Potsdam
 


Rainer Funke

Prof. Dr. Rainer Funke ....... 1976–81 Studium der Philosophie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Diplom) ....... 1985 Promotion zum Dr. phil. mit einer Arbeit zu semiotischen Bedeutungstheorien ....... 1985–92 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Designtheorie der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle Burg Giebichenstein ....... seit 1991 Mitglied des Gründungsvorstands des Instituts für Ökologische Ästhetik an der Hochschule für Kunst und Design Halle/Saale ....... 1992–94 Inhaber Büro Ö-Projekt Designmanagement Halle/Saale ....... seit 1992 Professor für Designtheorie im FB Design an der Fachhochschule Potsdam ....... 1992–96 Gründungsdekan und Dekan FB Design an der Fachhochschule Potsdam ....... 1993–2003 Vorstandsvorsitzender der »Designinitiative Brandenburg-Berlin e.V. – Institut an der FH Potsdam« ....... 2003–06 Gastprofessor für Designtheorie an der Kunstuniversität Linz, Österreich ....... seit 2013 Vizepräsident für Forschung und Transfer der Fachhochschule Potsdam .................................................................................................................................................................................... "Designtheorie soll aufklärend motivieren, indem sie Methoden zur Analyse des Design, speziell zu den mannigfaltigen Verhältnissen zwischen wahrnehmbaren Gestalten der Artefakte und ihren Bedeutungen im Kontext des Nutzungsprozesses vermittelt. Designtheorie expliziert Wirkungsweisen und historisch begründete Entwicklungszusammenhänge von Design und deren unterschiedliche Einflussfaktoren."

Projekte:

2013
Interviews mit 66 Personen zu Fragen des Verhältsses von persönlicher Identität und persönlichen Dingen
2012
Gemeinsam mit dem Soziologen Martin Stummbaum wurde mit studentischen Arbeitsgruppen die Designwirklichkeit von pflegebedürftigen Menschen untersucht.

Publikationen & Vorträge:

2012
Summary. Drawing on historical and contemporary examples, this article describes how the design of consumer goods and communication devices develops the signs and semiotic systems that are necessary for the creation and the dynamics of milieus (social environments) as communities of values, lifestyle, and worldview. Design serves here as a tool for self-affirmation for social group members in regard to values controlling behavior and for the communication of values in processes of individualization and social integration. Under the conditions of mass consumption, social group members are able to mark and transgress the limits of their milieu by utilizing aspects of design. Considering especially Modernism and Postmodernism, this essay indicates continuities and innovations in the role of design.
Zusammenfassung. Anhand verschiedener Beispiele aus der Gegenwart und der Vergangenheit wird deutlich, in welcher Weise das Design von Konsumgegenständen und Kommunikationsmitteln notwendige Zeichensysteme für die Herausbildung und die Dynamik von sozialen Milieus als Werte-, Lebensstil- und Deutungsgemeinschaften liefert. Neben vielem anderen dient Design im Zusammenhang mit Individualisierungs- und Integrationsbemühungen der Menschen unter den Bedingungen des Massenkonsums der Selbstvergewisserung und Kommunikation von handlungssteuernden Werten, anhand derer Milieugrenzen für Gruppenmitglieder markierbar aber auch überwindbar werden. Mit Blick in die Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Moderne und Postmoderne wird in diesem Zusammenhang auf Kontinuitäten und Neuerungen hingewiesen.
2013
Rainer Funke (Hrsg.): Dinge, Räume und Persönliche Identität. 66 Porträts. Potsdam, 2013: Fachhochschule Potsdam. ISBN: 3-934329-55-1

