdsourced work questions the validity of this narrative. In Crowd-Design, Florian Alexander Schmidt analyses the workings and the rhetoric of crowdsourced work platforms by comparing the way they address the masses today with historic notions of the crowd. The utopian concepts of early online collaboration are taken as a vantage point from which to view and critique current and, at times, dystopian applications of crowdsourced work. The study is focused on the crowdsourcing of design tasks, but these specific applications are used to examine the design of the more general mechanisms employed by the platform providers to motivate and control the crowds.

Crowd-Design is as much about the crowdsourcing of design as it is about the design of crowdsourcing.
2013
Anlässlich der Jahrestagung der DGTF2013 setzt sich dieser Essay mit der "Politik der Maker" auseinander. Ausgehend von einem Besuch auf der "Mini Maker Faire" in London werden die revolutionären Potentiale und Wunschvorstellungen beleuchtet, die von außen und innen an die sehr heterogene Bewegung herangetragen werden.
2013
Der Artikel erörtert das Aufkommen von sogenannten MOOCs – Massive Open Online Courses – und diskutiert anhand des Beispiels von Stefano Mirtis Kurs "Design 101" die Anwendbarkeit von Online-Fernstudien auf den Bereich des Designs.
2013
Artikel über die Funktionsweise und die Konflikte der Crowdsourcing Industrie, ursprünglich veröffentlicht in "APRJA.net – A Peer-Reviewed Journal About #BWPWAP" im Rahmen der transmediale 2013. Die gekürzte Fassung wurde ausgezeichnet mit dem "Core 77 Award for Writing & Commentary" 2013.
2013
Kurzer Zeitungsartikel für "Researching BWPWAP – A Peer-Reviewed Newspaper", eine Print-Publikation der transmediale 2013.
2013
Der dritte Teil meiner "Dollar Trilogie" über das Design von Crowdsourcing und das Crowdsourcing von Design adressiert direkt die ethischen Widersprüche dieser Verfahrenstechnik, insbesondere in Hinblick auf den Vorwurf der Ausbeutung. Veröffentlicht im Rahmen der Tagung CrowdWork2013 in Karlsruhe.
2012
Seit Oktober 2011 ist Florian A. Schmidt einer der rund 120 Research-Studenten am Royal College of Art in London, eingeschrieben in der geisteswissenschaftlichen Fakultät im Fachbereich Critical Writing in Art and Design. Die Institution spielt eine wichtige Rolle in der Etablierung des Designs als forschende Disziplin. Schmidt erklärt uns, warum.
2012
Artikel über die Nutzbarmachung der sogenannten "Schwarmintelligenz" für das Produktdesign. Plattformen wie Quirky und Kickstarter machen es Produktdesignern mit guten Ideen heute leichter als je zuvor, ihre Ideen auf den Markt zu bringen, und die Crowd spielt dabei eine ganz wesentliche Rolle. Während Crowdfunding einen mittlerweile recht effektiven Weg darstellt, um die Hürde des Startkapitals zu überwinden, nimmt Quirky seinen Mitgliedern nicht nur die Nutzungsrechte ab, sondern auch alle weiteren Schritte auf dem steinigen Weg zum Endprodukt.
2011
Im Bereich der Computerspiele und virtuellen Welten wurden in den vergangenen Jahren komplexe Strategien und Werkzeuge entwickelt, welche in beispiellosem Umfang die Integration der Nutzer in den Kreativprozess und die Wertschöpfungskette ermöglichen. Durch Einbeziehung der Amateure lassen sich die Kosten und Risiken innovativer Produktentwicklung reduzieren und zudem eine besonders starke Identifikation der Nutzer mit dem gemeinsam gestalteten, sich stets dynamisch verändernden Produkt erzeugen. Zielkonflikte zwischen Nutzern, Designer und Betreibern bleiben jedoch nicht aus. Veröffentlicht in Informatik Spektrum 34/6 in Zusammenarbeit mit Danny Pannicke
2012
Die Karikatur "Monster Soup" von William Heath aus dem Jahre 1828 handelt von der unsichtbaren Bedrohung durch Mikroorganismen im Trinkwasser. Diese Zeichnung zum Anlass nehmend untersucht der englischsprachige Essay die zeitgenössischen Bedrohungen unterhalb unserer Benutzeroberflächen, insbesondere den sogenannten Staatstrojaner und dessen Abdruck in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung 2011. Ausgezeichnet mit dem "Core 77 Award for Writing & Commentary".
2012
Ein im Dezember 2012 im froh Magazin veröffentlichter Text über die so genannte New Aesthetic, eine von dem Londoner Medienkünstler James Bridle initierte Debatte über das Überschwappen digitaler Erscheinungsformen in die physische Welt, und die politische Dimension dessen.
2012
Das am Royal College of Art in London erschienene Buch ist eine Auswahl an Texten aus der aktuellen künstlerischer und gestalterischer Forschung. Aufbauend auf einer vorangegangen Konferenz gleichen namens geben die Beiträge einen Einblick in die verschiedenen Ansätze von artistic research.
2010
Wie interagieren Designer mit Nutzern, wenn diese sich nicht mehr mit fertigen Produkten begnügen, sondern in den Designprozess selbst eingreifen wollen – und können? Die in dem Buch "Kritische Masse: Von Profis und Amateuren im Design" versammelten Texte von fünf Absolventen aus Weißensee (Florian A. Schmidt, Peter Lasch, Susanne Stauch, Friedrich Kautz und Fritz Gobbesso) gehen dieser Frage nach, begleitet von Illustrationen von Andreas Töpfer.
2010
Die Designprofession ist einem tief greifenden Wandel unterworfen: Während das Design an Bedeutung gewinnt, verliert es zugleich an Exklusivität. Design ist zum Volkssport geworden. Dieses Phänomen war der Anlass für das Symposium mit über 400 TeilnehmerInnen und mehr als einem Dutzend ReferentInnen. Die Publikation "Nachspiel" dokumentiert einerseits den Verlauf und das Ergebnis des Symposiums und andererseits Reflexionen über die dort gestellten Fragen welche im Nachgang in einem Seminar der Kunsthochschule Berlin-Weißensee entstanden sind.
2009
Artikel über die Konferenz "Volkssport Design" im britischen Design Magazin "eye".

    Florian Alexander Schmidt hat Interesse an:

  • Publikationsmöglichkeit

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