Berlin, Frankfurt
 


Boris Bandyopadhyay

Boris Indra Bandyopadhyay studierte Design an der Köln International School of Design (KISD) und Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Während des Studiums gründete er mit Freunden das Designstudio atlante, das für Kunden wie Brau und Brunnen, Deutsche Telekom und Rheinland Kultur arbeitete. Über das freie Projekt „Buedchen - der erste Kölner Designkiosk“ wurde während der Möbelmesse live berichtet. Zum Thema „Non Intentional Design“ interviewte er auf einer Forschungsreise internationale Designer wie Andrée Putman, Konstantin Grcic und Ettore Sottsass. Dabei interessierte ihn, wie Menschen Design umnutzen und zweckentfremden. Das Museum für Gestaltung in Zürich publizierte die Ergebnisse anlässlich der Ausstellung „Fehlermeldung – Vom schwierigen Umgang mit Produkten”. Für atlante entwickelte er ein Möbelsystem für die Internetkonfiguration. Dafür gewann er den Ecodesign-Wettbewerb 2001 „Ökointelligente Lösungen durch die Nutzung Neuer Medien” der Republik Österreich. Anschließend lehrte Boris Indra Bandyopadhyay Designanalyse und -geschichte sowie Kommunikationsdesign an der Hochschule Würzburg und an der Hochschule der Künste in Bern, wo er im Forschungsfeld Kommunikationsdesign den Bereich „Social Communication” aufbaute. Er untersuchte u.a. die Möglichkeiten der Verbesserung von Aphasie-Therapien durch Design. In der Schweiz lernte er als Designforscher eine besondere Verbindung aus traditioneller Handwerkskunst und Hochtechnologie kennen, die er in das erste skalierbare und modulare Designsystem für Vollholzmöbel einfließen ließ. In Berlin gründete er die Online-Einrichtungsplattform alvari. Als freiberuflicher Designer arbeitet er in den Bereichen Interior- und Kommunikationsdesign. Seine Arbeiten wurden u.a. für den deutschen Bundespreis Ecodesign 2012 nominiert.

Projekte:

2012-2013
Exist-Förderung für Ausgründungen aus der Hochschule, Partner war der Lehrstuhl für Informatik an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Publikationen & Vorträge:

DMY-Open t
Das von uns erstmals auf der DMY gezeigte Konzept indi untersucht den Prozess der Individualisierung und Mitgestaltung anhand eines neuen Stuhls für den Wohnbereich. Aktuelle Fertigungstechnologien sind in der Lage, ab einem produzierten Stück, effizient zu fertigen. Zusammen mit neuen Distributionskonzepten können lokale Wertschöpfungsketten
sowie ein neues Verhältnis zwischen Gestalter und Nutzer entstehen. Damit ist gemeint, dass der Designer nicht mehr ein einzelnes Objekt, das in großer Stückzahl hergestellt wird, sondern einen Handlungsrahmen entwirft. Innerhalb dessen passen Kunden Dinge bereits ab einem produzierten Stück an ihre Bedürfnisse an und können sie vor ihren Augen produzieren lassen. Das Designkonzept indi könnte ein Beispiel für die Gestaltung eines solches Handlungsrahmens sein.

    Boris Bandyopadhyay hat Interesse an:

  • Publikationsmöglichkeit
  • Projektmitarbeit
  • Projektmitarbeit

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