Was haben Dinge und Räume mit persönlicher Identität zu tun? Wahrscheinlich herrschen darüber eher diffuse Vorstellungen. Diese Zusammenhänge im Detail aufzuspüren und zu betrachten war Ziel der vorliegenden Studie. Im Wintersemester 2012/13 haben Studierende aus den Bereichen Design, Architektur und Kulturarbeit der Fachhochschule Potsdam im Fach »Designtheorie« Interviews mit Freunden bzw. Bekannten geführt, also mit Menschen, von deren Persönlichkeit die Interviewer schon ein gewisses Bild hatten, ohne jedoch stark emotional verwickelt zu sein. Biografische und gesellschaftlich medial vermittelte Faktoren der persönlichen Identifikationsprozesse wurden exemplarisch beschrieben, erklärt und mit Fotos ergänzt. Im Mittelpunkt standen die jeweils individuellen Wechselwirkungen von persönlichen Idealen, Wertvorstellungen, Zielen, Träumen, internalisierten Normen und Rollenbildern mit den Dingen und Räumen des Alltags in ihrer konkreten, gestalteten Form. Entstanden sind 66 Porträts von Menschen, die in unterschiedlicher Weise ihr Leben mit Dingen ausstatten und diese nutzen, um sich auf sich selbst und auf andere Menschen zu beziehen.Gestaltet wurde das Buch von Johanna Goldmann, Susann Greuel und Susann Massute.
2014
Was ist der Unter­schied zwi­schen der Begeg­nung mit einem Tiger­kopf, wel­cher mich als Teil eines Bett­vor­le­gers anblickt und der Begeg­nung mit einem Tiger­kopf als Teil eines sehr leben­di­gen Tiers? Bei ers­te­rem haben wir es mit einem ein­fa­chen Sur­face zu tun: mit der Ober­flä­che eines Kör­pers, bei letz­te­rem hin­ge­gen mit einem Inter­face. ... Veröffentlicht in: d creating #data – junges interaction design Blog am 17. Mai 2014
2015
Zwischen Menschen und Dingen. Design: Vermittler zwischen Menschen, Technik und Werten. In: KM Das Monatsmagazin von Kulturmanagement Network Kultur und Management im Dialog Nr. 105, September 2015, S. 19-22. ISSN 1610-2371

Design ist zu einem vielgestaltigen, farbenfrohen Gewebe gewachsen, welches die gesamte Gesellschaft durchwirkt und allgegenwärtig beiläufig durchschimmert oder auch kraftvoll aufleuchtet. Der Bedarf nach gestalterischer Differenzierung von Produkten ist vor allem in zweierlei Hinsicht geradezu explodiert.
Zum einen bringt die technische Entwicklung zunehmend komplexe Systeme hervor, deren Zugang sich nur über klug geplante Zeichenzusammenhänge und Interaktionsformen erschließt. Sieht man sich etwa Fahrkartenautomaten oder Oberflächen von Computersoftware an, wird offenbar, wie viel hier noch zu tun ist. Das Design von Produkten und Kommunikationsmitteln schafft eine lebendige Vermittlung zwischen der Technik und den Menschen, indem es mehr oder weniger zielgenau wahrnehmbare Formen der Objekte anbietet, die bei den Rezipienten und Nutzern das Entstehen von Bedeutungen veranlassen. Es entsteht eine spezifische Koppelung zwischen Menschen und Dingen und damit zwischen Menschen und Menschen vermittels der Dinge.
Zum anderen liegt in der wachsenden und zunehmend differenzierten Bedeutsamkeit der Dinge – insbesondere der Konsumgüter, Marken und Kommunikationsmittel – für die Verständigung der Menschen untereinander, ein Grund für die expandierende Nachfrage nach Design. ...
2014
Glatte Welt und spielerische Vervielfachung der Codes. In: Öffnungszeiten. Papiere zur Designwissenschaft 28/2014, Lübeck: kassel university press 2014, S. 43-51. ISSN 1613-5881 ISBN 978-86219-866-5 Online-ISBN 978-3-86219-867-2
2014
Wegbereiter für den alltäglichen Klang der Dinge, in: Geblüt Katalog zur Ausstellung Geblüt - Positionen zum Design, Potsdam: FHP 2014, S. 12-17. ISBN 3-934329-69-1
2013
Glatte Welt. Design, Narzissmus und Moralität. In: Pascal Johanssen, Katja Kleiss (Hrsg): Objects The Journal of Applied Arts Nr 6 Berlin, Direktorenhaus 2013, S. 20-29
2012
Care Design
Neue Designhorizonte für (zu) pflegende Menschen

Wie sieht die Alltagswelt aus der Sicht von pflegebedürftigen Menschen und deren speziellen Bedürfnissen aus? Wie kann das Design von Produkten und Kommunikationsmitteln in Pflegeheimen verbessert werden? Wie kann damit die Arbeit des Pflegepersonals unterstützt werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt vorliegender Studie. 12 studentische Teams der Fachhochschule Potsdam haben sich in stationäre und teilstationäre Einrichtungen der Inneren Mission des Landes Brandenburg begeben, um dort Vorortforschung zur Verbesserung der Selbständigkeit und Autonomie im Alter zu betreiben. Dabei wurden u.a. Konzepte für spezielle Möbel, für Orientierungssysteme, zur Entwicklung von Spielen, alterstauglichen Anwendungen Neuer Medien und mehr entwickelt.
2012
Herausgeber: Klaus Bernsau, Thomas Friedrich & Klaus Schwarzfischer 1. Auflage 2012 InCodes Verlag (Regensburg) Reihe Theorie & Forschung ISBN 978-3-941522-03-9

    Rainer Funke hat Interesse an:

  • Reviewtätigkeit
  • Publikationsmöglichkeit
  • Projektmitarbeit

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